FIMBA: Ü45-Damen sind Vize-Europameister / Hans-Jürgen Duchstein berichtet von der FIMBA-EM28. August 2012

Wir sind zurück aus Kaunas, Litauen, einem Land, in dem Basketball wirklich gelebt wird und die Eindrücke großartig waren.

Die deutschen Damen waren ein weiteres Mal sehr erfolgreich: In einem packenden Endspiel unterlagen sie dem Team aus Lettland denkbar knapp mit 53:55, nachdem sie den gleichen Gegner in der Vorrunde noch 69:64 geschlagen hatten. Nach insgesamt fünf Vorrundensiegen (darunter ein Sieg gegen die favorisierten Russinnen aus Novosibirsk mit 54:42) waren die Damen sehr zuversichtlich in das Finale gegangen. Das Endspiel war dann von großer Nervosität geprägt und nur die überragende Tessa Winter und Sandy Tietze erreichten Normalform. Bei den Lettinnen hingegen war eine alte Bekannte, die 1,94 Meter große Zana Rosite, nicht zu stoppen. War sie mit ihrer Mannschaft 2006 in Hamburg im Endspiel noch unseren Damen unterlegen, so trugen diesmal ihre 26 Punkte entscheidend zum knappen Sieg Lettlands bei. Trotzdem: Fünf Siege bei nur einer Niederlage, und damit der zweite Platz – ein tolles Ergebnis für unsere Ü45-Damen.

Die anderen deutschen Teams hingegen waren weniger erfolgreich; das zeigen 39 Niederlagen bei nur 22 Siegen in 61 Spielen aller deutschen Mannschaften.

Den Ü40-Damen gelangte in vier Spielen kein Sieg, wobei man im letzten Spiel gegen Lettland nur mit 55:57 unterlag und somit den siebten Platz belegte. Aber die Truppe um Carmen Bittenbender will unbedingt weitermachen. Sie und ihr Team haben schon Pläne für 2013 in Thessaloniki.

Die Ü50-Damen konnten zwar zwei Siege in fünf Spielen einfahren, aber das bedeutete auch nur den siebten Platz. Die Medaillenträume waren auch hier nicht zu realisieren.

Nicht viel anders erging es den Männern, die mit großen Hoffnungen gestartet waren. Auch hier waren wir weit von den Medaillen entfernt. Zwei Mal Platz fünf waren die besten Platzierungen im Herrenbereich.

Die Ü40-Truppe musste lernen, dass man mit acht bzw. am Ende nur noch mit sieben Spielern in einer so hochkarätigen Meisterschaft nicht bestehen kann. Die Truppe um den überragenden Dean Jenko (bester Scorer, bester Rebounder und bester Assistgeber) zeigte zwar tolle Spiele, scheiterte aber an den personellen Alternativen (ein Sieg bei vier Niederlagen) und musste sich mit Platz acht zufrieden geben. Hier muss für 2013 in Thessaloniki schnell Abhilfe geschaffen werden, um das Potential dieser Mannschaft voll auszuschöpfen.

Die Mannschaft von Frank Retzlaff (Ü45) erzielte zwei Siege, diesen standen aber drei Niederlagen gegenüber und das reichte am Ende nur zu Platz zehn.

In der Kategorie 50+ waren drei Mannschaften am Start, die Truppe um Rainer Greunke erreichte bei zwei Siegen und drei Niederlagen von 20 Mannschaften den elften Platz. Das ist durchaus akzeptabel, wenn man bedenkt, dass die Mannschaft fast völlig neu zusammengestellt wurde.

Das Team aus München wurde 16. und das Team aus Hamburg belegte in dieser Kategorie den 19. Platz. Dieses Ergebnis hätte genauso gut andersherum sein können, denn in der Zwischenrunde (Platz 13 bis 20) trafen die beiden Mannschaften aufeinander. In einer spannenden und kampfbetonten Partie setzten sich schließlich die Münchner mit 57:49 verdient durch, da die Hamburger besonders in der Endphase zu viele Fehler machten.

Auch in der Kategorie Ü55 waren wir doppelt vertreten, wobei die Mannschaft von Uwe Horn nicht gerade vom Lösglück begünstigt war. Sie trafen schon frühzeitig auf Moldawien und Litauen und hatten nach Niederlagen gegen den späteren Dritten und den Europameister Litauen keine Chance auf eine bessere Platzierung. So blieb nur Platz sechs, da beim letzten Spiel nicht mehr genügend Spieler auf dem Platz standen.

Den fünften Platz belegte die zweite deutsche Mannschaft mit Jürgen Freybe, die am Ende zwei Siege und drei Niederlagen auf ihrem Konto hatte.

Großes Verletzungspech und das erstmalige Fehlen von Ralph Ogden kennzeichneten die Spiele der Ü60-Mannschaft. Das erste Spiel wurde zwar nach großem Kampf gegen Slowenien gewonnen, aber im zweiten Spiel traf es die Mannschaft ganz hart. In diesem sehr wichtigen Spiel für das Weiterkommen verletzten sich mit Manfred Ballarin und Dave Vasak zwei Spieler so schwer, dass für sie das Turnier bereits beendet war und die Mannschaft trotz aufopferungsvollem Einsatz mit 37:48 gegen die Ukraine verlor. So blieb nach zwei weiteren Niederlagen und einem Sieg am Ende nur Platz zehn, sicher nicht der Platz, der im Vorfeld erwartet worden war.

Vier Spiele musste unsere Ü65-Mannschaft bestreiten und auch das Team um Didi Keller musste einsehen, dass die Trauben in Kaunas sehr hoch hingen. Nach drei Niederlagen wurde durch einen 51:34-Sieg über Finnland noch der 5. Platz erreicht und damit das Turnier versöhnlich abgeschlossen.

Als Fazit bleibt: Die Damen haben uns bei einem Turnier der Superlative mal wieder rausgerissen. Der zweite Platz der Ü45-Mannschaft ist große Klasse und verdient Anerkennung.

Wir haben ein ausgezeichnet organisiertes Turnier in Kaunas erlebt, in tollen Hallen, mit ausgezeichneten Helfern, Organisatoren und Schiedsrichtern (besonders den deutschen Axel Rieck und Niels Henning, der zusätzlich noch Schiedsrichterkoordinator war). Vielen Dank nach Kaunas, wir freuen uns alle auf die WM vom 12.- 21. Juli 2013 in Thessaloniki, Griechenland.

Bis bald

Euer Ducki

Hans-Jürgen Duchstein (Deutscher Repräsentant der Fimba)

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