DBB-Damen verlieren Krimi gegen Serbien27. Mai 2012

Trotz deutlicher Leistungssteigerung haben die DBB-Damen auch ihr zweites Teststpiel des Sommers 2012 verloren. Die Mannschaft von Bundestrainer Andreas Wagner musste sich in Kienbaum bei Berlin denkbar knapp mit 73:76 (19:15, 20:17, 16:19, 18:25) gegen Serbien geschlagen geben. Beste Werferin  für Deutschland, das erneut auf Sonja Greinacher (erkrankt) und Svenja Greunke (verletzt) verzichten musste, war Tina Menz, die 16 Punkte erzielte. Morgen um 11 Uhr spielen beide Teams ein drittes und letztes Mal gegeneinander.

Deutschland startete furios in die Partie und führte nach schnellen Punkten von Anne Breitreiner und Tina Menz früh mit 6:0. Die ING-DiBa-Korbjägerinnen agierten äußerst aggressiv und ließen die Serbien nicht ins Spiel kommen. Sarah Austmann und Katharina Fikiel sorgten mit ihren Punkten für den 13:2-Zwischenstand nach vier Minuten. Deutschland legte im ersten Spielabschnitt ein hohes Laufpensum an den Tag – beeindruckend nach dem Trainingslager der vergangenden Woche. Serbien kam im Laufe der ersten zehn Minuten etwas besser ins Spiel und schafft nach acht Minuten sogar den Ausgliech (15:15). Menz und Romy Bär übernahmen zum Viertelende in der Offensive Verantwortung und sichern so die  19:15-Führung zur Viertelpause.

Auch im zweiten Spielabschnitt versuchte das DBB-Team, das Tempo hochzuhalten und die Serbinnen zu Fehlern zu zwingen. Dies gelang, doch Deutschland schaffte es in dieser Phase nicht immer, aus ihren Möglichkeiten Profit zu schlagen. So blieb die umkämpfte Partie weiter ausgeglichen (19:18, 13. Min.). Zum Ende des zweiten Viertels lieferten sich die Teams dann einen offensiven Schlagabtausch, in dem die deutsche Mannschaft mit Fikiel, Menz und Pia Mankertz die besseren Waffern auf ihrer Seite hatte. Zwei Minuten vor dem Seitenwechsel lag das Wagner-Team nach zwei verwandelten Menz-Freiwürfen zweistellig mit 34:24 in Front. Serbien konnte in der Schlussminute noch Akzente setzen und so ging Deutschland mit der 39:32-Führung in die Kabine.

Serbien hatte den besseren Start in die zweite Halbzeit und nutzte die Fehler der deutschen Mannschaft direkt aus. Das Spiel wurde nun zusehens ruppiger und vor allem unter den Körben schenkten sich beide Teams nichts. In der Offensive haderte das DBB-Team mit dem Wurfpech von Romy Bär, die allerdings hervorragend reboundete und ihrer Mannschaft so bedeutend half. In dieser für Deutschland schwierigen Phase übernahm Sarah Austmann viel Verantwortung und sicherte mit vier Punkten in Serie den 43:39-Zwischenstand (24. Min.). Doch das DBB-Team konnte sich gegen die aggressiv agierenden Serbinnen nicht weiter absetzen und ging nach einem Dreipunktewurf von Roli-Ann Haldin mit einer knappen Führung in das letzte Viertel (55:51).

Beide Mannschaften begannen die letzten zehn Minuten hochengagiert: Deutschland war gewillt, seine Führung weiter auszubauen und Serbien setzte alles daran, den Ausgleich herzustellen. Die DBB-Damen trafen aber hochprozentig von der Freiwurflinie und konnten so ihren Vorsprung verteidigen (58:53, 33. Min., Stephanie Wagner). Menz’ Dreipunktewurf gab sechs Minuten vor Spielende Sicherheit und brachte die ING-DiBa-Korbjägerinnen auf Siegeskurs. Die serbische Auswahl mobilisierte in den Schlussminuten noch einmal alle Reserven und schaffte den Ausgleich und den zwischenzeitlichen Führungswechsel. Ein wichtiges Drei-Punkt-Spiel von Mankertz sorgte für einen Basketball-Krimi in der Schlussphase, in dem Serbien insgesamt cleverer agierte und so den Sieg doch noch entführen konnte. Die DBB-Damen mussten sich am Ende mit 73:76 geschlagen geben, können aber dennoch auf ein gutes Spiel und deutliche Fortschritte zurückblicken.

“Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht und besonders in der ersten Halbzeit viele Dinge richtig gemacht. Schade, dass wir uns am Ende um den Lohn unserer Arbeit gebracht haben; da müssen wir cleverer sein. Dieses Spiel hätten wir gewinnen können und auch müssen. Dennoch bin ich zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft, die sehr gut gearbeitet hat und viel besser beim Rebound gearbeitet hat. Die Mannschaftsleistung hat gestimmt und wir sind auf dem richtigen Weg”, hob Bundestrainer Andreas Wagner die positiven Aspekte der knappen Niederlage hervor.

Für Deutschland spielten:
Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 12), Romy Bär (Challes les Eaux/Frankreich, 8 Punkte, 8 Rebounds, 9 Assists), Anne Breitreiner (Villeneuve d´Ascq/Frankreich, 13), Charmaine Callahan (Wolfenbüttel Wildcats, 2), Katharina Fikiel (Wolfenbüttel Wildcats, 11 Punkte, 7 Rebounds),  Roli-Ann Haldin (Wolfenbüttel Wildcats, 3), Karolin Holtz (Rhein Main Baskets), Pia Mankertz (BG ´89 Avides Hurricanes, 5), Tina Menz (BC pharmaserv Marburg, 16), Anna-Lisa Rexroth (Rhein Main Baskets/TV Hofheim), Finja Schaake (Bender Baskets Grünberg /BC pharmaserv Marburg),  Stephanie Wagner (Rhein Main Baskets/TV Langen, 3).

Weiterer Länderspieltermin am Pfingstwochenende:
Montag, 28. Mai 2012, 11.00 Uhr: Deutschland – Serbien

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