DBB-Ehrenpräsident Anton Kartak ist 85 Jahre alt!26. März 2009

DBB-Präsident von 1973-1984 – Sechsmaliger Nationalspieler

Anton Kartak, 4. Präsident (1973-1984) des Deutschen Basketball Bundes (DBB) und dessen Ehrenpräsident, feiert am heutigen Donnerstag, 26. März 2009, seinen 85. Geburtstag. Dazu wünschen ihm alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DBB von Herzen Alles Gute!

Anton Kartak, am 26. März 1924 in Polen geboren, verbrachte seine Jugendzeit bis 1939 in Neuhaus (Sudetenland), wo er die ersten vier Klassen des Gymnasiums besuchte, bevor er 1939 auf die deutsche Oberschule in die Prager Stefansklasse wechselte.

Nach dem Abitur 1942 wurde er zum fliegenden Personal der Luftwaffe eingezogen, wo er am 5. November 1944 über dem Kanal angeschossen wurde und mit seiner Maschine in der Nähe von Appeldoorn (Holland) abstürzte, wobei er schwere Verbrennungen am Kopf und im Gesicht erlitt. Er hatte Glück, nicht in Kriegsgefangenschaft zu geraten, und nahm schon 1946 das Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Heidelberg auf. Hier legte er 1949 sein Referendar-Examen und 1953 sein Assessoren-Examen vor dem Justizprüfungsrat in Stuttgart ab.

Kartak ist verheiratet und hat zwei Töchter, die beide promovierte Ärztinnen sind. Einen breiten Raum in seinem Leben nahm der Sport ein. In seiner Jugendzeit lernte er in der Grundschule Basketball und Eishockey. Zwei Sportarten, in denen es Anton Kartak sehr weit brachte. 1947 nahm er als Spielertrainer an der ersten Nachkriegsmeisterschaft in Darmstadt teil. Sein Club, der Heidelberger Turnerbund (HTB), belegte Rang 3. Schon 1948 führte Kartak den HTB zur ersten deutschen Meisterschaft. 1950, 1951 und 1952 wurde der Erfolg wiederholt. Nebenbei stand Kartak in sechs Länderspielen seinen Mann.

Die erste Europameisterschaft 1951 konnte er nur als Zuschauer verfolgen, da er sich bei der Deutschen Meisterschaft das Bein gebrochen hatte. Nach der EM wurde er Bundestrainer. 1950 und 1951 wurde Kartak mit der Universität Heidelberg Deutscher Hochschulmeister. Als Spielertrainer nahm er an den FISU-Spielen 1949 in Meran teil. In der weiteren Zeit betreute er die deutschen Hochschulmannschaften bei internationalen Wettkämpfen. 1953 wechselte Kartak vom HTB zum USC Heidelberg, mit dem er 1957 und 1958 Deutscher Meister wurde.

Seinem Hobby Eishockey widmete er ebenfalls viel Zeit. Beim ERC Mannheim spielte er bis 1952 in der Bundesliga. 1952 und 1953 übernahm er als Spielertrainer das Training des damaligen Deutschen Meisters Krefelder EV.

1963 trat Anton Kartak wegen einer infektiösen Gelbsucht, die er sich bei einem Dienstaufenthalt in Ägypten eingefangen hatte, vom Amt des DBB-Sportwartes zurück. 1968 folgte er dem Ruf seiner Freunde und trat dem DBB-Vorstand wieder bei. Er leitete die Vorbereitung der deutschen Mannschaft auf die Olympischen Spiele 1972 in München. Die Errichtung des Bundesleistungszentrums in Heidelberg geht mit auf seine Initiative zurück. Ebenso war der Jubilar Mitbegründer des ADH (Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband), bis 1953 dessen 2. Vorsitzender und bis 1955 Disziplinchef für Basketball.

Sein Beruf bei der BBC in Mannheim verlangte ein Ausscheiden aus allen DBB-Ämtern. Anton Kartak ist seit dem 4. Mai 1984 Ehrenmitglied des DBB und seit dem 4. Mai 1986 dessen Ehrenpräsident. Die Goldene Ehrennadel des DBB wurde ihm bereits 1965 verliehen. 1951 erhielt er vom Bundespräsidenten das Silberne Lorbeerblatt und 1984 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Beim ADH ist er seit 1998 Ehrenmitglied.

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