EuroBasket 2013, Tageszusammenfassung 2. Spieltag6. September 2013

Nach dem zweiten Spieltag der Eurobasket 2013 gibt es in Slowenien nur noch sieben ungeschlagene Mannschaften. In der deutschen Gruppe A ist einzig der nächste Gegner der DBB-Auswahl, die Ukraine, ohne Niederlage. Das Team von Trainer Mike Fratello bezwang am Mittwoch Israel 74:67, womit die Israelis als einzige Mannschaft in der Gruppe A noch auf ihren ersten Sieg warten. Frankreich meldete sich unterdessen mit einem 88:65 über Großbritannien zurück und bildet nun zusammen mit den Briten, Deutschland und Belgien mit je 1:1 Siegen das Mittelfeld der damit noch sehr offenen Gruppe.

In der Gruppe B sind Lettland (73:72 über Montenegro) und Serbien (77:67 über das noch sieglose Bosnien-Herzegowina) noch ungeschlagen. Litauen landete mit 75:67 über das noch sieglose Mazedonien seinen ersten Sieg. In der Gruppe C war der 78:69-Sieg Sloweniens über den Titelverteidiger Spanien natürlich das Highlight des zweiten Spieltags. Die Slowenen führen die Gruppe jetzt mit 2:0 Siegen an. Polen ist nach seinem 68:69 gegen Tschechien als einzige Mannschaft noch ohne Sieg, nachdem Kroatien mit 77:76 über Georgien der erste Sieg gelang.

In Gruppe D haben sich mit Griechenland (80:71 über Russland), Italien (90:75 über die Türkei) und Finnland (81:60 über Schweden) bereits drei Teams mit je 2:0 Siegen deutlich von den anderen drei noch sieglosen Mannschaften abgesetzt.

Gruppe A (Ljubljana)

Israel startete mit 1/5 Würfen und 4 Ballverlusten schwach gegen die Ukraine, die mit besserer Wurfausbeute 11:2 in Führung ging. Mit dem bulligen Kyril Natyashko (8 Punkte im ersten Viertel) waren die Ukrainer auch unter den Körben stärker, wo für die Israelis einzig Lior Eliyahu für Gefahr sorgte. Da zudem Israels Star Omri Casspi kaum zum Zuge kam, hatte die mit zehn Akteuren kräftig durchrotierende Ukraine wenig Mühe, die früh erspielte Führung mit in die Halbzeitpause zu nehmen (35:26). Nach dem Seitenwechsel zog Israel mit aggressiverer Verteidigung an und glich auf 40:40 aus, doch ein technisches Foul von Raviv Limonad und das frühe 5. Foul von Center Ido Kozikaro brachte wieder Sand ins Getriebe. Forward Maksym Pustozvonov schraubte mit seinem dritten Dreier die ukrainische Führung zur letzten Viertelpause wieder auf 53:46. Im Schlussviertel erhöhte der stärker werdende Center Vjacheslav Kravtsov (15 Punkte und 8 Rebounds) auf 58:48, doch diese Führung wurde mit fünf teilweise leichtfertigen Ballverlusten schnell wieder verspielt: Limonad und Yaniv Green verkürzten auf 58:57. In der anbrechenden Schlussphase setzte Israel auf Würfe von außen, wo Casspi und Afik Nissim (mit 12 Punkten Israels Topscorer) jedoch nichts trafen. Sergej Gladyr (mit 17 Punkten Topscorer der Ukraine) machte es besser. Der anschließende Dunking von Maxym Korniyenko (auf Anspiel des über weite Phasen unscheinbaren Eugene Jeter) zum 69:62 sorgte für die Vorentscheidung (Endstand 74:67).

Frankreich ließ sich von Großbritannien nicht noch einmal so auf dem falschen Fuß erwischen wie tags zuvor gegen Deutschland und kam mit 88:65 zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und ließ sich auch nicht von der Zonenverteidigung der Briten aus dem Konzept bringen. Mit Nicolas Batum (17), Tony Parker (16), Mickael Gelabale (11) und Nando DeColo (11) sorgten vor allem die Außenspieler mit einer Trefferquote von 56 Prozent für die Korberfolge. Für Großbritannien war Power Forward Daniel Clark (17 Punkte, 4/6 Dreier) am erfolgreichsten.

Gruppe B (Jesenice)

Wie tags zuvor Bosnien-Herzegowina tat sich auch Montenegro schwer, die innen mit ihrem Center Rolands Freimanis (12 Punkte und 7 Rebounds) sehr aggressiv und effektiv attackierenden Letten  zu stoppen. 13 Punkte und 6 Rebounds durch Blagota Sekulic waren zu wenig, um die Abschussschwächen von Nikola Vucevic (1/7) und Bojan Dubljevic (3/9) zu kompensieren. So ruhten am Ende einer dramatischen Partie die montenegrinischen Hoffnungen wieder auf Tyrese Rice (24 Punkte und 5 Assists), der sein Team elf Sekunden vor Schluss mit einem Dreipunktspiel  72:71 in Führung brachte. Das letzte Wort hatte jedoch Lettlands Topscorer Kristaps Janicenoks (15 Punkte): Der Ex-Bonner verwandelte zur Sirene einen smarten Sprungwurf zu Lettlands 73:72-Sieg.

Serbien machte gegen Bosnien-Herzegowina ab der sechsten Minute (11:10) kurzen Prozess. Nach zehn Minuten stand es schon 28:16, zur Halbzeit 45:31. Obwohl Trainer Dusan Ivkovic seine Stars nach dem Seitenwechsel schonte, blieb der 77:67-Sieg ungefährdet. Bester Scorer der Serben war Spielmacher Stefan Markovic, der seinen 15 Punkten 7 Rebounds und 3 Assists zufügte. Bester Bosnier war Nihad Djedovic mit 17 Punkten, 7 Rebounds und 5 Assists.

Litauen revanchierte sich mit einem 75:67 über Mazedonien für die vor zwei Jahren bei der EM im eigenen Land im Viertelfinale gegen denselben Gegner erlittene Niederlage. Allerdings mussten die Litauer um den nicht nur mit 5 Assists, sondern auch als Topscorer (17 Punkte) glänzenden Mantas Kalnietis lange um den Sieg zittern, denn die vom routinierten Vlado Ilievski (13 Punkte und 4 Assists) angeführten Mazedonier lagen zwar zumeist hinten, ließen sich aber nie abschütteln und Pero Antic brachte sie 53 Sekunden vor Schluss mit einem Dreier zum 69:65 noch einmal gefährlich heran.

Gruppe C (Celje)

Das 40 Minuten umkämpfte Spiel zwischen Kroatien und Georgien stand ganz im Zeichen des hochklassigen Spielmacher-Duells. Georgiens Georgi Tsintsadze gewann dieses Duell mit 25 Punkten und 5 Assists zwar nach Zahlen. Als Sieger verließ indes Kroatiens Dontaye Draper das Parkett, der zehn seiner 16 Punkte in der Crunch-Time markierte und sechs Sekunden vor Schluss den spielentscheidenden Pass auf Center Ante Tomic gab, der mit einem Korbleger Kroatiens 77:76-Sieg sicherstellte. Zweitbester Werfer der mit 11/22 Dreiern imponierenden Kroaten war Shooting Guard Bogdan Bogdanovic (15), bei den Georgiern markierte Ricky Hickman 20 Punkte (3/3 Dreier).

Den von Dirk Bauermann trainierten Polen merkte man an, dass sie nach der Auftaktniederlage gegen Georgien etwas gutmachen wollten. Aber die frühe 25:12-Führung schmolz schon im zweiten Viertel dahin (38:34 zur Halbzeit). Im Schlussviertel legten Michal Ignerski (mit 17 Zählern Polens Topscorer) und Maciej Lampe (14) einen 13:0-Lauf zur 66:58-Führung hin, der jedoch von den Tschechen in den letzten zwei Minuten eiskalt mit einem 11:2-Lauf zum glücklichen 69:68-Sieg beantwortet wurde. Held dieses Endspurts war Lubos Barton mit zwei Dreiern in der letzten Spielminute. Topscorer der Tschechen war Center Jan Vesely mit 23 Punkten und 14 Rebounds.

Gastgeber Slowenien bewies, angeführt vom überragenden Spielmacher Goran Dragic (18 Punkte und 7 Assists) beim 78:69 über Spanien vor allem in der zweiten Halbzeit sein großes Offensivpotenzial, als es gegen den Titelverteidiger 51 Punkte markierte. Ebenfalls zweistellig punkteten Zoran Dragic (12) und Bostjan Nachbar (14). Die Spanier, die im zweiten Durchgang die aggressiven slowenischen Fastbreaks nicht stoppen konnten, hatten in Center Marc Gasol (17 Punkte und 7 Rebounds) und Spielmacher Jose Calderon (14 Punkte und 4 Assists) ihre besten Spieler.

Gruppe D (Koper)

Das skandinavische Duell zwischen Finnland und Schweden war von Beginn an von hochprozentigen Wurfquoten aus der Distanz geprägt (27:27 nach dem ersten Viertel), doch als die finnische Defense im zweiten Viertel ihren Rhythmus fand, traf nur noch das Team von Henrik Dettmann (48:31 zu Halbzeit), das sich hinter Center Gerald Lee (14 Punkte) und Kimmo Muurinen (12) auch in der Scorerliste sehr ausgeglichen präsentierte, während bei Schweden einmal mehr Jeff Taylor (19) als Alleinunterhalter auftrat.

Die Türkei hatte vor dem Spiel gegen die Italiener offenbar besseres Zielwasser getrunken als tags zuvor gegen Finnland und ging 17:12 in Führung. Doch Center Nicolo Melli und Marco Belinelli drehten das Spiel noch vor der ersten Viertelpause in Richtung der Italiener. Pietro Aradori (23 Punkte), Alessandro Gentile (20) und Marco Belinelli (17) schossen die Türken mit 11/19 Dreiern l nach der Pause regelrecht ab (Endstand 90:75). Beste Werfer der Türken waren Hidayet Türkoglu und Ömer Asik mit je 12 Zählern.

Griechenland bewahrte seine weiße Weste mit einem 80:71-Sieg über Russland, der nicht zuletzt deshalb schwerer fiel als erwartet, weil die Griechen das Spiel ohne ihren Spielmacher Vasilis Spanoulis beenden mussten, der mit einem verstauchten Knöchel ausschied. Alexej Shved führte die Russen mit 17 Punkten an. Die Griechen hatten  fünf Scorer mit 10 bzw. 11 Zählern, wobei Center Lukas Mavrokefalidis die Big Points markierte. Mit Spannung warten die Griechen nun auf die Nachricht, wie lange Spanoulis ausfällt. Dabei haben sie Glück im Unglück, denn am Freitag legen die Gruppen C und D eine Spielpause ein.

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