DBB-Herren im Ausland 2017/18 – Update 224. Oktober 2017

Endlich ist sie da, die neue NBA-Saison. Nach gut viermonatiger Pause hat in der vergangenen Woche die aktuelle Spielzeit in der besten Liga der Welt begonnen. Dabei verlief der Start aus deutscher Sicht alles andere als rund. Aus 13 Partien konnten die Clubs mit deutschen Akteuren in ihren Reihen lediglich zwei Siege einfahren. Dennoch gab es Grund zur Freude, schließlich gaben mit Maximilian Kleber (Foto oben) und Daniel Theis in der vergangenen Woche zwei deutsche Nationalspieler ihren Einstand in der NBA.

Die Vorfreude auf den Saisonauftakt war bei Daniel Theis und seinen Boston Celtics nach vier erfolgreichen Spielen in der Preseason riesig. Dementsprechend bitter war für das Team des deutschen Newcomers der Start in die Spielzeit. In der ersten Partie bei den Cleveland Cavaliers verloren die Ostküstler knapp mit 99:102. Nach vollkommen verschlafenem Beginn (19:29, 19:25) drehten die Celtics im zweiten Durchgang voll auf. Ein 33:18 im dritten Viertel reichte dann allerdings nicht. Theis blieb ohne Spielzeit und musste noch auf seine NBA-Premiere warten. Diese gab er dann im zweiten Auftritt der Bostoner. Fünf Minuten durfte der Nationalspieler aus der Bundesrepublik aufs Parkett und nutzte diese mit sechs Punkten und zwei Rebounds sehr ordentlich. Genutzt hat es seinem Team allerdings wenig – die Partie ging dennoch mit 100:108 verloren. Am Samstag platzte in Philadelphia dann endlich der Knoten. Mit einem 33:20 im Schlussabschnitt unterstrichen die Celtics ihre Stärken in der zweiten Halbzeit. So stand am Ende ein verdientes 102:92 bei den Philadelphia 76ers. Theis kam hierbei auf elf Minuten, blieb allerdings punktelos (3 Rebounds).

Eine gebrauchte Woche erwischten auch die Dallas Mavericks, das Team von Dirk Nowitzki und Maximilian Kleber. Gleich in der ersten Heimpartie unterlagen die Texaner den Atlanta Hawks mit 111:117. Ohne „Maxi“ Kleber blieb Nowitzki bei zehn Zählern und sechs Rebounds. Auch gegen die Sacramento Kings hatten die Mavs das Nachsehen. Nowitzki brachte es in 29 Minuten erneut auf zehn Punkte und verpasste mit neun Rebounds nur knapp das Double-Double. Beim 91:107 bei den Houston Rockets war es dann für Maxi Kleber soweit. Gleich mit zwölf Minuten sicherte sich der Ex-Münchner sein Platz in der NBA-Historie. Mit fünf Punkten und einem Effizienzwert von +18 trug sich Kleber dabei in den Statistikbogen ein. Auch gegen den Favoriten, die Golden State Warriors, kamen beide gebürtigen Würzburger aufs Parkett. Während Nowitzki elf Punkte und sieben Rebounds holte, waren es bei Kleber zwei Zähler und zwei gewonnene Abpraller. Gegen die Warriors blieben die Mavs chancenlos. Zwar schafften sie nach einem 24:40 im ersten Viertel ein starkes Comeback im zweiten (38:25), danach dominierten jedoch der amtierende NBA-Champion, der so ein 133:103 mit nach Hause nahm.

Für Dennis Schröder und die Atlanta Hawks gab es in dieser Woche einige Rückschläge einzustecken. Der Start in die Saison glückte den Falken durch ein 117:111 bei den Dallas Mavericks. Im Duell der deutschen Nationalspieler wirbelte der Point Guard zu 28 Punkten und sieben Assists. Nach ausgeglichenen drei Vierteln entschied Atlanta die Partie in den Schlussminuten durch ein 35:29 für sich. Zwei Tage später erwarteten die Charlotte Hornets die Hawks zum Vergleich, der mit 91:109 endete. Schröder war hierbei mit 25 Zählern (zudem 5 Assists) erneut bester Atlanta-Werfer, konnte die Pleite allerdings nicht verhindern. Das wohl bitterste Spiel erlebte der deutsche Ausnahmekönner gegen die Brooklyn Nets. Gegen das Team des ehemaligen DBB-Bundestrainers Chris Fleming war die Partie lange Zeit ausgeglichen, bis Schröder knapp vier Minuten vor dem Ende umknickte und verletzt ausgewechselt werden musste. Dem Braunschweiger blieb dann nichts anderes übrig, als die 104:116-Niederlage seiner Mannschaft von der Bank aus mitzuverfolgen. Nach der Partie gaben die Hawks bei Schröder zwar Entwarnung, bei der 93:104-Pleite bei den Miami Heats konnte der deutsche Wirbelwind dennoch nicht ins Geschehen eingreifen.

Die Chicago Bulls, das Team von Paul Zipser, haben sich mit zwei Niederlagen ins deutsche Gesamtbild eingefügt. Wie bereits im Laufe der Preseason unterlagen die Bullen den Toronto Raptors mit 100:117. Den entscheidenden Rückstand fing sich Chicago im zweiten Viertel ein, das sie mit 14:33 abgaben. Zipser durfte von Anfang an auf Punktejagd gehen und kam in 24 Minuten auf sieben Punkte und fünf Rebounds. Auch gegen die San Antonio Spurs kam er als Starter, holte in seinen 26 Minuten auf dem Parkett allerdings nur drei Zähler und vier Abpraller. In einer ausgeglichenen Partie führten vor allem die beiden Mittelabschnitte (17:22, 17:24) zur 77:87-Niederlage.

Nach zuletzt vier Niederlagen aus fünf Spielen gibt es für Johannes Voigtmann und sein Team Baskonia Vitoria-Gasteiz zumindest in der Liga nun positive Nachrichten. Gegen Gipuzkoa GBC gelang Baskonia am Sonntag ein 88:86. Johannes Voigtmann zeigte dabei mit zehn Zählern und drei Rebounds in 15 Minuten eine starke Leistung. In der EuroLeague müssen die Spanier hingegen weiterhin auf ihren ersten Erfolg warten. Bei Maccabi Tel-Aviv unterlag die Mannschaft 68:74. Der deutsche Center kam dabei auf vier Punkte und sechs Rebounds.

Für Heiko Schaffartzik (Foto unten) verlief die Woche mit Nanterre 92 positiv. Nach einem 89:81-Sieg gegen Scandone AV in der Basketball Champions League gelang den Hauptstädtern auch in der Liga ein 80:77-Erfolg gegen Cholet. In beiden Partien setzte Schaffartzik entscheidende Impulse. Gegen die Italiener hatte der deutsche Spielmacher mit 21 Punkten, vier Rebounds und zwei Assists entscheidenden Anteil am Erfolg. Im Ligavergleich trug Schaffartzik 15 Punkte zum Ergebnis bei. Durch die beiden Siege klettert Nanterre in der Liga auf Rang fünf, in Champions Legaue-Gruppe D steht die Mannschaft auf Platz eins (2/0).

Auch Tibor Pleiß (Valencia Basket Club) kann zufrieden auf die vergangene Woche zurückblicken. Mit dem 93:91 beim UCAM Murcia hält der Vorjahresmeister aus Valencia auf Platz drei den Kontakt zur Ligaspitze. Der Erfolg basierte dabei vor allem auf einer starken Wurfquote (2er: 21/35, 3er: 10/18). 14 Punkte und neun Rebounds von Pleiß fügten sich hier ins positive Bild ein. Auch in der EuroLeague lief es gegen Anadolu Efes für die Spanier. Durch ein 78:71 glichen Pleiß und Co ihre europäische Bilanz aus (1/1). In zwölf Minuten kam der deutsche Center auf sechs Zähler und drei Rebounds.

Isaiah Hartenstein startet mit seinen Rio Grande Valley Vipers am 3. November in die G-League-Saison.

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