DBB trauert um Herbert May15. Mai 2012

Der Deutsche Basketball Bund (DBB) trauert um Herbert May. Der Berliner verstarb bereits in der vergangenen Woche im Alter von 86 Jahren in seiner Heimatstadt. DBB-Präsident Ingo Weiss sagte: „Herbert May hat den deutschen Basketball als einer seiner Gründerväter immens geprägt. Wir trauern um eine wichtige Basketball-Persönlichkeit und um einen guten Freund. Der DBB wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Es wäre wohl leichter, die Ämter aufzuzählen, die er im Laufe der Jahre im Berliner Basketball Verband und im Deutschen Basketball Bund nicht bekleidet hat. Am 24. Oktober 1949 , unmittelbar nach der Gründung des Deutschen Basketball Bundes in Düsseldorf, wurde er zum Spartenleiter Berlin gewählt. Am 20. Mai 1950 war Herbert May erstmals als Gast im erweiterten DBB-Vorstand mit dabei.  Den DBB-Bundestag verfolgte er am 17./18. Februar 1951 als Delegierter von Berlin-West. In seinem Haus in der Dahlmannstraße – damals gleichzeitig die DBB-Geschäftsstelle – fanden 1953 die ersten Gespräche über den Spielbetrieb West-Ost u.a. zwischen dem damaligen DBB-Präsident Gerhart Nacke-Erich und DDR-Sektionschef Günther Heinze statt.

Am 15. Mai 1954, am 7. Mai 1955 und am 27. Mai 1956 wurde Herbert May jeweils zum DBB-Schriftführer gewählt, eine mit dem heutigen Generalsekretär vergleichbare Position. Vom 26. Mai 1957 bis zum 16./17. Juni 1962 war er Bundesschiedsrichterwart und somit Präsidiumsmitglied des DBB. 1960 nahm May gemeinsam mit Hermann Niebuhr dem heutigen DBB-Ehrenpräsidenten Manfred Ströher die Prüfung zur damals höchsten nationalen Schiedsrichterlizenz ab.

Bis 1989 arbeitete der Verstorbene in verschiedenen Ausschüssen, insbesondere im Bundesligabereich mit. International vertrat er den DBB als FIBA-Schiedsrichter.  Belohnt wurde er dafür mit der Ernennung zum Ehrenschiedsrichter auf Lebenszeit.

Auch im Berliner Basketball Verband war er Gründungsmitglied. Hier war er nie 1. Vorsitzender, ansonsten hat er alle Vorstandsposten innegehabt, zuletzt, bis 1983, war er Geschäftsführer. Siegfried Dupuis gewann ihn, den ehemaligen Abteilungsleiter des Berliner Sport Clubs, nach dem Ausscheiden aus dem Berliner Basketball Verband, für den DTV Charlottenburg, wo er die Organisation des überregionalen Spielbetriebs übernahm.

Beruflich war Herbert May Versicherungskaufmann und stellvertretender Abteilungsleiter einer Berliner Versicherung, ehe er 1988 in den Ruhestand trat. Im DTV Charlottenburg war er als Geschäftsführer kaum wegzudenken. Seine jüngeren Abteilungsvorstandskollegen schätzten seine Sachkenntnis, seine guten Kontakte und sein Verhandlungsgeschick.

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