DBB-Schulsportsymposium in Frankfurt5. Mai 2013

Mit vielen Ergebnissen und einer Fülle an Impulsen ist am heutigen Sonntag das erste Schulsportsymposium des Deutschen Basketball Bundes (DBB) in Frankfurt a. M. zu Ende gegangen. Über 100 Teilnehmer – unter vielen anderen auch die Ex-Nationalspieler Henning Harnisch und Burkhard Schröder sowie die beiden Landesverbandspräsidenten Winfried Gintschel (Bayern) und Marco Marzi (Rheinland-Pfalz) – aus dem gesamten Bundesgebiet und eine Abordnung aus Österreich hatten sich in der Carl-von-Weinberg-Schule (Eliteschule des Sports) eingefunden und diskutierten einen ganzen Tag über den für die Sportart Basketball extrem wichtigen Bereich des Schulsports. So jedenfalls die einhellige Meinung der Versammelten.

Nach der Eröffnung durch die DBB-Schulsportreferentin im Jugendausschuss, Birte Schaake, die darüber informierte, dass die Idee zum Schulsportsymposium in der DBB-Schulsportkommission geboren wurde, begrüßte DBB-Vizepräsident Stefan Raid (Jugend und Schule) die Gäste und freute sich über die große Beteiligung. Er hob hervor, dass das Symposium ein Teil des neuen Projektes zur Engagementförderung ist und dankte vorab allen Teilnehmern für ihr großes Engagement.

“Bedeutung des Sports ungebrochen”
Christoph Linzbach vom Projektförderer Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ordnete in seinem Grußwort das Projekt in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext ein und bekräftigte, dass die Bedeutung des Sports in Deutschland ungebrochen ist. Das Vereinswesen – gerade im Sport – sei das Rückgrat der Gesellschaft und besonders die Kooperation von Verein und Schule halte er für wichtig. Zur Problematik des demographischen Wandels sagte er: “Wir leben in einer Gesellschaft des langen Lebens, das bringt uns Chancen und Herausforderungen.” Mit dem gemeinsamen Projekt werde die Bedeutung des Sports unterstrichen und er freue sich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem DBB.

“Projekt und Symposium ideal”
Auch Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, Vizepräsidentin des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für Bildung und Olympische Erziehung, war nach Frankfurt gekommen und richtete eingangs ihres Statements herzliche Grüße von DBB-Präsident Ingo Weiss aus, der aufgrund dringender Verpflichtungen nicht beim Schulsportsymposium dabei sein konnte. Sie sei “eng mit dem Basketball verbunden”, da sie früher selber aktiv beim SSC Südwest Berlin auf Korbjagd gegangen sei. Die Veränderung der Schullandschaft müsse im Auge behalten werden, dafür seien das Projekt und das Symposium ideal. Ihr liege besonders die UN-Konvention für Menschen mit Behinderung am Herzen, daher sei sie froh, dass der Punkt “Inklusion im Sportunterricht” in einem der Workshops behandelt werde.

Symposium soll nicht einmalig bleiben
Ein 45-minütiges Impulsreferat hielt anschließend Boris Rump, Schulsportreferent im DOSB. Er sprach über die schulsportliche Entwicklung in Deutschland und damit natürlich über “G8″ und “Ganztag”, stellte wissenschaftliche Studienergebnisse zu sportrelevanten Fragen vor, schätzte die Bedeutung der Forschungsergebnisse für den organisierten Sport ein und schloss seinen Vortrag mit einem kurzen Exkurs zum Thema “Ehrenamt und freiwilliges Engagement im Sport”. “Ich hoffe sehr, dass dieses Symposium nicht einmalig bleibt”, appellierte er, ehe er sich zur Betreuung einer Fußballmannschaft verabschiedete.

DBB und LV auf vielen Gebieten aktiv
Prof. Lothar Bösing, DBB-Vizepräsident für Bildung, gab in seinem Impulsreferat zunächst allgemeine, einleitende Informationen zur Sportart Basketball. Basketball sei eine in vielerlei Hinsicht “junge Sportart”, der durch den demografischen Wandel vermehrt Konkurrenz durch andere Sportarten erwachse. Aktuell sei Basketball aber die beliebteste Schulsportart mit integrativen, inklusiven und persönlichkeitsbildenden Funktionen. Mit Themenbereichen wie “3on3″, “Lehreraus- und -fortbildung”, “Ganztagsschule”, “Mädchenbasketball”, “Duale Karriere” oder auch und ganz besonders “Mitgliedergewinnung und – bindung” seien der DBB und seine Landesverbände und Vereine auf vielen Gebieten aktiv, um die Sportart Basketball in eine gute Zukunft zu führen.

Workshops
Nach der Mittagspause trafen sich die Teilnehmer in acht Workshops und erarbeiteten Ideen und Ansätze zu folgenden Themen:
– Leistungssport und Schule: Sichtung, Förderung, Koordination, Modelle
– Inklusion im Sportunterricht – Möglichkeiten, Hilfen, Grenzen des Rollstuhlsports
– Mitgliedschaftsmodelle: „Von der Schule in den Verein oder der Verein in der Schule?“
– Arbeitsfeld Grundschule: Kinder bewegen und begeistern in Ganztag und Kooperation
– Wettkampf bindet in der Schule, an die Schule, zum Verein
– Schulprojekte im ländlichen Raum
– Weiterführende Schulen – Sport & junges Engagement (Sporthelfer und –assistenten, Schülermentoren etc.)
– Lehrerbildung, Qualifizierung, Multiplikatoren

Abschließend wurden dann im Plenum die Ergebnisse der einzelnen Workshops vorgestellt und diskutiert. Dabei wurde die Bedeutung des Schulsports erneut unterstrichen und festgehalten, dass auf allen Ebenen zusätzliche Anstrengungen in diesem Bereich vonnöten sind.
Eine ausführliche Dokumentation mit öffentlichem Download wird bis Mitte des Jahres zur Verfügung gestellt.
Den DBB-TV-Beitrag vom DBB-Schulsportsymposium finden Sie hier.

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