Damen-WM: US-Team triumphiert erneut!6. Oktober 2014

Nach der erfolgreichen Titelverteidigung des US-Teams bei der Weltmeisterschaft der Herren in Spanien vor einem Monat hat die Grande Nation des Basketballs auch im Damen-Wettbewerb dominiert. Die US-Girls sicherten sich bei der 17. Auflage die neunte Goldmedaille.

Am vergangenen Freitag standen sich die acht Teams im Viertelfinale gegenüber, die sich über die Gruppenphase und zum Teil anschließende KO-Spiele (Bericht) qualifiziert hatten. Den Anfang machten die ungeschlagenen australischen Damen, die in Istanbul auf Kanada trafen. Das erste Viertel verlief noch ausgeglichen mit etlichen Führungswechseln (19:17 für AUS). Im zweiten Abschnitt aber stellten die Damen aus „Down Under“ dann doch die Weichen relativ frühzeitig auf Sieg. Vor allem die Defense arbeitete nun konsequenter und war die Grundlage für die 36:24-Halbzeitführung. In der zweiten Hälfte ließen die Australierinnen nichts mehr anbrennen und sicherten sich mit einem 63:52-Erfolg den Einzug ins Halbfinale.

Im Anschluss trafen die Europameisterinnen aus Spanien auf die chinesische Auswahl. Die Favoritinnen ließen von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, welches Team das Feld als Sieger verlassen würde. Die Chinesinnen punkteten in den ersten beiden Vierteln jeweils nur einstellig und sahen sich zur Halbzeitpause bereits mit 17:35 im Rückstand. Zwar verlief die zweite Hälfte aus Sicht der Asiatinnen deutlich besser, letztlich setzte sich Spanien, ohne in Gefahr zu geraten, mit 71:55 durch.

Gastgeber Türkei war in der Runde der letzten Acht gegen Serbien gefordert. Das Spiel entwickelte sich zu einem echten Nervenkrimi – auch dadurch bedingt, dass die ersten drei Viertel jeweils vollkommen unterschiedlich verlaufen sind. In den Abschnitten eins und drei hatten die Türkinnen die Nase jeweils vorne (18:13, 17:10), brachen aber zwischenzeitlich im zweiten Abschnitt ein (6:17), so dass vor dem Schlussabschnitt lediglich ein Punkt Vorsprung auf der Anzeigetafel stand. Im vierten Viertel behielten aber die Türkinnen letztlich die Nerven und setzten sich verdient mit 62:61 durch.

Zum Abschluss des Viertelfinaltages traf das US-Team auf Frankreich. Ähnlich wie die Spanierinnen machten auch die US-Ladies von Beginn an alles klar. Durch drei starke Viertel war schon vor dem Schlussabschnitt alles klar, so dass sich das US-Team zum Ende auch einige Nachlässigkeiten erlauben konnte, bzw. Stammpersonal schonen konnte. Am Ende war das 94:72 sogar das deutlichste aller Viertelfinalspiele.

Alle vier Halbfinalisten bis dato ungeschlagen

In der Vorschlussrunde standen daher vier Teams, die im Verlaufe des Turniers noch keine einzige Niederlage kassiert hatten. Spanien traf am Samstag zunächst auf die Türkei, im Anschluss ermittelten die USA und Australien den zweiten Endspielteilnehmer.

Im ersten Semifinale schenkten sich beide Teams nichts. Die Gastgeberinnen entschieden das erste Viertel knapp für sich (20:19). Im zweiten Abschnitt kamen die Offensivreihen beider Teams überhaupt nicht ins Rollen, am Ende eines Low-Score-Viertels gingen die Spanierinnen aber mit einer hauchzarten 28:27-Führung in die Halbzeitpause. Auch im dritten Abschnitt fiel keine Vorentscheidung, erst im Schlussviertel gingen die engagiert aufspielenden Türkinnen ein wenig die Luft aus. Am Ende setzten sich die Europameisterinnen in einem kraft- und nervenaufreibenden Spiel mit 66:56 durch.

Das US-Team wurde anschließend erstmals in diesem Turnier hartnäckig herausgefordert. Zwar lief das Spiel insbesondere im zweiten Abschnitt in die aus US-Sicht richtige Richtung, aber die Australierinnen gaben nicht auf und kämpften sich im dritten Viertel nochmal heran und durften sich vor dem Schlussabschnitt weiterhin leise Hoffnungen auf eine Überraschung machen (52:61). Letztlich setzte sich aber die schier unendliche Qualität des US-Teams durch (82:70). Die Mission Titelverteidigung rückte in greifbare Nähe.

US-Team dominiert auch Finale – der Türkei gehen die Kräfte aus

Im Endspiel war den Spanierinnen die Müdigkeit deutlich anzumerken. Früh in der Partie gerieten die Damen von der Iberischen Halbinsel in Rückstand. Bereits zur Halbzeit war die Lage beim  Stand von 29:48 nahezu aussichtslos. Die US-Girls wechselten in der zweiten Halbzeit und insbesondere im Schlussviertel in den Feier-Modus und sicherten sich nach dem 77:64-Finalerfolg den hochverdienten WM-Titel. Den MVP-Titel sicherte sich am Ende US-Topscorerin Maya Moore (Foto links).

Platz 3 ging letztlich an das australische Team, das sich im „kleinen Finale“ gegen entkräftete Türkinnen mit 74:44 durchsetzte. Alle weiteren Infos zur Weltmeisterschaft gibt es unter folgendem Link.

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