DBB beantragt Einstweilige Verfügung21. Dezember 2006

Letzte Frist zum Kompromiss mit AG 2. Bundesliga und mit der BBL ist verstrichen

Der Deutsche Basketball Bund hat eine Einstweilige Verfügung gegen die Arbeitsgemeinschaft (AG) 2. Basketball-Bundesliga Herren beantragt, die der Liga untersagt, weiter in die geplante Richtung der Ligateilung tätig zu werden. Der Gang zu Gericht wurde nötig, da nach einer Abmahnung die letzte Frist zu einem Kompromiss verstrichen ist.

Zur Erklärung: Die AG 2. Bundesliga Herren hatte beschlossen, die 2. Liga mit den bisherigen Spielgruppen Nord und Süd ab der Saison 2007/2008 neu zu strukturieren und in die bundesweiten Ligen „Pro A“ und „Pro B“ zu unterteilen. Dieser einseitige Beschluss stellt nach Ansicht des Deutschen Basketball Bundes die Einführung einer weiteren Liga dar und verstößt damit gegen die vertraglichen Vereinbarungen, die der DBB mit der AG 2. Basketball-Bundesliga Herren getroffen hat. Der DBB beschreitet den Rechtsweg gegen den Beschluss der AG 2. Basketball-Bundesliga Herren (und auch gegen die BBL, die mittlerweile in einer GbR mit der AG 2. Liga verbunden ist), um die Interessen des Verbandes und seiner ordentlichen Mitglieder, der 16 Landesverbände und der weit über 200.000 Mitglieder, zu wahren. Die Interessen der Landesverbände sind vor allem dadurch stark betroffen, dass durch den Beschluss der AG 2. Bundesliga die Regionalligen viertklassig werden und der nachrangige Spielbetrieb stark beeinflusst würde.

Der Deutsche Basketball Bund hat sich bis zuletzt intensiv dafür eingesetzt, eine einvernehmliche Lösung herbei zu führen. Daher haben die DBB-Vertreter noch beim letzten Treffen der Parteien am 26. November 2006 in Köln einen weiteren Alternativ-Vorschlag unterbreitet. Danach würde es die BBL sowie eine darunter angesiedelte eingleisige 2. Liga mit jeweils 18 Vereinen geben, in deren Gesellschaft die Ligen die Stimmmehrheit haben. Drei 3. Ligen mit jeweils 16-18 Vereinen (mehrheitlich Regionalliga-Vertreter) würden sich darunter zu einer weiteren Gesellschaft zusammenschließen, in der die Stimmmehrheit beim DBB und seinen Landesverbänden läge.

Der Deutsche Basketball Bund stellt klar, dass er sich nicht als Auslöser dieses für den deutschen Basketball unerfreulichen Rechtsstreits sieht, sondern angesichts des Vertragsbruchs der Ligen zu diesem Vorgehen gezwungen wird. „Wir haben den Eindruck, dass es den Ligen nur um deren eigene Interessen geht. Das ist bei uns anders, denn wir haben als Dachverband gemeinsam mit den Landesverbänden eine Verantwortung für den gesamten deutschen Basketball und das gemeinsame Funktionieren von Profi- und ´Amateur´-Basketball in Deutschland. Doch es ist auf keinen unserer Alternativ-Vorschläge einschließlich unserer Anregungen zur ´geräuschlosen´ Streitbeilegung (z.B. internes Schieds- oder Mediationsverfahren) eingegangen worden, so dass wir jetzt leider diese Konsequenzen ziehen müssen,“ so DBB-Vizepräsident Dr. Wolfgang Hilgert (Foto).


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