DBB-Bundestag in Dessau31. Mai 2008

Ehrenmitgliedschaft für Volkhard Uhlig – Peter-Klingbiel-Stipendium ins Leben gerufen

Der Deutsche Basketball Bund trägt zur Zeit in Zusammenarbeit mit dem Basketball-Verband Sachsen-Anhalt seinen jährlichen Bundestag in Dessau aus. Präsident Ingo Weiss begrüßte die Delegierten im Steigenberger Hotel Fürst Leopold, ehe Bernd von der Heide, Präsident des Basketball-Verbandes Sachsen-Anhalt, mit einer sehr humorvollen und kurzweiligen Ansprache, die auf geschichtliche und aktuelle Aspekte in Sachsen-Anhalt einging, für lang anhaltenden Applaus sorgte. Im Anschluss sprach Dr. Gerlinde Kuppe, Ministerin des Landes Sachsen-Anhalt für Gesundheit und Soziales, ein Grußwort und richtete die besten Grüße von Ministerpräsident Wolfgang Böhmer aus. Es sei ein „toller Tag“ für Dessau und Sachsen-Anhalt. Der frisch gewählte Präsident des Landessportbundes Sachsen-Anhalt, Andreas Silbersack, versprach schließlich besonderes Engagement für den Sport und auch für den Basketball in Kindergärten und Schulen, denn hier liege die „breite Basis für eine starke Spitze“. Alle Gäste wünschten der deutschen Herren-Nationalmannschaft alles Gute für die kommende Olympia-Qualifikation.

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte DBB-Ehrenpräsident Roland Geggus (Foto oben) das vom DBB initiierte „Peter-Klingbiel-Stipendium“ vor, das zu Ehren des verstorbenen DBB-Generalsekretärs künftig junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter finanziell unterstützen wird. Alle zwei Jahre werden jeweils ausgewählte Unparteiische bis in die internationale Spitze gefördert.

Nach eigener Aussage „überraschend“ kam für Dr. Volkhard Uhlig (auf dem Foto bei der Ehrung, links DBB-Präsident Ingo Weiss, rechts DBB-Vizepräsident Dr. Wolfgang Hilgert), die Auszeichnung als Ehrenmitglied des Deutschen Basketball Bundes. In seinem Antrag begründete Weiss, dass sich Dr. Uhlig über Jahrzehnte große Verdienste für den Basketballsport in Deutschland erworben habe und sich diese höchste Auszeichnung des Deutschen Basketball Bundes verdient habe.

In seiner Laudatio ging DBB-Vizepräsident Heinz-Michael Sendzik ausführlich auf das bewegte Leben von Dr. Volkhard Uhlig ein, der es als ganz junger Spieler in der DDR zu einem internationalen Spitzenakteur brachte (mehrfache Berufung in die Europa-Auswahl in den 60er Jahren), der 168 Länderspiele für die DDR bestritt, der im jungen Alter von nur 27 Jahren ein Opfer der Einstellung der Leistungssportförderung der DDR für den Basketball wurde, der anschließend mehr als 15 Jahre nichts mit Basketball zu tun hatte, der dann wesentlich an der Vereinigung der beiden Basketball-Verbände DBB und DBV 1990 beteiligt war, der über lange Jahre dem Präsidium des Deutschen Basketball Bundes angehörte, der beinahe Wirtschaftsminister in Sachsen-Anhalt geworden wäre und der schließlich die Bundesakademie des Deutschen Basketball Bundes in ruhiges Fahrwasser führte, um nur einige wenige Dinge aus dem sportlichen Leben von Dr. Volkhard Uhlig zu nennen.

Der Ausgezeichnete freute sich sehr über die Ehrenmitgliedschaft und meinte in einer kurzen Ansprache scherzhaft, dass er es jedem nur empfehlen können, „sich mal verabschieden zu lassen, denn dann erfährt man eine Menge an Wertschätzung.“ Nach 18 Jahren als Spieler, 18 Jahren ohne Basketball und 18 Jahren als Funktionär hoffe er nun auf mindestens weitere 18 Jahre als Begleiter des Basketballs. Er habe gute Gene, denn seine Mutter sei unlängst 100 Jahre alt geworden.

Mit der silbernen Ehrennadel des Deutschen Basketball Bundes wurde Markus Hellwich, Präsident des Basketball-Verbandes Schleswig-Holstein, ausgezeichnet. Derzeit werden die Anträge beraten, die morgen zur Abstimmung kommen.

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