DBB gratuliert Manfred Ströher zum 75.!25. März 2012

Der ehemalige DBB-Präsident und dessen jetziger Ehrenpräsident Manfred Ströher feiert am heutigen Sonntag, 25. März 2012, seinen 75. Geburtstag. Dazu gratuliert der Deutsche Basketball Bund sehr herzlich! „Manfred Ströher ist für mich ein enorm wichtiger Ratgeber und ein guter Freund. Ich verdanke ihm viel und hoffe, dass er noch viele gesunde Jahre für de Basketball vor sich hat. Ohne Zweifel ist Manfred Ströher einer der verdientesten Basketball-Funktionäre aller Zeiten. Herzlichen Glückwunsch“, freut sich DBB-Präsident Ingo Weiss mit dem Jubilar.

Manfred Ströher, gebürtiger Bad Kreuznacher, war von 1984 – 1994 fünfter Präsident des Deutschen Basketball Bundes. Vom Briefmarkensammler bis zum weltweit anerkannten Sportfunktionär, all diese Dinge hat Manfred Ströher in seinem bewegten Leben verkörpert. Mit seinen Erlebnissen, die ihm besonders in der Welt des Basketballs widerfuhren, könnte er Bücher füllen. Er hat viele Höhen und Tiefen der deutschen und internationalen Basketball-Geschichte miterlebt.

Viele Ämter hat Manfred Ströher in seiner Sportler- und Funktionärskarriere bekleidet. In der Technischen Kommission der FIBA (1964-1980, ab1980 Präsident der FIBA-Finanzkommission und ab 1994 FIBA-Schatzmeister) gestaltete Ströher in vorderster Front die Regeln des Basketballspiels mit. Seit 1980 ist er Mitglied des FIBA Central Board (Weltvorstand) und wurde 2004 für 40-jährige ehrenamtliche FIBA-Tätigkeit mit dem “Premio Pietro Reverberi OSCAR del BASKET” ausgezeichnet. 2001 wurde Ströher vom damaligen IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch mit dem IOC-Diplom “für einen bemerkenswerten Beitrag für die Förderung des Olympischen Gedankens in ehrenamtlicher Funktion” ausgezeichnet. 2004 wurde er von der FIBA mit dem “FIBA OSCAR DEL BASKET ” geehrt.

Bereits 1966 erstellt Ströher gemeinsam mit Turgut Atakol (Türkei) die erste Ausgabe der Broschüre “Die Technik des Schiedsrichterns”. Es folgt 1976 die völlig neue, farbige Broschüre mit dem gleichen Namen in drei Sprachen – Deutsch, Englisch und Französisch. Übersetzungen folgten noch in 20 weiteren Sprachen wie Chinesisch, Arabisch, Serbo-Kroatisch, Polnisch, Japanisch, Russisch, Spanisch, Portugiesisch und viele mehr. Als “Jahrhundertwerk” gilt sein Buch “60 Jahre FIBA-Regeln”, an dem Ströher vier Jahre lang gearbeitet hatte und das er 1991 in Springfield/Massachusetts erstmals vorstellte. In vier Sprachen erschien das Meisterwerk, das nur ein im positiven Sinne Basketball-“Verrückter” erarbeiten konnte.

Gleiches gilt für die umfangreiche Biografie des ehemaligen FIBA-Generalsekretärs Dr. R. William Jones, die 1998 erschienen ist und an der Manfred Ströher federführend mitwirkte. Außerdem erstellte er 2004 die Biographie des langjährigen FIBA-Generalsekretärs Borislav Stankovic. 2001 erscheint ein Gesamtwerk mit den Original-Spielregeln in dem Urtext Englisch von 1891 (James Naismith), den offiziellen Spielregeln der USA von 1931-1932 und den FIBA-Spielregeln von 1932 bis 2000.

Schon 1963, Manfred Ströher war gerade 26 Jahre alt, startete die DBB-Karriere von Manfred Ströher. In Würzburg wurde er zum DBB-Schiedsrichterwart und in´s DBB-Präsidium gewählt. Zehn Jahre später in Lübeck tritt Ströher zwar zurück – mit den Olympischen Spielen in München 1972 als Beauftragter für das Konzept der Abwicklung des Baus der Olympiahalle und des Basketball-Turnieres hatte er einen weiteren Meilenstein der deutschen Basketball-Geschichte mitgeprägt – doch 1980 wird er in Wuppertal erneut ins DBB-Präsidium gewählt.

Nur vier Jahre später steigt er in Berlin als Nachfolger von Anton Kartak zum DBB-Präsidenten auf. Kein Zufall, dass es seit diesem Jahr das DBB-Jahrbuch gibt – ein unverzichtbarer Wegbegleiter für jeden Basketball-Funktionär in Deutschland. 1964 erwirbt Ströher in Belgrad die internationale FIBA-Schiedsrichter-Lizenz, 1966 wird er Techischer Kommissar der FIBA. Von 1968 (Mexiko) bis 2008 (Peking) hat er bis dato an elf Olympischen Sommerspielen teilgenommen, davon zehn Mal als Mitglied des Technischen Komitees im Basketball.

Auch nach der Abgabe der DBB-Präsidentschaft 1994 ist Manfred Ströher keinesfalls in die Zweite Reihe zurückgetreten. Der DBB profitiert beinahe täglich von den Werken und Ratschlägen Ströhers, der beruflich Inhaber eines großen Möbelhauses in Bad Kreuznach war. Auch in der FIBA ist er weiterhin sehr aktiv. Manfred Ströher befindet sich im Besitz der Goldenen Ehrennadel des DBB, ist 2. Träger des DBB-Ehrenringes und wurde zum DBB-Ehrenpräsidenten und zum DBB-Ehrenmitglied ernannt. Zudem erhielt er 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Manfred Ströher gehört dem 3-köpfigen Aufsichtsrat der FIBA-Stiftung für den Bau des FIBA-Verwaltungsgebäudes im schweizerischen Mies (Fertigstellung 2012) an.

Zu seinen Ehren wird seit 2007 der Manfred-Ströher-Medienpreis verliehen, dessen Ziel es ist, exzellenten Journalismus in Deutschland zu fördern. Des Weiteren sollen Journalisten bestärkt werden, ihren Beruf professionell und verantwortungsbewusst auszuüben.

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