Countdown zur DBB-Nachwuchsshow19. September 2014

In einer Woche ist es wieder so weit: das Bundesjugendlager (BJL) in Heidelberg präsentiert die besten Nachwuchskorbjäger (Jg. 2000) und Nachwuchskorbjägerinnen (Jg. 1999) der Republik. Knapp 200 Spielerinnen und Spieler machen den Olympia-Stützpunkt vom 26.-29. September 2014 zur Leistungsschau (und vielleicht sogar -show) des deutschen Basketballs. In vielen Wochen und Monaten haben sich die Kader der einzelnen Landesauswahlen bzw. Spielgemeinschaften vorbereitet, um sich vor den Bundestrainer/innen zu präsentieren und dabei möglichst positiv aufzufallen. Denn es winken die begehrten Plätze in den künftigen Jugend-Nationalmannschaften.

Los geht es am Freitag, 26. September 2014, mit intensiven Trainingseinheiten und einer Trainerbesprechung, ehe einen Tag später die Spiele der jeweils acht Teams beginnen. Am Montag, 29. September 2014, werden dann sowohl die Siegerteams als auch – viel wichtiger – die nominierten Spielerinnen und Spieler gekürt. Ein Anti-Doping-Quiz, mit dem an die wichtige Thematik herangeführt werden soll, sowie eine Informationsveranstaltung für die Eltern fehlen ebenfalls nicht im Programm. Am Ende dieses Textes finden Sie den Link zum kompletten Zeitplan des diesjährigen Bundesjugendlagers.

Wenn Jugend-Bundestrainer beim Betrachten des Nachwuchskaders von einem “interessanten Jahrgang” sprechen, ist die Spannbreite der möglichen Interpretationen groß. Doch Kay Blümel, beim DBB schwerpunktmäßig zuständig für den beim BJL gesichteten Altersbereich, weiß seine Einschätzung durchaus zu konkretisieren: “Wir sind im Jahrgang 2000 sehr breit aufgestellt, ich kann keinen Schwachpunkt entdecken. Wir haben gute Guards, starke Werfer außen und gute Große.”

“Gute Guards”, das heißt in diesem Jahr auch einige bereits jetzt hochgewachsene Spieler, die Hoffnung darauf machen, dass es in der Zukunft im deutschen Basketball mal wieder Point Guards mit “Gardemaß” geben wird. “Jonas Matissek aus Lichtenrade ist beispielsweise so ein Spieler, in den man diesbezüglich große Hoffnungen stecken darf. Er ist bereits jetzt über 180 cm groß, spielt auf der 1 und wird nach meiner Einschätzung deutlich über 190 cm groß werden. Das gepaart mit seiner Spielintelligenz macht ihn zu einem hochinteressanten Spieler”, wertet der Bundestrainer, der auch durchaus selbstkritisch ist: “Manchmal müssen wir als Trainer die jungen Spieler auch einfach mal in die Positionen reinzwingen, in denen ihnen eine große Zukunft möglich ist. Da können wir als Verband aber letztlich nur unterstützen, denn da sind in erster Linie die Vereinstrainer gefragt.”

“Ich bin sehr gespannt auf das BJL, denn immer wieder sieht man dort Spieler, die sich gerade in den letzten Monaten vor der Sichtung enorm entwickelt haben. Das BJL ist im männlichen Bereich ideal, es hilft sehr, die Spieler zu einem solch frühen Zeitpunkt zu sichten, um sie dann besser fördern zuu können”, so Blümel weiter. Der Coach weiß, dass in anderen Nationen oft schon zwei Jahre früher landesweit gesichtet wird und ist daher auch sehr dankbar für das Projekt “Talente mit Perspektive”, das vom DBB-Hauptsponsor ING-DiBa durchgeführt wird.

So sieht es auch Bundestrainerin Alexandra Maerz im weiblichen Bereich. Eine “gute, aber schmale Spitze” im Jahrgang 1999 hat sie ausgemacht und erwartet auch vom 2000er-Jahrgang eine ganze Menge. “Es werden sicher schon ein Drittel der Spielerinnen aus dem 200er-Jahrgang kommen. Ich bin vor allem gespannt darauf, wie die neu angepassten Vorgaben an die Landestrainer, die jetzt noch etwas mehr zur Konzeption Nationalteams ausgerichtet sind, umgesetzt werden”, sagt Maerz.

Bei den Mädchen wird wieder zurück auf die ein Jahrgang spätere Sichtung gegangen, sodass viele Spielerinnen zum zweiten Mal beim BJL vorstellig werden. “Wir wollen trotzdem die Besten dabei haben und sehen, wie sich die ´Neuen´ dagegen durchsetzen können”, erklärt die Bundestrainerin. Bei den 99ern hofft sie auf eine Entwicklung besonders auf der Centerposition: “Es gibt einige sehr groß gewachsene Spielerinnen, die offensiv stark sind. Aber für mich ist vom internationalen Gesichtspunkt her wichtig, dass diese Spielerinnen auch den defensiven Anforderungen gewachsen sind.”

“Das Bundesjugendlager in Heidelberg ist definitiv einen Kurztrip wert. Sowohl für Basketballfans als auch und besonders für Trainerinnen und Trainer bietet sich die einmalige Chance, den kompletten DBB-Nachwuchs dieser Altersgruppe kompakt in einer nach wie vor sehr zeitgemäßen Veranstaltung zu begutachten. Ich bin sicher, dass auch in diesem Jahr wieder vielversprechende junge Korbjägerinnen und Korbjäger dabei sind“, so DBB-Vizepräsident Stefan Raid.

BJL 2014 Zeitplan

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