DBB-Bundestag in Gotha läuft2. Juni 2012

Grußworte der Ehrengäste – Ehrungen für von der Heide, Hornberger und Oelfke – Dr. Krebs stellt neues Buch vor – Beratung und Abstimmung der Anträge stehen an

Vor rund 100 Delegierten aus den 16 Landesverbänden und aus den Bundesligen ist der Bundestag des Deutschen Basketball Bundes in Gotha eröffnet worden. Nach dem emotionalen Eröffnungsfilm zum diesjährigen Albert Schweitzer Turnier und der Begrüßung durch DBB-Präsident Ingo Weiss (2. v. li.) im urigen Lucas-Cranach-Saal des Best Western Hotels Der Lindenhof  richteten die Ehrengäste Grußworte an die Anwesenden.

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie, Gesundheit und derzeit Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Heike Taubert (Mitte), sprach von Gotha als schönster Residenzstadt Thüringens und freute sich darüber, dass der Freistaat Thüringen sich im Sport gut entwickelt habe. Man könne aber – gerade auch im Nachwuchsbereich – leider nicht alle Wünsche erfüllen.  Der Zusammenhalt im Sportverein sei wichtig. Außerdem würde sie sich bei einem Blick über das Plenum wünschen, dass sich künftig auch im Basketball mehr Frauen in führenden Positionen engagieren.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gotha, Knut Kreuch (2. v. re.) , vertrat eine “sportliche Stadt” und erinnerte an seine Auszeichnung durch das Projekt Teamwork als “Netzwerker”. In der heutigen Zeit seien Erfolge schnell dahin, wenn man nicht ständig am Ball bleibe. Das gelte gerade auch für den Basketball. Die Tagung des Deutschen Basketball Bundes sei wichtig für die Stadt Gotha, man habe in Gotha in Sachen Basketball noch viel vor.

Landrat Konrad Giessmann (li.) begrüßte die Delegierten für den “sportstärksten” Landkreis in Thüringen mit 23.000 in Vereinen organisierten Sportlerinnen und Sportlern. Der Bundestag in Gotha bedeute eine große Wertschätzung für die Entwicklung des Basketballs in Thüringen. Ehrenamtliches Engagement sei weiterhin von enormer Bedeutung, besonders im Nachwuchsbereich müsse man sich engagieren. Er sagte als Landrat den Bau weiterer Sporthallen zu.

Der Präsident des Thüringer Basketball-Verbandes, Dirk Kollmar (re.), begann seine Ausführungen mit einigen humorvollen Anmerkungen. In “Klein-Sibirien” (Thüringen) werde vor allem der Wintersport gefördert, daher habe er den Antrag gestellt, dass Basketball künftig als Wintersport eingestuft wird, da es ja auch im Winter gespielt werde. In der Mitte Deutschlands und damit auch des deutschen Basketballs (“Nichts ist zentraler als Gotha”) gebe es bisweilen Zuordnungsprobleme (Nord oder Süd, West oder Ost), was sich auch durch die vier “Landessprachen” (fränkisch, hessisch, westfälisch, ostdeutsch) zeige.

Kollmar erklärte, dass es 40 Basketball-Vereine mit den beiden Hochburgen Jena und Gotha in Thüringen gebe und dass der Basketball im Freistaat noch recht jung sei, aber allmählich erwachsen werde. Er erläuterte einige Maßnahmen zur Förderung des Basketballs in Thüringen (“wilde Basketballer einfangen”) und kam auch auf das Problem der Finanzierung zu sprechen. Dort müsse man sich bei seriöser Planung mehr und mehr von Zuwendung der öffentlichen Hand lösen, da diese immer unsicherer werden. Er appellierte an alle Personen und Organisationen im deutschen Basketball, auf allen Ebenen als Team zusammenzuarbeiten. Nur so könne man Erfolg haben.

Mit goldenen Ehrennadeln des Deutschen Basketball Bundes wurden anschließend Bernd von der Heide (Vorsitzender des Basketball-Verbandes Sachsen-Anhalt) und Martin Hornberger (u.a. ehemaliger DBB-Vizepräsident) ausgezeichnet. Eine silberne Ehrennadel erhielt Stefanie Oelfke (Bundesliga-Schiedsrichterin und Vizepräsidentin des Bremer Basketball-Verbandes).

Besonders emotional fiel in diesem Jahr die Totenehrung aus, musste der DBB doch u.a. Abschied von seinem Ehrenpräsidenten Roland Geggus sowie von Ehrenmitglied Dr. Burkhard Wildermuth nehmen.

Das neue Buch “Basketball – Ein deutscher Spätstarter” wurde vom Autor, Dr. Hans-Dieter Krebs (Mitte), höchstpersönlich vorgestellt. Er bedankte sich beim DBB-Präsidium und ganz besonders bei DBB-Ehrenpräsident Manfred Ströher (li.) für die tatkräftige Unterstützung bei der Erstellung des Buches. Vier Jahre Arbeit hätten neue, teilweise überraschende Erkenntnisse erbracht, Legenden sich als solche entpuppt. Dennoch gebe es weiterhin weiße Flecken. Krebs sprach von einer “spannenden Recherche” und davon, dass in dem Buch “nichts verschwiegen” werde. Es habe mehrere Fügungen gegeben, ohne die die Erstellung des Buches nicht möglich gewesen wäre.

Tagungsleiter Wolfgang Schreier begann seine Aufgabe wie gewohnt mit einem Zitat. Dieses Mal hatte er sich die Worte “Für Wunder muss man beten, für Veränderungen muss man arbeiten!” von Thomas von Aquin ausgewählt.

In der Ergänzung seines schriftlichen Berichts äußerte sich DBB-Präsident Ingo Weiss zunächst über die große Schwierigkeit, sich als Europavertreter für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Das Fernziel mit dem neuen Herren-Bundestrainer Svetislav Pesic seien die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Nun stünden aber zunächst die EM-Qualifikationsspiele bei Damen und Herren an. Anschließend blickte Weiss auf das Albert Schweitzer Turnier 2012 zurück. Er lobte die Landesverbände, in denen sich gerade in Sachen Mitgliederentwicklung so Einiges tue.

Schließlich resümierte er noch einmal die letztlich zurückgezogene Bewerbung für die EM 2015, gemeinsam mit Frankreich, Kroatien und Italien. “Wir wollten uns nicht über den Tisch ziehen lassen”, lauteten die ganz klaren Worte zur Erklärung, ehe er einige Punkte konkret nannte. Letztlich sei er froh, dass man den Mut zum Rückzug gehabt habe. Man werde nichts desto trotz weiter um eine Großveranstaltung in Deutschland kämpfen. Abschließend kündigte der DBB-Präsident ab 2017 ein modifiziertes Wettkampfsystem (Aufwertung der WM, Qualifikationsspiele für EM und WM, EMs ggf. nur noch alle vier Jahre etc.), das Ende 2012 oder Anfang 2013 vom Basketball-Weltverband FIBA verabschiedet werde.

Das DBB-Präsidium wurde von den Delegierten einstimmig entlastet. In den Arbeitskreisen und morgen im Plenum beschäftigen sich die Delegierten mit den Anträgen. Zum 63. Mal findet ein Bundestag (früher auch Hauptausschuss) des Deutschen Basketball Bundes statt, zum zweiten Mal in Thüringen (1999 in Gera).

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