Hessische Basketball-“Teamworker” in Butzbach ausgezeichnet18. September 2006

DBB-Präsident Ingo Weiss (Münster), IOC-Mitglied Professor Walter Tröger, der hessische Innen- und Sportminister Volker Bouffier und Landtagspräsident Norbert Kartmann als Ehrengäste

(be) Woche für Woche sind es die Spiele und die sportlichen Highlights, die ihren Niederschlag in der Tagespresse finden. Manchmal aber gibt es im Sport auch Initiativen aus den Verbänden, die es wert sind, in der Öffentlichkeit besonders dargestellt zu werden. Eine dieser Aktionen wurde im Deutschen Basketball Bund (DBB) im letzten Jahr ins Leben gerufen. Unter dem Namen „Teamwork“ startete der Landesverband Rheinland-Pfalz eine Initiative, um die Netzwerke im Basketball noch enger zu knüpfen. Neben der IT-gestützten Verbandsarbeit zählt auch eine neue Form der Ehrung zu diesem Projekt. „Wir wollen Menschen als Teamworker auszeichnen, die sich in irgendeiner Form für den Basketballsport verdient gemacht haben“, erklärt Gerhart Aichert, der im Landesverband Rheinland-Pfalz die Vorreiterrolle spielte.



Das Bild zeigt die Geehrten im Butzbacher Gewölbesaal. Mit in der Mitte Volker Bouffier, eingerahmt von IOC-Mitglied Prof. Walter Tröger (rechts) und DBB-Präsident Weiss.

Am Freitagabend hat der hessische Basketball-Verband (HBV) in Butzbach nachgezogen. HBV-Präsident Michael Rüspeler hatte für die DBB-Veranstaltung die Ausrichtung übernommen und in den historischen Gewölbesaal des Butzbacher Schlossareals eingeladen und konnte dabei eine Reihe von Ehrengästen begrüßen. Allen voran den neu gewählten DBB-Präsidenten Rolf-Ingo Weiss (Münster), IOC-Mitglied Professor Walter Tröger, den hessischen Innen- und Sportminister Volker Bouffier und Landtagspräsident Norbert Kartmann.

Nach der Begrüßung durch Michael Rüspeler und Norbert Kartmann, der sich in seiner Eröffnungsrede für die Ausrichtung in Butzbach bedankte und gleichzeitig alle Teilnehmer zum Hessentag 2007 einlud, übernahm der DBB-Präsident Weiss das Mikrofon. „Es ist gar nicht hoch genug einzuschätzen, welche Arbeit von den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern geleistet wird“, erklärte Weiss, der mit seinem Besuch in Butzbach auch seine Wertschätzung für diese geleistete Arbeit verstanden wissen wollte.

Nach dem Abendessen erfolgte die Ehrung zum „Teamworker“, die in drei Teilen vorgenommen wurde. Alle Geehrten bekamen für ihren Einsatz ein Polo-Shirt, ein Pin und eine Urkunde mit persönlicher Widmung überreicht. Zwischen den Ehrungsblöcken wurde Videoausschnitte mit den Highlights der deutschen Spiele bei der kürzlich stattgefundenen Basketball-WM in Japan gezeigt.

Die Ehrungen wurden von Jochen Sandkühler von der Basketball Werbe- und Ausstattungsagentur sowie von Michael Rüspeler vorgenommen, der für fast jeden Geehrten eine kleine Anekdote parat hatte. Insgesamt wurden 17 geladene Gäste zu neuen „Teamworkern“ ernannt. Allen voran Professor Walter Tröger, der sportlich als Feldhandballer, Leichtathlet und Basketballer geglänzt hatte. Schon 1956 war er Vorsitzender des Hessischen Basketball Verbandes und später Präsidiumsmitglied des DBB. Seit 2006 ist das NOK- und IOC-Mitglied Träger des Ehrenrings des DBB und als Förderer vieler Entwicklungen im Basketball erhielt er die „Teamwork“-Auszeichnung. Volker Bouffier, der in den 60er und 70er Jahren beim Bundesligisten MTV Gießen spielte, hat nicht nur als hessischer Minister des Inneren und des Sports viel für die Erhöhung des Stellenwerts des Sports unternommen, sondern vor allem sein großes Engagement um die Nachwuchsarbeit auch mit der Errichtung des Leistungsstützpunkts für Mädchen in Marburg war am Freitagabend eine „Teamwork“-Auszeichnung wert.

Bernd Röder, der schon mit 20 Jahren Basketball-Nationalspieler wurde, feierte 1965 mit dem MTV Gießen die erste deutsche Meisterschaft. Als Co-Trainer bei den Olympischen Spielen 1992 und bei der Europameisterschaft 1993 war er für das bundesdeutsche Team mitverantwortlich und viele Stars wie Detlef Schrempf, Chris Welp, Mike Koch oder Dirk Nowitzki haben bei ihm gespielt – auch dies war ein Grund, ihn in den Club der „Teamworker“ aufzunehmen.

Aber nicht nur die „Großen des Sports“ wurden am Freitagabend ausgezeichnet, sondern auch viele Ehrenamtliche, die in ihren Vereinen für den Basketballsport leben. Zum Beispiel Peter Nennstiel, der mit 30 Jahren 1965 Ernie Butler und Holger Geschwindner die richtige Taktik gab und später das Gymnasium Nidda zum Schulsportzentrum entwickelte oder Wolfgang Schreier, der schon 20 Jahre lang Abteilungsleiter beim TV Wetzlar ist und sich auch in der Rechtskommission des DBB und als Sitzungsleiter der DBB-Bundestage einen Namen gemacht hat oder auch Wolfgang Simon, der 1948 den BC Göttingen gründete, später Abteilungsleiter in Büdingen war und zehn Jahre lang Funktionen im hessischen Basketball-Verband bekleidete.

Aus dem gesamten Hessenland wurden zudem noch Friedrich Prinz als langjähriger Landestrainer in Hessen, Klaus Paul für seine Talentförderung im HBV, Klaus Pfeil (Sportinternat Bad Sooden-Allendorf) für die Verzahnung von Schule und Verein, Armin Giere (Eintracht Frankfurt), Peter Kühne als verantwortlicher für die HBV-Vereinszeitschrift „Freiwurf“, Bernt Ruban für seine Funktion als Lehrwart im DBB sowie Ilse Kühn (ACT Kassel), Jochen Kühl (TV Langen), Karl Zimmermann und der 80jährige Reinhard Müller (beide SKG Rossdorf) für ihre maßgeblichen Funktionen in ihren Heimatvereinen. Nach den Ehrungen wünschte Michael Rüspeler noch viel Spaß beim gemütlichen Zusammensein, das sich bis in den späten Abend hinein erstreckte, da noch so mache Basketball-Story erzählt wurde.

Wolfgang Bender




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