Eintracht Frankfurt ist U14-Meister19. Juni 2014

Am vergangenen Wochenende fand in Lichtenrade, dem südlichsten Zipfel Berlin die Endrunde der Deutschen Meisterschaft der männlichen U14 statt.

Ausrichter VfL Lichtenrade stellte einen würdigen Rahmen bereit in einer niegelnagelneuen Halle mit den Unique Cheers, der Nationalhymne gesungen mit Tropetenbegleitung und viel Musik und Bratwurst. Am Ende übergab Rüdiger Jakob aus dem DBB-Jugendausschuss den Meisterwimpel an die glückliche Mannschaft von Eintracht Frankfurt, die Basketball Ulm/ Neu-Ulm nach Verlängerung im Finale geschlagen hatten. Auch die Halbfinals am Tag vorher wurden jeweils nur mit drei Punkten Differnz gewonnen. Hier trafen sich also vier U14-Teams auf Augenhöhe.

Spielbericht: VfL Lichtenrade vs. Ulm

Das erste Halbfinale spielte der VfL gegen den Bundesliganachwuchs aus Ulm. Die Gäste starteten aggressiv in die Partie, was die Lichtenrader Spieler etwas verunsicherte. Bereits nach 48 Sekunden sah man sich einem 0:6 Rückstand hinterherlaufen. Besonders im ersten Spielabschnitt produzierte man zu viele Ballverluste gegen die sehr weit aufrückende Ulmer Pressverteidigung. Eine Auszeit von Coach Velten brachte etwas mehr Ruhe und Rhythmus in das Lichtenrader Angriffsspiel. Das Spiel war nun ausgeglichen und mit einem knappen 18:22 endete das 1.Viertel. Auch im 2.Viertel blieb es eng, vor allem in der Defense der Ulmer. Die Süddeutschen belagerten die eigene Zone, so dass es den Lichtenrader Spielern fast unmöglich war zu scoren. Trotzdem blieb man bis zur Halbzeit dran und ging mit einem 36:43 Rückstand in die Pause.  Im 3.Viertel änderte sich erstmal nicht viel am Spiel. Jedoch kam nun Ulms ungarischer Center Mate Fazekas besser ins Spiel. In der ersten Halbzeit noch mit Foulproblemen lange Zeit auf der Bank gewesen, scorte der bullige 2,06m Riese zehn seiner 12 Punkte in der 2.Halbzeit. Insgesamt machte Lira Center Philip Bartelsmann jedoch einen super Job in der Defense. Die Lichtenrader gaben auch im 3.Viertel nicht auf, machten sich das Leben jedoch immer selber schwer, da Ulm oft zweite und dritte Wurfchancen gestattet wurden. Mit einem 50:57 Rückstand ging man in die letzten zehn Minuten. Hier startet man wie die Feuerwehr und verkürzte innerhalb von zwei Minuten auf 57:59. Beide Teams agierten nun auf Augenhöhe. Angefeuert von vielen mitgereisten Fans gaben sich aber auch die Ulmer nicht auf. Insgesamt fünf Führungswechsel gab es in den letzten drei Spielminuten. Kurz vor Schluss bei einem Punkt Rückstand erzwang die Lira Defense einen schwierigen Wurf, jedoch landete der Rebound wie so oft bei einem Ulmer. Diese nutzen ihre Freiwürfe und gewannen das Spiel am Ende mit 71:68.
Punkteverteilung Lichtenrade: Mattisseck: 37 Punkte/11 Rebounds/6 Assists, Militar: 15/11, Bertelsmann: 11/14
Punkteverteilung Ulm: Köpple: 20, Puhali: 10, Fazekas: 12/8

Spielbericht: TuS Lichterfelde vs. Eintracht Frankfurt

Im zweiten Halbfinale traf der TuS Lichterfelde und Eintracht Frankfurt aufeinander. Frankfurt startete mit viel Selbstbewusstsein gegen den Favoriten aus Lichterfelde in das Spiel. Auf Berliner Seite scorte vor allem Forward Ben Post, doch die Frankfurter hielten dagegen und kontrollierten defensiv TuSli Big Men Hendrik Drescher. So stand es nach zehn Minuten 14:11 für die Süddeutschen. In einem von der Defense geprägten 2.Viertel kämpften beide Teams verbissen um jeden Ball. Frankfurts Guard Jim Gietz traf einen wichtigen Dreier und so ging es mit einer 25:18 Führung in die Halbzeit. Wer gedacht hatte die Meisterschaftsfavoriten aus Lichterfelde würden nun zurück schlagen, sah sich zunächst getäuscht. Die Eintracht aus Frankfurt schraubte ihre Führung sogar noch höher, führte zwischenzeitlich sogar zweistellig, zum Ende des 3.Viertels verkürzte Tusli noch auf 36:28. Auch im 4.Viertel gelang es den Berlinern nicht dichter heran zu kommen. Eine Minute vor Ende sah Frankfurt schon wie der sichere Sieger aus, doch TuSli fightete und kämpfte sich Punk für Punkt heran. Leider jedoch zu spät, denn die Zeit lief für Frankfurt die nach der Schlusssirene mit 51:48 gewannen und damit ins Finale einzogen.

Spielbericht: VfL Lichtenrade vs. TuS Lichterfelde

Am Sonntag um 10 Uhr kam es dann im Spiel um Platz 3 wieder ein Mal zum Berlin Klassiker Lira gegen TuSli. Den bislang einzigen Saisonsieg konnte das Team von Jan Velten erst vor zwei Wochen in der Zwischenrunde erkämpfen. Mit mächtiger Wut im Bauch startete TuSli dementsprechend ins Spiel. Lichtenrade startete ohne den angeschlagenen Jonas Mattisseck ins Spiel und brauchte eine Weile um sich zu finden. Der am Vortag noch glücklose Jeffrey Millitar übernahm nun Verantwortung und zog sein Team mit. So erkämpfte sich der Gastgeber eine knappe 15:14 Führung nach dem 1.Viertel. Was TuSli dann im zweiten Spielabschnitt zeigte überraschte die Lichtenrader dann jedoch. Mit 24:11 gewann der Rekordchampion dieses Abschnitt für sich und somit sahen sich die Lichtenrader wie schon so oft in diesem Jahr mit einem Rückstand konfrontiert. 26:38 stand nach 20 Minuten auf der Anzeigetafel. In der zweiten Halbzeit kämpften sich die Hausherren immer wieder herran, doch TuSli’s Bank, die gesten noch blass geblieben war, zeigte nun ihre Qualitäten. Insgesamt 22 Punkte konnten die Bankspieler beisteuern. Trotzdem konnte Lira das Viertel knapp mit 14:12 für sich entscheiden und somit ging es mit 40:50 in die letzten zehn Saisonminuten. Hier versuchte man nochmals den Rückstand zu verkürzen, doch es fehlte die Kraft und auch das nötige Wurfglück um den Favoriten zu ärgern. Als 1:35 Minute vor Schluss Jonas Mattisseck und Jeffrey Militar ausgewechselt wurden gab es Standing Ovations. TuSli entschied das Spiel am Ende mit 68:55 für sich.
Punkteverteilung Lichtenrade: Mattisseck: 22 Punkte/2 Rebounds, Militar:20/12,
Punkteverteilung TuS Lichterfelde: Drescher: 18/19, Hornemann: 15, Dörr: 14/7

Spielbericht: Endspiel Ulm vs. Eintracht Frankfurt

Im Finale standen sich dann Ulm und Frankfurt gegenüber. Auch dieses Südduell gab es über die Saison hinweg schon einige Male, wobei beide Teams Siege und Niederlage vorzuweisen hatten. Es war also alles angerichtet für ein packendes Finale. Wie bereits am Samstag pressten die Ulmer von Anfang an über das gesamte Feld, doch Frankfurt war gut vorbereitet und leistete sich nur wenige Ballverluste gegen die Presse. Trotzdem kam Ulm durch gute Penetrations immer wieder zum Korb und konnte sich nach dem 1.Viertel eine sechs Punkte Führung erspielen, 22:16. Die ersten Minuten des 2.Viertels verliefen ähnlich, erst eine Auszeit von Frankfurts Trainer Olaf Kanngießer brach den Ulmer Run. Mit deutlich verbesserter Defense kämpfte sich Frankfurt zurück ins Spiel. Lediglich sechs Ulmer Punkte ließen sie in den letzten fünf Minuten vor der Halbzeit zu. Mit 22:16 ging der Abschnitt an die Hessen und mit einem leistungsrechten 38:38 ging es die Kabine. Nach dem Seitenwechsel machte Frankfurt dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Besonders Centerspieler Noah Litzbach rieb sich auf. Gegen Ulms Center machte er einen super Job und auch Offensiv fand er nun sein Spiel. Mit einer vier Punkte Führung ging es in das vierte Viertel. Die Ulmer kämpften sich nun zurück, übernahmen zeitweise sogar wieder die Führung, hatten jedoch auch Probleme mit ihrer Foulbelastung. Frankfurt nutze dies und sah kurz vor Ende fast schon wie der Sieger aus. Ulm kam jedoch zurück und hatte mit dem letzten Wurf sogar noch die Chance auf den Sieg. Doch der Wurf verfehlte sein Ziel. Es ging in die Verlängerung. Spätestens jetzt machte sich die saubere Verteidig der Frankfurter bezahlt. Bei den Ulmern mussten gleich vier Spieler vorzeitig das Spielfeld verlassen. Spätestens nach einem unsportlichen Foul gegen Jan Hanzalek und den daraus resultierenden Freiwürfen war das Spiel entschieden. Ulm versuchte durch stop-the-clock noch ein Mal zu verkürzen, doch das änderte nichts mehr. Schlussendlich gewann Eintracht Frankfurt mit 86:77 und darf sich verdient deutscher Meister nennen.
Punkteverteilung Frankfurt: Gietz: 25, Onyja 22/10,Lietzbach: 21/10, Loth: 11/6
Punkteverteilung Ulm: Köpple: 15/6, Puhali: 20, Fazekas: 9/7

Berichte: VfL Lichtenrade (Stefan Rudolph)

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