DBB-Herren wahren weiße Weste in Luxemburg2. September 2012

Die DBB-Herren haben auch ihr fünftes Spiel in der Qualifikationsrunde zur EuroBasket 2013 in Slowenien gewonnen. Das Team von DBB-Bundestrainer Svetislav Pesic setzte sich im ausverkauften Centre National Sportif et Culturel d`Coque vor 1850 Zuschauern mit 95:67 (18:18, 31:19, 24:12, 22:18) gegen Luxemburg durch. Deutschland, das damit als einzige Mannschaft der Qualifikationsgruppe B ungeschlagen bleibt, kann nun bereits am Mittwoch, 5. September 2012 in Trier gegen Bulgarien das EM-Ticket lösen. Derzeit gibt es noch theoretische Szenarien, nach denen andere Mannschaften noch zum DBB-Team aufschließen können. In der heutigen Begegnung, die das DBB-Team ab dem zweiten Spielabschnitt kontrollierte, ragten Tibor Pleiß (17 Punkte und 11 Rebounds), Jan Jagla (13 Punkte) sowie Robin Benzing (11 Punkte) und Karsten Tadda (Foto, 11 Punkte) heraus.

Per Günther, Heiko Schaffartzik, Robin Benzing, Jan-Hendrik Jagla und Tibor Pleiß starteten für die ING-DiBa-Korbjäger in die Partie. Punkte von Pleiß eröffneten die Partie aus deutscher Sicht, doch wie bereits beim EM-Auftaktspiel in Hagen war die Luxemburger Mannschaft zu Beginn schwer zu spielen. Benzings Dreipunktspiel zum 5:2 (3. Min.) wurde umgehend von Birenbaum aus der Distanz beantwortet. Unter den Brettern agierte Pleiß stark, setzte insbesondere offensiv gut nach und sorgte so für die erste klarere Führung Deutschlands (11:8, 5. Min.). Luxemburg blieb aber – auch auf Grund von Unkonzentriertheiten des DBB-Teams – in Schlagdistanz. Bundestrainer Pesic brachte Bastian Doreth und Philip Zwiener, die von den zahlreichen deutschen Fans, meist mit Trier-Bezug, frenetisch gefeiert wurden. Es blieb aber dabei: Deutschland tat sich schwer und leistete sich zu viele (Abspiel-)fehler. Pesic reagierte und nahm beim Stand von 11:12 (7. Min.) eine Auszeit. Schaffartzik von der Linie und erneut Pleiß im Nachsetzen eroberten die Führung für die deutsche Mannschaft zurück, die aber weiterhin unterhalb ihres Potentials spielte. Jaglas vier Punkte in Serie waren wichtig, Luxemburg schaffte aber erneut den Ausgleich und erkämpfte sich den 18:18-Zwischenstand nach zehn Minuten.

Zwieners Punkte eröffneten den zweiten Spielabschnitt für Deutschland, doch wieder schaffte es auch Luxemburg zu punkten und die deutsche Mannschaft so in einem engen Spiel zu halten. Pesic versuchte es mit den unterschiedlichsten Formationen, doch die Fehler und Unkonzentriertheiten blieben zunächst. Benzing und Staiger führten Deutschland nach 15 Spielminuten zum 28:23-Zwischenstand und zwangen Luxemburgs Trainer Frank Baum zu einer Auszeit. In dieser stellte Bundestrainer Pesic die Verteidigung auf eine Zone um; Luxemburg agierte nun allerdings auch von außen treffsicher, sodass der mühsam erarbeitete deutsche Vorsprung wieder schmolz (32:31, 17. Min.). Nach technischem Foul gegen Ohlbrecht und reichlich ruppigem Einsatz unter den Körben stieg die Intensität des Spiels weiter. Jagla übernahm Verantwortung und traf einen wichtigen Distanzwurf, doch erst nach Steal und erfolgreich abgeschlossenem Fastbreak von Karsten Tadda zum 41:35 (19. Min.) schien Deutschland in dieser Partie angekommen. Zum Seitenwechsel brachten der stark aufspielende Tadda und Pleiß das DBB-Team auf 49:37 in Führung.

Luxemburg setzte zwar die ersten Akzente nach der Halbzeitpause; dank Staiger, der nach Tadda-Pass aus der Distanz traf, einem schönen Floater von Günther und Taddas erfolgreichem Drive blieb Deutschland aber deutlich in Führung (56:41). Deutschland kontrollierte die Begegnung nun ohne zu glänzen und hatte in Center Tibor Pleiß den überragenden Akteur der Partie, der bereits frühzeitig ein Double-Double verbuchen konnte. Die Verteidigung der ING-DiBa-Korbjäger war indes nun deutlich aggressiver und so blieben die Hausherren minutenlang ohne Punkt. Auf der Gegenseite vergrößerten Jagla und Zwiener die deutsche Führung kontinuierlich; zum 73:49-Zwischenstand vor Beginn der letzten zehn Minuten traf Schaffartzik aus der Distanz.

Lokalmatador Maik Zirbes markierte unter großem Jubel vier Punkte in Serie zum 77:49 und auch Zwiener konnte offensive Akzente setzen. Die Luxemburger Mannschaft hatte nun nicht mehr viel entgegenzusetzen und wusste sich gegen die physisch und qualitativ überlegene deutsche Auswahl oftmals nur mit Fouls zu helfen (81:53, 33. Min.). Bundestrainer Svetislav Pesic verteilte die Spielanteile im DBB-Team gleichmäßig, ohne allerdings befürchten zu müssen, dass der deutliche Sieg noch einmal in Gefahr geriet. Doreths Distanztreffer schraubte die Führung auf 30 Punkte (86:56, 36. Min.), . Dem fünften Sieg im fünften EM-Qualifikationsspiel stand nach anfänglichen Schwierigkeiten nichts mehr im Wege. Zirbes war es vergönnt, den Schlusspunkt des Spiels zu setzen, in dem das DBB-Team sich deutlich mit 95:67 durchsetzte.

“Es ist immer schwer, gegen Mannschaften wie Luxemburg zu spielen. Sie spielen mit sehr viel Herz, Enthusiamus und verteidigen aggressiv. Dies haben sie auch heute über 40 Minuten getan und daher waren die Match-Ups für uns problematisch. In der zweiten Halbzeit waren wir besser organisiert, haben unsere Qualität ausgespielt und haben auch selber besser verteidigt”, so Bundestrainer Svetislav Pesic nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Robin Benzing (FC Bayern München, 11), Bastian Doreth (TBB Trier, 10), Per Günther (ratiopharm Ulm, 2),  Jan-Hendrik Jagla (FC Bayern München, 13), Tim Ohlbrecht (ohne Verein, 4), Tibor Pleiß (Caja Laboral Vitoria/ESP, 17 Punkte, 11 Rebounds), Heiko Schaffartzik (ALBA Berlin, 4), Philipp Schwethelm (ratiopharm Ulm), Lucca Staiger (Neckar RIESEN Ludwigsburg, 5), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg, 11), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg, 10), Philip Zwiener (Eisbären Bremerhaven, 8).

Statistiken, Ergebnisse und Tabellen gibt es immer aktuell auf der Website der FIBA Europe

Spieltermine EM-Qualifikation (jeweils deutsche Zeit)
Mittwoch, 5. September 2012, 19.15 Uhr: Deutschland – Bulgarien (Arena Trier)
Samstag, 8. September 2012, 17.00 Uhr: Schweden – Deutschland (Norrköping)
Dienstag, 11. September 2012, 19.30 Uhr: Deutschland – Aserbaidschan (EWE Arena, Oldenburg)

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