“Das ist eine Auszeichnung für alle deutschen Schiedsrichter!”27. Februar 2012

Robert Lottermoser im Kurzinterview über seine Nominierung für die Olympischen Spiele in London
Herr Lottermoser, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur Nominierung. Wie haben Sie davon erfahren?
Vielen Dank! Ich war in Italien bei einem Euroleague-Spiel und habe die eMail von Frau Wiesner vom Ligabüro erhalten. Ich wusste zunächst gar nicht, was ich sagen sollte. Damit hatte ich nicht gerechnet, ich bin ja erst 35 Jahre alt und habe noch nicht die Riesen-Erfahrung. Ich habe vorher vielleicht ein bisschen darauf gehofft, mehr aber nicht. Jetzt freue ich mich natürlich sehr und bin auch stolz darauf.

Ihre Entwicklung als Schiedsrichter in den vergangenen Monaten und Jahren kann man ohne Übertreibung als rasant bezeichnen, Ansetzungen für das Euroleague Final Four, die Herren-Europameisterschaft oder die Youth Olympics sind da nur einige Beispiele. Haben Sie sich das so vorgestellt?
Nein, ganz sicher nicht. Ich glaube, es ist eine Mischung aus zwei Dingen: zum Einen ist es mir zuletzt gelungen, eine Konstanz an guten Leistungen zu zeigen, zum Anderen gehört aber immer auch eine Menge Glück dazu. Ich war ein paar Mal zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und wurde von den richtigen Leuten beobachtet. So richtig gut ist die Zeit für junge Nachrücker eigentlich nicht, denn von den 17 nominierten Schiedsrichtern für London ist nur noch ein weiterer so jung wie ich.

Was bedeutet Ihre Nominierung für die Schiedsrichter in Deutschland?
Das ist auf jeden Fall eine Auszeichnung für alle deutschen Schiedsrichter, ich sehe mich da als Stellvertreter. Das Ansehen der DBB-Unparteiischen ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Das ist u.a. durch den Einsatz von Uli Sledz viel Gutes passiert, jetzt ernten wir die Früchte. Denn es gibt ja nicht nur für mich heute deutlich hochwertigere Nominierungen für deutsche Schiedsrichter als noch vor einigen Jahren.

Sie sind Vollzeit-Schiedsrichter. Wäre eine solche Karriere anders überhaupt möglich?
Nein. Ich habe mich vor vier Jahren dazu entschieden, voll auf die Karte Schiedsrichter zu setzen, weil ich eine erfolgreiche Perspektive gesehen habe. Das wäre zusammen mit meiner Tätigkeit als Bauingenieur nicht möglich gewesen. Ich bin vier bis fünf Tage pro Woche unterwegs, das macht kein Arbeitgeber mit. Ich bin sehr froh, dass das mit meinem privaten Umfeld so gut funktioniert.

Werden Sie sich für die Olympischen Spiele ganz besonders vorbereiten?
Ich werde es so machen, wie ich es immer mache. Mein normales Fitnessprogramm werde ich wie immer durchziehen, und auch die vielen Spiele vorher gehe ich so an wie immer. Alles andere würde auch keinen Sinn machen. Im direkten Vorfeld der Olympischen Spiele beschäftige ich mich dann intensiv mit den teilnehmenden Teams.

Was hat man als Schiedsrichter noch für Ziele, wenn sich im Alter von 35 Jahren bereits der „Lebenstraum“ erfüllt hat?
Da halte ich es wie ein ´richtiger Sportler´. Ich bin erfolgshungrig und kann mir nicht vorstellen, dass das nach diesem Sommer aufhört. Ich werde nach weiteren Erfolgen streben, und es ist immer ganz wichtig, dass man Spaß an der Sache hat.

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