EM-Quali: Damen verlieren erstes Spiel8. Juni 2014

Die Damen des Deutschen Basketball Bundes (DBB) sind mit einer knappen Niederlage in die EM-Qualifikation gestartet. Das Team von Bundestrainerin Alexandra Maerz verlor gegen Montenegro mit 52:63 (19:23, 17:15, 9:15, 8:10). Deutschland hielt eine Halbzeit lang gut mit, am Ende fehlte das nötige Quäntchen Glück. Aus einer geschlossenen Mannschaft ragte Anne Breitreiner mit 15 Punkten als Topscorerin heraus. Bereits am Mittwoch haben die Damen die Möglichkeit, Revanche zu nehmen. Dann empfangen sie in der Hagener Enervie Arena (19:30 Uhr) Montenegro zum zweiten Gruppenspiel.

Alex Maerz schickte Romy Bär, Anne Breitreiner, Margret Skuballa, Lisa Koop und Svenja Brunckhorst zu Beginn aufs Feld. Montenegro hatte kurzfristig Eshaya Murphy eingebürgert. Die US-Amerikanerin ist zweitbeste Euroleague-Scorerin und WNBA-Spielerin. Auch ohne sie in der Startformation ging Montenegro schnell 4:0 in Führung, ehe Anne Breitreiner an der Freiwurflinie die ersten Punkte für Deutschland erzielte. Dabei blieb es jedoch erst mal. Die Anfangsphase gehörte klar den Gastgeberinnen, die auf beiden Seiten das Spiel im Griff hatten und von den Fehlern und der Nervosität der DBB-Damen profitierten. 4:13 stand es nach vier Minuten. Breitreiner traf mit ihrem siebten Punkt zum 7:13, auf der Gegenseite war Montenegro ebenfalls per Dreier erfolgreich (7:16, 5. Min.). Angeführt von einer stark aufspielenden Anne Breitreiner, verkürzten die ING-DiBa-Korbjägerinnen zum Ende des Viertels auf 15:19 (zwei Dreier durch Breitreiner). Montenegro konterte nach der Auszeit mit zwei schnellen Korberfolgen und zog wieder auf 23:15 davon. Zum ersten Mal nach ihrer Verletzung im ersten Vorbereitungsspiel kam Tina Menz in der achten Minute zum Einsatz. Svenja Brunckhorst und Katharina Fikiel verkürzten zum Viertelende auf 19:23.

Das zweite Viertel begann ausgeglichen. Die Treffer von Bär und Skuballa konterte Montenegro, so dass es nach 13 Minuten 23:28 hieß. Deutschland hatte in dieser Phase mit einigen Ballverlusten zu kämpfen, trotzdem hielten sie den Rückstand bei 27:31 (15. Min.), wobei Breitreiner auch beim fünften Wurf ohne Fehlversuch blieb. Insgesamt war die Wurfauswahl des DBB-Teams gut, die Gastgeber hatten jedoch Mitte des zweiten Viertels bereits 13 Wurfversuche mehr und führten mit 35:29, ehe Svenja Brunckhorst per And-One erfolgreich zum Abschluss kam und Maggie Skuballa nach gutem Anspiel von Bär zum 34:36 verkürzte (19. Min.). Kurz vor dem Pausenpfiff war es dann Romy Bär, die den Ausgleich zum 36:36 erzielte. Montenegro holte sich an der Freiwurflinie die Führung zurück. Mit 36:38 ging es in die Pause.

Montenegro erwischte den besseren Start ins dritte Viertel. Nach einem erfolgreichen Freiwurf von Brunckhorst erzielten die Gastgeberinnen nach 23 Minuten das 42:37. Auf beiden Seiten schlichen sich zahlreiche Fehler ein und beide Teams blieben mehr als zwei Minuten ohne Korberfolg. Anne Breitreiner musste nach ihrem vierten Foul früh auf die Bank. Ireti Amojo und Katharina Fikiel netzten schließlich Mitte des Viertels zum 41:42 ein. Hervorragend blieb auf deutscher Seite die Wurfquote, lediglich in Sachen Ballverlusten wies Montenegro die besseren Statistiken auf. Genau aus solch einer Situation erzielten die Gastgeberinnen ihren ersten Korb zum 41:44 und legten kurz darauf nach (41:46, 28. Min.). Murphy, die eingebürgerte US-Amerikanerin zeigte in dieser Phase ihre ganze Klasse und brachte Montenegro zum Ende des dritten Viertels mit 53:45 in Führung.

Doch die DBB-Damen zeigten sich davon unbeeindruckt und überzeugten zu Beginn des letzten Spielabschnitts. Fikiel, Bär und Brunckhorst verkürzten auf 51:55 (33. Min.). Dann allerdings leisteten sich die Schützlinge von Alexandra Maerz in knapp zwei Minuten drei Ballverluste; Montenegro konnte daraus aber keinen Profit schlagen. Mitte des Viertels traf Murphy zum 51:57. Nach dem 51:59 (37. Min.) nahm Maerz eine Auszeit. Deutschland war jetzt über fünf Minuten ohne Korberfolg. Dies änderte sich auch nach der Auszeit nicht. Drei weitere Ballverluste besiegelten dann die Niederlage im ersten EM-Qualifikationsspiel. Fast acht Minuten bleiben die DBB-Damen ohne Korberfolg und müssen sich am Ende Montenegro mit 52:63  geschlagen geben. Am Mittwoch kommt es in der Hagener Enervie Arena zum zweiten Aufeinandertreffen.

Bundestrainerin Alexandra Maerz ist trotz der Niederlage optimistisch: “Die erste Halbzeit stimmt mich positiv. Wir haben zwar den Start verschlafen, dann aber sehr gut gespielt. Gerade in der Defensive sind wir gut gestanden und waren aufmerksam. Am Ende des zweiten Viertels haben wir dann offensiv etwas den Faden verloren und das Momentum war dann auf der Seite Montenegros. Hätten wir Mitte des letzten Viertels einen Korb erzielt, wäre es vielleicht anders ausgegangen. So bleibt zu sagen, dass sie nicht unschlagbar sind. Auch wenn sie individuell, gerade durch Murphy, sehr stark sind, können wir als Team mithalten. Wir werden jetzt an den Offensiv-Systemen arbeiten und dann können wir sie vor heimischem Publikum in Hagen schlagen. Da bin ich mir sicher.”

Für Deutschland spielten:
Ireti Amojo (ohne Verein, 2 Punkte), Romy Bär (Union Lyon Basket Feminin/FRA, 8), Anne Breitreiner (TSV Wasserburg, 15), Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 11), Nelli Dietrich (TV Langen / Rhein-Main Baskets, dnp), Katharina Fikiel (SV Halle Lions, 10, 8 Rebounds), Sonja Greinacher (Gonzaga University/USA),  Lisa Koop (Herner TC), Tina Menz (ChemCats Chemnitz), Finja Schaake (BC pharmaserv Marburg, dnp), Margret Skuballa (BC pharmaserv Marburg, 6), Stephanie Wagner (TSV Wasserburg).

Ergebnisse Gruppe D
Montenegro – Deutschland: 63:52
Ukraine – Finnland: 83:49

Tabelle Gruppe D
1. Ukraine
2. Montenegro
3. Deutschland
4. Finnland

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