Herzliches Einvernehmen beim 3. Ehemaligen-Treffen13. September 2005

Gute Stimmung trotz Niederlage

Am vergangenen Wochenende (10./11. September) fand in Hamburg das 3. Ehemaligen-Treffen der Ü-70 statt. Dass es galt, die „sehr harmonische und freundschaftliche Atmosphäre“, von der Jörg Schrebert, DBB-Referent für Breiten- und Freizeitport, berichtet, zumindest für 4 x 10 Minuten zu vernachlässigen, kündigte der Ehrenpräsident und ehemalige Präsident des finnischen Basketballverbandes, Veijo Riistama, schon am Samstag Nachmittag augenzwinkernd bei einer der Eröffnungsreden an. Natürlich sollte neben den zahlreichen geselligen Ereignissen, die für die Teilnehmer organisiert wurden, das eigentliche Hauptereignis nicht aus dem Blick verloren werden. Am Sonntag Morgen traf in der Sporthalle der Grundschule Bickbargen eine deutsche Auswahl auf eine eigens für diese Veranstaltung angereiste Mannschaft aus Finnland, die u.a. den 6maligen finnischen Basketballer des Jahres und zweimalige Olympiateilnehmer (Helsinki ´52 und Tokio ´64), Raimo „Spike“ Lindholm, in ihren Reihen hatte.

Die von Headcoach Pertti „Pepe“ Hurme gut organisierten Gäste machten es der deutschen Auswahl von Beginn an schwer ins Spiel zu finden, wobei ein ums andere Mal Kyösti Nuppola sicher punktete und zehn seiner insgesamt 20 Zähler allein im 1. Viertel machte. Auf deutscher Seite war es vor allem der überragende Peter Dieckmann (Bester Deutscher mit 17 Punkten), der die deutsche Mannschaft im Spiel hielt. Immer wieder gelang es ihm, der finnischen Verteidigung ein Schnippchen zu schlagen, und so konnte er oft nur durch Fouls gestoppt werden. Bis weit in die Schlussphase ließen sich die deutschen Korbjäger um Kapitän Gerd Konzag (Foto) nicht abschütteln und hielten fortwährend den Rückstand auf die stark aufspielenden Finnen knapp. Eine Vorentscheidung fiel erst in der vorletzten Spielminute, als es dem bis dahin ohne Punkt gebliebenen „Spike“ Lindholm zu bunt wurde, er sein edles, olympiaerprobtes Handgelenk von jenseits der 6,25m-Markierung abklappte und das Spiel mit dem einzigen Dreier der Partie für die Finnen entschied.

Internationale Klasse in Hamburg: Raimo „Spike“ Lindholm

Doch auch der ehrgeizig geführte Wettkampf und die knappe 31:37-Niederlage der deutschen Vertreter konnten die durchgängig gute Gesamtatmosphäre des herzlichen Einvernehmens nicht trüben. Mancher ausdauernde Sportsfreund nutzte den Schwung des Länderspiels gar noch, um die scheinbar gerade erst geschmeidig gewordenen Beine im Anschluss noch weiter zu schwingen. Und so wurde auch nach dem offiziellem Länderspiel noch munter „drauflos“ gezockt bis der Hausmeister den Zapfenstreich verkündete und auch der letzte nimmersatte Basketballliebhaber zum Duschen geschickt wurde. Es galt ja schließlich noch, Dirk Bauermann und der A-Nationalmannschaft bei ihrem letzten Testspiel vor der EM auf die Finger zu schauen.


Fröhliche Gesichter trotz knapper Niederlage: Die deutsche Ü-70-Auswahl 

Vor allem „das Hamburger Organisationsteam ließ während des ganzen Wochenendes keinen Wunsch offen und kümmerte sich hingebungsvoll um die Akteure“, lobt Schrebert hocherfreut die Veranstaltung. Nach der offiziellen Verabschiedung und den warmherzigen Worten durch DBB-Vizepräsident Heinz-Michael Sendzik galt es nun nur noch, den Scheitel zu richten, um auch beim  abschließendem Fototermin eine gute Figur zu machen. Dabei einigte man sich voller Vorfreude auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Im Rahmen des ebenfalls in Hamburg stattfindenden Maxibasketballturniers, den 4. European Championship, sollen erneut eine finnische als auch eine deutsche Auswahl in der Altersklasse der Ü-70 teilnehmen, und was kann es Schöneres geben, als dass man ein sportlich und freundschaftlich mehr als gelungenes Treffen mit Aussicht auf Wiederholung beschließt.

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