Gedanken über die Einführung einer neuen Altersgruppe7. Januar 2008

Am kommenden Wochenende nimmt die Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) nach der Weihnachtspause wieder ihren Spielbetrieb auf. Mit den verbleibenden vier Spieltagen der Hauptrunde geht es nun in die heiße Phase im Kampf um die besten Playoff-Plätze. Die NBBL-Redaktion sprach im Vorfeld mit Henning Harnisch (Foto), Mitglied des Liga-Ausschusses, über die jüngste Entwicklung.

Herr Harnisch, gut die Hälfte der zweiten NBBL-Saison ist vorüber. Wie lautet Ihr Zwischenfazit?

Harnisch: „Ich glaube, die zweite Saison beweist nachhaltig, dass diese Liga inzwischen bei allen Beteiligten angekommen und akzeptiert ist. Die Vereine sehen die NBBL inzwischen als unverzichtbaren Bestandteil der Jugendförderung an. Bestes Beispiel ist das TBB Junior Team aus Trier, das in dieser Spielzeit neu dabei ist und im Vorfeld sehr für seine Teilnahme an der NBBL gekämpft hat. Zu Recht, wie sich zeigt, denn die Trierer spielen sehr gut mit.“

Sehen Sie Unterschiede im Vergleich zur ersten NBBL-Saison?

Harnisch: „Ich glaube, dass alle Klubs organisatorisch noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht haben. Auch das sportliche Niveau erscheint mir noch etwas höher als in der Premieren-Spielzeit. Als wichtigen und richtigen Schritt erachte ich den geänderten Playoff-Modus. Dadurch, dass nur noch die vier bestplatzierten Mannschaften pro Division an der K.o.-Runde teilnehmen, ist der Wettbewerb härter – und die Teams können nicht so ohne weiteres ihre Leistungsträger schonen, wie es vielleicht noch im ersten Jahr der Fall war.“

„Ihr“ Team, ALBA Berlin, führt unter der Regie von Trainer Henrik Rödl die Division Nordost mit 20:0 Punkten unangefochten an. Welche Rolle trauen Sie der Mannschaft zu, und wer zählt für Sie zu den Favoriten auf die NBBL-Meisterschaft?

Harnisch: „Ohne Zweifel spielt ALBA Berlin bislang eine sehr gute Saison. Man muss dabei aber auch die Qualität der einzelnen Divisionen beachten. Die Leistungsdichte ist in anderen Gruppen wohl etwas höher, deshalb räume ich uns mit Blick auf die Playoffs eher Außenseiter-Chancen ein. Als Favoriten auf den Titel sehe ich natürlich den aktuellen Meister Urspring. Dort wird seit Jahren hervorragende Arbeit geleistet; nicht umsonst ist die Urspringschule Partner von ALBA Berlin. Des Weiteren habe ich den TV Langen und den TSV Tröster Breitengüßbach auf der Rechnung, wo traditionell gute Nachwuchsarbeit geleistet wird. Die Köln 99ers mit ihren drei BBL-Spielern haben auf jeden Fall das Potenzial, in den Playoffs eine große Rolle zu spielen. Und die Junior Baskets Oldenburg haben in dieser Saison viel investiert und sind mit Sicherheit auch zu beachten.“

Wenn Sie einmal über die aktuelle NBBL-Saison hinaus blicken: Welche Veränderungen können Sie sich noch vorstellen?

Harnisch: „Seit Einführung der NBBL diskutieren wir ja über die adäquate Teilnehmerzahl. Sicherlich ist es immer wichtig darüber nachzudenken, ob die 32 Mannschaften ideal sind oder ob es besser wäre, das Teilnehmerfeld zu beschränken. Außerdem machen wir uns im Liga-Ausschuss über die mittelfristige Einführung einer Altersgruppe „U16“ unter dem Dach der NBBL Gedanken, wo wir diesen jüngeren Spielern ebenfalls eine professionelle Plattform bieten könnten. Diese müsste sicher noch stärker nach regionalen Gesichtspunkten strukturiert sein, der Gedanke des bundesweiten Wettbewerbs soll dann aber spätestens mit den Playoffs wiederzufinden sein. Außerdem müssen die teilnehmenden Vereine – wie bereits jetzt im Rahmen des aktuellen NBBL-Konzepts – gewisse Standards erfüllen, damit wir auf struktureller Ebene weitere Fortschritte erreichen.“

Das Interview führte Jan Finken (Foto: www.albaberlin.de)  


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