DBB trauert um Paul G. Pätzel6. November 2009

Ehemaliger DBB-Vizepräsident und Initiator der Fachzeitschrift „Basketball“ verstarb im Alter von 92 Jahren

Der Deutsche Basketball Bund (DBB) trauert um Paul G. Pätzel. Der ehemalige DBB-Vizepräsident verstarb am gestrigen Donnerstag, 5. November 2009, kurz vor seinem 93. Geburtstag in Bremerhaven. „Wir sind sehr traurig. Paul G. Pätzel gehörte einfach zu unserer Sportart. Er ist aus der Basketballgeschichte des Deutschen Basketball Bundes nicht weg zu denken. Für mich persönlich sind die Lebensleistung und das bürgerschaftliche Engagement von Paul G. Pätzel immer Motivation und Ansporn zugleich gewesen. Neben dem ständigen Kontakt zur Basis hat sich Paul G. Pätzel auf Kreis., Landes- und Bundesebene engagiert und verdient gemacht. Hierfür sind wir sehr dankbar. Der Grundstein für die Popularität des Basketballs wurde durch die erstklassige Öffentlichkeitsarbeit von Paul G. Pätzel gelegt. Hiervon profitiert der DBB noch heute. Der Deutsche Basketball Bund ist in Gedanken bei seiner Familie und wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren“, so DBB-Präsident Ingo Weiss in einer ersten Stellungnahme.
Die Trauerfeier mit anschließender Kaffeetafel findet am Freitag, 13. November, ab 12 Uhr in der Johanneskirche in Bremerhaven-Speckenbüttel statt.

Im folgenden ein kurzer Rückblick auf das bewegte Leben von Paul G. Pätzel:

Sport war sein Leben

Paul G. Pätzel wurde 92 Jahre alt (geb. 10.11.1916). Sport war sein Leben, und das in jeder Hinsicht. Ob als Aktiver, Trainer, Journalist, Organisator oder Funktionär. P.G.P. – sein Autorenkürzel – hat in allen Bereichen mehr als erfolgreich gewirkt, und das nicht nur in einer Sportart.
Als Leichtathlet war er besonders im Sprint (10,8 Sekunden auf 100 m) und im Fünf- bzw. Zehnkampf erfolgreich. Der mehrmalige Gau- und Landesmeister versuchte sich auch in anderen Sportarten. Paul G. Pätzel nahm seit 1959 an zehn deutschen Meisterschaften im Kegeln teil und wurde Vizemeister im Dreibahnenkampf. Im Tischtennis versuchte er sich genauso wie im Basketball, bei dem er nicht nur als Spieler aktiv war. Als Kinderturnlehrer organisierte er viele Kinderturnfeste und Leichtathletikfeste. Alles, was der gebürtige Pommer sich vornahm, setzte er auch in die Tat um. Er veranstaltete Großstaffelläufe, Berg- und Waldläufe, sowie die Nordwestdeutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1946.

Initiator und Gründer

Genauso wie bei der Marine, wo er sich vom Heizer bis zum Stabsobermaschinisten hinaufarbeitete, fing er auch als Journalist als einfacher Berichterstatter an und war später als Redakteur und Buchautor tätig (Sportchef bei der Nordseezeitung 1947-1976).
Er war Initiator der Fachzeitschrift Basketball und gab von 1962-1981 als Redakteur 468 Ausgaben heraus. Aber auch damit nicht genug. Er gründete neben dem Kreissportbund, dem Landesverband Bremen und dem WeserBoxring auch den 1. Basketball Club Bremerhaven. Im Zuge seiner journalistischen Tätigkeit gründete er den Verein Bremer Sportpresse und war als Mitbegründer des Deutschen Basketball Bundes zunächst als Pressereferent tätig. 1963 wurde er zum DBB-Vizepräsidenten gewählt.

International für Leichtathletik und Basketball aktiv

Auch international war der Mann aus Bremerhaven aktiv. Für die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) veranstaltete er Matinees und mehrere Hallensportfeste sowie das große DOG-Leichtathletik-Meeting mit Olympiasiegern. Außerdem rief er zusammen mit den US-Verantwortlichen Bob Sieben und Pit Garner das erste und größte internationale Basketballturnier, „den Goldpokal der Stadt Bremerhaven“, ins Leben, das ebenfalls in Bremerhaven 1963 zum ersten Mal stattfand (insgesamt 18 mal) und 1969 mit 16 Nationalmannschaften seinen Höhepunkt fand.

Minis und Senioren

Besonders hat sich Paul G. Pätzel in seinem Einsatz für Minis und Senioren hervorgetan, wo er immer mit gutem Beispiel voranging. Es war stets sein Motto, selbst aktiv zu sein und mit gutem Beispiel voran zu gehen. Egal, was er für den Sport tat, er gab immer sein Bestes, um den Sport zu fördern und bekannt zu machen. Hierbei setze er alles in Bewegung, damit alle seine Ideen auch umzusetzen waren.

Ehrungen und Auszeichnungen

Der Sport ist ihm zu großem Dank verpflichtet, und so hat er die höchsten Ehrungen der Verbände und Organisationen erhalten – die Goldene Ehrennadel des Deutschen Basketball Bundes und des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Goldene Ehrennadeln der Deutschen Olympischen Gesellschaft, des OSC Bremerhaven, des 1. BC Bremerhaven und des Weser Boxrings Bremerhaven komplettieren die „Sammlung“, ebenso die Goldene Stadtplakette der Stadt Bremerhaven.
Paul G. Pätzel ist überdies Ehrenmitglied vieler Vereine und Verbände. Auch mit seinen über 90 Jahren war er stets bemüht und aktiv, den Sport weiter zu fördern. Dies tat er unter anderem und nicht zuletzt im Club der Freunde des Basketball, dessen Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied er war.

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