FireGirls steigen auf!12. Mai 2014

Die TuS Bad Aibling Fireballs haben es geschafft! Mit einem 62:56-Auswärtssieg in Keltern holen sich die FireGirls den Meistertitel in der 2. Liga und steigen in die erste Damen-Basketball-Bundesliga auf. Der Außenseiter aus Aibling wuchs vor allem in der zweiten Halbzeit über sich hinaus und feierte den größten Erfolg der Vereinsgeschichte mit rund 100 mitgreisten Fans.

Das entscheidende Spiel der Bad Aibling Fireballs um die Zweitliga-Meisterschaft in Keltern begann denkbar schlecht. Der Fanbus hatte auf der Hinfahrt eine Panne. Doch die Fans packten gemeinsam an und schoben den Bus solange, bis der Motor wieder lief. Eine Szene mit Symbolcharakter, denn die die Aiblinger Fans verwandelten die Speiterling-Halle in einen Aiblinger Basketballtemepel. Minutenlange Anfeuerungen der Fans schon eine Stunde vor Spielbeginn. Die Stimmung vor dem wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte hätte nicht besser sein können.

Die Fireballs haben zwar das erste Finalspiel an selber Wirkungsstätte vor zwei Wochen verloren, doch sich auch längst rehabilitiert mit einer sensationellen Vorstellung vor einer Woche in heimischer Halle. Jetzt hatten sie im entscheidenden dritten Finalspiel in Keltern die große Chance eine sensationelle Saison mit dem Meistertitel und dem Aufstieg zu krönen.

“We have a Dream” stand auf einem großen Plakat der Aiblinger Fans. Den Traum von der 1. Bundesliga. Vorstand Stefan Bradaric hat seine “Vision” vor Jahren bereits klar formuliert und hat das entsprechende Umfeld geschaffen, in dem eine hochtalentierte Mannschaft reifen konnte. Bradaric selbst übernahm nach dem ersten verlorenen Finalspiel das Kommando an der Seitenlinie als Vertreter des gesperrten Cheftrainers Milos Kandzic, der mit seinen Assistenten Samir Tanjo, Rainer Sellhorst und Mentalcoach Peter Kwapil die Mannschaft körperlich und geistig in Topform brachte.

Jetzt aber zum Spiel! Der erste Punkt lies zwei Minuten auf sich warten. Dann erlöste Ciara Iglehart das Publikum mit einem Freiwurf-Treffer. In der Folge entwickelte sich ein Spiel mit offenen Visieren, bei dem Keltern die Nase meist knapp vorne hatte und nach dem ersten Viertel unter anderem wegen drei Dreiern mit 16:15 führte.

Es war jedoch Kalkül der Fireballs, die Gegentreffer aus der Distanz in Kauf zu nehmen und dafür unter dem Korb umso härter zu verteidigen. Aibling zeichnet sich mehr denn je in dieser Saison durch eine exzellente Defensive aus. Mehrmals liefen die 24-Sekunden Angriffszeit von Keltern ins Leere. “Die Denfensive gewinnt Meisterschaften“. An diesem ausgelutschten Spruch ist viel wahres dran, denn Bad Aibling hatte in dieser Saison einfach die beste Defensive. Keltern allerdings die beste Offensive, die drei von vier Spielen gegen Aibling für sich entscheiden konnte. Und auch nach der Hälfte des dritten Spiels sah es gut aus für den Grünen Stern Keltern. Durch zwei unnötige Fouls vor der Halbzeitpause, die nicht jeder Schiedsrichter gegeben hatte, kam Bad Aibling etwas ins Hintertreffer.

Mit 6 Punkten Rückstand gingen die Aiblingerinnen in Pause und wie von der Tarantel gestochen stürmen sie aus der Kabine. Allen voran Lena Bradaric, die sich den Ball schnappt und ihn gleich zum Auftakt in die zweite Halbzeit zwei Mal aus der Nahdistanz ins Netz donnert. Zwei Freiwürfe von Carla Bellscheidt sorgen für den Ausgleich zum 33:33. Und es wird noch besser. Der Dreier von Lena Bradaric bringt die Fireballs in Führung. Die Aufbauspielerin setzt mit ihren sieben Punkten seit der Halbzeitpause ein dickes Ausrufezeichen und impft ihrer Mannschaft damit neues Selbstbewusstsein ein. Zum Beweis: Ciara Iglehart – normalerweise für den körperbetonten Einsatz unter den Körben bekannt – trifft ebenfalls von der Dreierlinie.

Ein 12:0-Lauf der Fireballs! Ein Schlag ins Gesicht für Keltern, das mit so einer furiosen Aufholjagd wohl nicht gerechnet hatte. Die Halle längst in Aiblinger Hand. Viktoria Wohlers schnappt sich in dieser Phase einige wichtige Abpraller. Emma Duinker macht cool zwei Körbe. Und Bradaric! Immer wieder Bradaric! Mit zwei sicher verwandelten Freiwürfen, einen Rebound gefolgt von einem Solo über das gesamte Feld, abgeschlossen von einem Korbleger reißt die Nummer 13 die Zuschauer von den Sitzen. Stehende Ovationen der Aiblinger Fans sechs Minuten vor Schluss. Keltern holt nochmal zum Gegenschlag aus und Margret Dwyer trifft die Aiblingerinnen mit ihren Punkten hart. Doch wenn man hinfällt, muss man wieder aufstehen, wie nach dem Fehlpass der ansonsten stark spielenden Julijana Kancevic, der die Gäste bis auf drei Punkte wieder ranbringt. Steffi Pölder bügelt den Fehler im Handumdrehen aus und baut den Vorsprung wieder aus. Keltern gibt mit einem Dreier ein letztes Lebenszeichen von sich.

Eine Minute vor Schluss steht es 59:54 für die Fireballs als Julijana Kancevic nach einem fehlgeschlagenen Dreierversuch von Keltern zwei Freiwürfe herausholt und mit einem davon den 60. Fireballs-Punkt macht. Auch wenn es Mental-Coach Kwapil nicht gerne hören wird: Laut der Schummschen Regel gewinnt die Mannschaft, die zuerst 60 Punkt hat das Spiel. 23 Sekunden vor Schluss holt sich Kancevic einen weiteren Rebound, gibt weiter auf Bellscheidt und auch die wird gefoult. Sie trifft einen der beiden Freiwürfe zum 61:54 und Stefan Bradaric verteilt die Meistershirts. Beim Schlusspfiff brechen alle Dämme. Die Bad Aibling Fireballs sind 2.Liga-Meister. Der Aiblinger Traum von der 1. Bundesliga ist wahr geworden!

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