DBB-Bundestag am Schwielowsee eröffnet6. Juni 2009

Rund 150 Delegierte und Gäste bei der Jahrestagung

Der Bundestag des Deutschen Basketball Bundes ist am heutigen Samstag im Resort Schwielowsee (Werder bei Berlin) eröffnet worden. Noch bis Sonntag, 7. Juni 2009, tagen rund 150 Delegierte und Gäste. Nach der Begrüßung durch DBB-Präsident Ingo Weiss (Foto) und der Totenehrung wurde dem scheidenden Präsidenten des Basketball-Verbandes Mecklenburg-Vorpommern, Klaus-Dieter Lehmann, die Goldene Ehrennadel des Deutschen Basketball Bundes verliehen. Anschließend folgten ein Einstimmungsfilm sowie die Grußworte der Ehrengäste.

Das IOC-Mitglied und Präsidiumsmitglied des Deutschen Olympische Sportbundes, Prof. Walther Tröger, richtete in einem sehr humorvollen Grußwort die guten Wünsche aller Organisationen aus, in denen er Funktionen oder Positionen innehat(te). Mit einem Augenzwinkern ließ er wissen, dass er es bisher gewohnt gewesen sei begrüßt zu werden. Der Parlamentarische Staatssekretär der Bundesregierung, Dr. Christoph Bergner, überbrachte die herzlichen Grüße von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Er dankte dem Verband für die Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen. Man wolle die Partnerschaft fortsetzen. Die Autonomie des Sports sei ein unverzichtbarer Baustein der Politik. Ebenso sei die wichtige Dopingbekämpfung Sache des Sports, aber auch eine besondere Herausforderung und Belastung für die Verbände. Die Förderung des Nachwuchses im Basketball habe eine große gesellschaftliche Bedeutung.

Der Staatsekretär des Landesministeriums für Bildung, Jugend und Sport, Burkhard Jungkamp, richtete die Grüße des Ministerpräsidenten, Mathias Platzeck, aus und hieß die Delegierten in Brandenburg willkommen. Er äußerte Anerkennung für Brandenburgs Basketballer und kündigte eine Basketball-Offensive in Brandenburg an. Er sei hochinteressiert und engagiert, dem Basketball in Brandenburg und in Deutschland weiter zu helfen. Dr. Wolfgang Gerhold, Vizepräsident für Leistungssport des Landessportbundes Brandenburg, skizzierte die enormen Bemühungen, die erforderlich sind um Erfolg zu haben. Er gratulierte zur Vergabe der U17-WM an den DBB und Hamburg. Außerdem gab Gerhold einen kleinen Bericht aus dem LSB Brandenburg und nannte die Zahl von 300.000 Mitgliedern nicht befriedigend. Es gebe eine Sportentwicklungskonzeption bis 2013, rund 30.000 ehrenamtliche Personen arbeiten in den Vereinen des LSB. Man sei stolz auf die 25 Prozent, mit denen man an den deutschen Olympiamedaillen in Peking beteiligt gewesen sei.

Der Bürgermeister der Blütenstadt Werder, Werner Große, zeigte sich froh über die Tagung in „seiner“ Stadt. Sport habe einen hohen Stellenwert in Werder, das sportlichste Stadt in Brandenburg im Jahr 2007 war. Man nehme Kinder- und Jugendsport sehr ernst und investiere in diesem Jahr rund 5 Millionen Euro in Sportstätten. Carsten Preuss, Präsident des Basketball-Verbandes Brandenburg, nannte es eine Ehre, dass der DBB-Bundestag erstmals in Brandenburg stattfinden dürfe. Der ehemalige DBB-Generalsekretär Peter Klingbiel sei hier der Initiator gewesen. Es gebe noch viele weiße Flecken auf der brandenburgischen Basketball-Landkarte, aber das Konzept stimme. Preuss gab einen kurzen geschichtlichen Rückblick auch auf den Basketball in der DDR und meinte, dass man sich in Brandenburg nicht verstecken müsse. Besonders bei den Minis beobachte man gute Zuwachszahlen.

Der gewählte Versammlungsleiter Wolfgang Schreier begann seine Tätigkeit wie gewohnt mit einem Zitat: „Es ist sehr wichtig, dass wir nicht dort einen halben Schritt nach vorne machen, wo es gilt, zwei bis drei Schritte zu machen.“ (Boris Jelzin)

Ingo Weiss ergänzte seinen schriftlich vorliegenden Bericht um die frisch erfolgte Vergabe der U17-Weltmeisterschaft an den Deutschen Basketball Bund und Hamburg. Dies solle nach Möglichkeit erst der Auftakt für weitere Bewerbungen sein. Es folgte ein emotionaler Rückblick auf die Olympischen Spiele mit Fahnenträger Dirk Nowitzki. Schließlich stellte er fest, dass alle Grundlagenverträge mit den Bundesligen bis 2022 verlängert seien.

Die Wirtschaftspläne 2008 und die Bilanz 2008 wurden von den Delegierten einstimmig angenommen, das Präsidium wurde einstimmig entlastet.

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