DBB gratuliert: Rolli-Damen sind Europameister!1. September 2009

Souveräner Erfolg im Finale gegen die Niederlande


Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen hat Geschichte geschrieben: Zum achten Mal und überlegen wie nie zuvor ein Sieger in der 34-jährigen EM-Geschichte hat sich das neu formierte Team Germany am Sonntagnachmittag den kontinentalen Titel gesichert. Vor dem souveränen 82:45-Endspielerfolg über Erzrivale Niederlande wurde dabei bereits im Semifinale Gastgeber Großbritannien mit 83:30 aus dem Stoke Mandeville Stadium gefegt.

Der fünfte EM-Triumph in Serie nach Roermond (1999), Hamburg (2003), Lille (2005) und Wetzlar (2007) wurde zu einer Demonstration einer Mannschaft, die nach dem Paralympics-Silber von Peking neu formiert in das Rennen ging. Überraschend dabei wie schnell das Team von Bundestrainer Holger Glinicki dabei zu einer schlagkräftigen sportlichen Einheit wurde. Weder die ambitionierte und junge Mannschaft des Gastgebers im Halbfinale, noch die Niederlande, die den Deutschen in der Vorbereitung noch eine Niederlage beifügen konnte, war auf den Punkt so leistungsstark wie der alte, neue und nun achtmalige europäische Champion Deutschland.

Finale: Niederlande – Deutschland 45:82 (8:29/18:45/24:65)

Zunächst schien es, als ob diese Begegnung deutlich spannender verlaufen sollte. Marina Mohnen eröffnete zwar nach 18 Sekunden den Korbreigen, doch der Finalgegner hatte beim 6:4 (2.) Tuchfühlung und freute sich zudem über das zweite frühe Foul der deutschen Schlüsselspielerin Simone Kues. Doch genau zur richtigen Zeit explodierte als erste Centerin Gesche Schünemann, die nach 3:25 Minuten bereits acht Punkte erzielt hatte und ihr Team mit 12:4 in Führung brachte. Nahtlos übernahm dann die am Ende erneut beste deutsche Schützin Marina Mohnen das offensive Staffelholz und erzielte binnen vier weiterer Spielminuten 13 Punkte, davon zwei Dreier jenseits der 6,25m-Linie. So stand bereits zur Halbzeit beim haushohen 45:18-Pausenstand der Ausgang des Finales fest. Doch auch nach dem Seitenwechsel war der Hunger der ING-DiBa Korbjägerinnen noch nicht gestillt. Dabei lief Annika Zeyen zur Hochform auf und erzielte am Ende für einen „Lowpointer“ fast unglaubliche 23 Punkte. Auch wenn den Niederländerinnen am Ende noch ein wenig Ergebniskosmetik gelang, feierten die mitgereisten deutschen Fans sich und das Team bereits Minuten vor dem Ende.

Deutschland:
Marina Mohnen (25/2, Köln 99ers), Annika Zeyen (23, RSV Lahn-Dill), Gesche Schünemann (22, RSV Lahn-Dill), Simone Kues (6, Hamburger SV), Heike Friedrich (2, Mainhatten Skywheelers), Britta Kautz (2, RSV Lahn-Dill), Birgit Meitner (2, SV reha Augsburg), Silke Bleifuss (Mainhatten Skywheelers), Maya Lindholm (Hamburger SV), Edina Müller (ASV Bonn), Annabel Breuer (n.e., SKV Ravensburg), Maria Kühn (n.e., SV reha Augsburg).

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