Dirk Nowitzki im Interview4. Oktober 2012

Fragen an Basketball-Superstar Dirk Nowitzki nach seiner Ankunft in Berlin.

Willkommen in Berlin, Herr Nowitzki. Haben Sie den Flug gut überstanden?

Dirk Nowitzki: «Ja, der Flug war sehr gut. Wir sind mit unserem eigenen Flieger geflogen. Der erste Tag ist immer heftig, ein bisschen Jetlag. Aber da muss man sich durchkämpfen und sehen, dass man in den Rhythmus kommt.»

(Pressebetreuer) Scott Tomlin hat gesagt, dass einzig Schlaf für Sie in den kommenden Tagen nicht eingeplant ist. Worauf freuen Sie sich bei dem Euro-Trip am meisten?

Nowitzki: «Es ist klar, dass viel los ist. Davon habe ich immer geträumt, dass wir einmal mit den Mavericks in Deutschland spielen. Es waren ja schon einige Spiele in Europa, auch in Berlin und Köln. Es war immer frustrierend zu sehen, dass wir nie dabei waren. Dass die Woche schon sehr hektisch wird, ist mir klar. Aber ich glaube schon, dass ich die Zeit auch genießen kann. Die Familie ist da, es kommen viele Freunde aus Würzburg, die sich schon lange auf das Spiel freuen. Von daher wird das eine tolle Sache.»

Haben Sie schon die erhofften Karten für den Clásico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid bekommen?

Nowitzki: «Es wird schwer, selbst mein Sponsor Nike kann da kaum was machen. Das wäre ein Riesenerlebnis, ich war einmal in Barcelona im Stadion. Ich habe ja damals, bevor ich in die NBA gegangen bin, überlegt, ob ich nach Barcelona wechsle, und da habe ich eine Tour durch das Stadion gemacht. Das ist schon der Wahnsinn. Ich würde mich freuen, wenn es mit den Tickets klappt.»

In der vergangenen Woche ist die Vorbereitung mit den Mavericks losgegangen. Wie weit ist das Team, was kann man am Samstagabend gegen ALBA Berlin erwarten?

Nowitzki: «Das ist schwer zu sagen. Berlin ist voll im Rausch, hat gut angefangen gegen Quakenbrück, sie sind topfit. Wir haben gerade erst angefangen. Ich hoffe, dass es keine Blamage wird. Wir haben viele neue Leute und trainieren erst seit vier, fünf Tagen. Es wird nicht ganz leicht, aber wir werden das Beste draus machen und sehen, dass wir uns am Samstag als Mannschaft präsentieren. Erst einmal müssen sich alle an das Klima im Team und die Systeme gewöhnen. Aber ich hoffe, dass wir trotzdem einigermaßen aussehen.»

Sehen Sie die Tage in Berlin als Geschäftsreise für die NBA, als Trip mit den Mavericks oder als Heimaturlaub?

Nowitzki: «Von allem ein bisschen, würde ich sagen. Heimaturlaub ist es glaube ich eher nicht, da wäre ich ja eher in Würzburg  unterwegs. Es ist für mich eine Ehre, dass wir ein Spiel in Deutschland gekriegt haben. Aber natürlich geht es auch darum, dass wir als Team besser werden. Von daher wollen wir aus den Spielen hier natürlich auch was rausziehen und hier einen Schritt nach vorne machen. Darüber hinaus waren viele meiner Kollegen noch nie raus aus den USA, von daher ist es natürlich toll für sie, dass sie hier eine neue Kultur sehen.»

Wie schwer oder einfach war es, in diesem Sommer die Motivation zu finden?

Nowitzki: «Ich hatte viel Zeit. Von daher habe ich mich schon gefreut, dass es wieder losgeht. Und die ersten Tage haben schon viel Spaß gemacht, auch wenn wir natürlich sehr hart gearbeitet haben. Wir sind zweimal am Tag wie die Wilden durch die Halle gelaufen, aber in der neuen Truppe steckt schon Potenzial drin. Das kann schon Spaß machen.»

Donnie Nelson hat in der «Süddeutschen Zeitung» gesagt, dass Sie noch locker mindestens fünf Jahre spielen können und dass er sich sehr wünschen würde, dass Sie nach der Karriere in die Organisation der Mavericks gehen. Gibt es da schon konkrete Pläne?

Nowitzki: «So weit habe ich noch gar nicht vorgedacht, ich bin eigentlich der Typ, der keine langfristigen Planungen macht, weil in unserem Job so viel passieren kann. Ich habe noch zwei Jahre in Dallas Vertrag, und dann muss man mal schauen, ob es mir noch Spaß macht und ob der Körper noch mitmacht. Dem Basketball erhalten bleiben werde ich auf jeden Fall auch nach meiner Karriere, in  welcher Funktion, ist weit weg. Dallas ist aber schon wie eine neue Heimat für mich. Dass ich da nicht ganz meine Zelte abbreche, ist klar.»
Mit freundlicher Genehmigung der dpa

 

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