Griechenland gewinnt Albert Schweitzer Turnier29. März 2008

96:82-Finalerfolg gegen die Türkei

Griechenland hat das 24. Albert Schweitzer Turnier in Mannheim gewonnen. Im Endspiel siegten die Hellenen gegen den Erzrivalen Türkei mit 96:82 (24:24, 30:14, 15:22, 27:22) und holten sich damit den 2. Turniererfolg nach 2002.

Vor 1.850 Zuschauern und zwei großen Fanlagern begann die Partie mit viel Tempo. Die Türken waren durch Griechenlands Zone zumindest irritiert, wurden aber von den sicheren 3-Punkte-Würfen von Melih Mahmutoglu getragen. Im ersten Spielabschnitt wechselte die Führung rekordverdächtige 14 Mal. Fast folgerichtig stand es nach zehn Minuten unentschieden 24:24. Bis dato stand Turnier-MVP Nikos Pappas im Schatten seines Teamkollegen Kostas Papanikolaou, der schon zehn Punkte auf seinem Konto hatte.

Was Griechenland dann im 2. Viertel zeigte, war teilweise wie Basketball von einem anderen Stern. Bezeichenderweise war die Szene des Turnieres kein Wurf oder Dunking, sondern der unglaubliche „No look hinter dem Rücken“-Pass von Kostas Sloukas auf Baggelis Mantzaris, der in der 15. Min. nur noch zur 37:27-Führung vollstrecken musste. Die Griechen brachten jetzt schnell größere Distanz zwischen sich und die Türkei. Auch Pappas tauchte jetzt vermehrt als Scorer auf, beim 49:31 sah alles nach einer Vorentscheidung vor dem Seitenwechsel aus. Doch die Türkei kämpfte weiter, wurde aber in der Schlusssekunde durch einen Dreier von Mantzaris abrupt gebremst. Zur Pause führte Griechenland mit 54:38.

Doch der grundsätzlich positive Trend für die Türken setzte sich im 3. Viertel fort. Spätestens beim 47:54 durch Deniz Kilicli und dem 4. Foul von Griechenlands Vladimir Jovanovic hatten die Halbmond-Korbjäger ein deutliches Lebenszeichen abgegeben. Und jetzt blieben die Türken dran, verkürzten Punkt um Punkt weiter. Mahmutoglu besorgte das 58:60 in der 28. Minute. Doch wie schon zu Ende des 2. Viertels liefen auch die letzten Sekunden des 3. Spielabschnitts für die Griechen. Dieses Mal traf Pappas mit der Schlusssirene zum für die Türken ernüchternden 60:69.

Letztlich erholten sich die Türken von diesem Nackenschlag nicht mehr. Zwar konterten sie den deutlichen Rückstand nach 33 Minuten (62:77) noch einmal zum 71:81 drei Minuten später, aber danach war der Kampfgeist der Türken gebrochen, während Papanikolaou mit seinem Dreier zum 71:89 für die endgültige Entscheidung sorgte. Für den Turniersieger trafen Papanikolaou (27), Kostas Sloukas (20), Nikos Pappas (17), Baggelis Mantzaris (15) und Vladimir Jankovic (11) zweistellig, während Mahmutoglu (29), Kilicli (17), Enes Kanter (13) und Volkan Incekara (12) die besten türkischen Spieler waren.

Zum MVP des Turnieres wurde Nikolaos Pappas (Griechenland) gewählt, den Burkhard-Wildermuth-Award für den Spieler mit der größten Perspektive erhielt Enes Kanter (Türkei). Die Starting Five des Turnieres bilden:
Point Guard: Irving Walker (USA), Shooting Guard: Nikos Pappas (Griechenland), Small Forward: Tomislav Zupzic (Kroatien), Power Forward: Deniz Kilicli, Center: Enes Kanter (beide Türkei).

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