Bundestag: Dr. Thomas Bach lobt den DBB26. Mai 2007

Intensiver Anti-Doping-Appell
DBB-Bundestag in Würzburg eröffnet

Der Bundestag des Deutschen Basketball Bundes (DBB) in Würzburg ist eröffnet. DBB-Präsident Ingo Weiss begrüßte die Ehrengäste Dr. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Barbara Stamm, Vizepräsidentin des bayerischen Landtages, Eberhard Sinner, Staatsminister und Leiter der bayerischen Staatskanzlei, Günther Lommer, Präsident des bayerischen Landesportverbandes, Marion Schäfer, Bürgermeisterin der Stadt Würzburg, die neben Dr. Winfried Gintschel, Präsident des Bayerischen Basketball-Verbandes, auch allesamt Grußworte an die Delegierten richteten.

In seiner mit Spannung erwarteten Ansprache brachte Dr. Thomas Bach (Foto) zunächst seine Freude darüber zum Ausdruck, von Ingo Weiss „per Marschbefehl zwischen den Zeilen“ in seine Geburtsstadt Würzburg gebeten worden zu sein. Er verglich den DOSB mit dem DBB, dessen Präsidium ebenfalls seit einem Jahr im Amt sei und würdigte den „Wind der Veränderung“, der durch den Verband gehe und das Bild der Sportart Basketball in Deutschland präge. „In keinem anderen Spitzensportverband sind prozentual so viele Kinder und Jugendliche vertreten wie beim Deutschen Basketball Bund. Ich habe den Eindruck, dass der DBB mit Risiko und Chance des demographischen Wandels gut umgeht. Außerdem ist es auch kein Zufall, dass der DBB in den Gremien des DOSB so gut vertreten ist“, meinte der DOSB-Präsident

Anschließend nannte das IOC-Mitglied die zwei großen Themen, die den DOSB beschäftigten: Integration und Kampf gegen Doping. Aus aktuellem Anlass ging Dr. Thomas Bach intensiver auf den zweiten Punkt ein. „Ich bin froh, dass es endlich reinigende Kräfte gibt, dass man endlich beginnt, sich der Wahrheit zu stellen, auch wenn es ein schmerzhafter Prozess ist. Es ist aber dringend weitere Aufklärung notwendig, die bisherigen Dinge sind unzureichend. Man sollte das Instrument der Kronzeugenregelung anwenden und keine General-Amnestie“, so dass Oberhaupt des deutschen Sports weiter. Es werde beim Doping-Problem auch nicht bei ein oder zwei Sportarten bleiben, denn die Glaubwürdigkeit des Leistungssports insgesamt stehe auf dem Spiel. „Ich bin davon überzeugt, dass nicht der gesamte Sport verseucht ist, sondern dass die Mehrzahl der Athleten sauber ist. Diese Athleten müssen wir schützen, das Ziel heißt Glaubwürdigkeit durch Null-Toleranz“, so der eindringliche Appell des DOSB-Präsidenten.

Weiterhin sei die Aufnahme des Sports in das Grundgesetz wichtig. Nicht zuletzt für die 6,8 Millionen Ehrenamtler und zur Wahrung der Interessen des Sports sei dies unerlässlich. „Wir dürfen uns aber bei allen Diskussionen und Reden nicht die Freude am Sport verderben lassen. Am Schluss gilt mein Dank Ingo Weiss, der im DOSB-Präsidium eine herausragende Rolle spielt“, beendete Dr. Thomas Bach seine Ansprache und machte sich zum Pokalfinale nach Berlin auf den Weg.

Im weiteren Verlauf des Bundestages wandte sich auch Ingo Weiss an die Delegierten: „Es kommen schwierige Zeiten auf uns zu. In diesem Leistungssportsommer kann viel passieren, und ich kann beim besten Willen keine Prognosen geben. Was ich weiß, ist, dass wir jetzt und in der Zukunft nur gemeinsam Erfolg haben können. Daher freue ich mich auf die anstehenden Gespräche mit der BBL und der 2.Liga, die uns sicher voranbringen werden. Die Zusammenarbeit im Präsidium und mit der Geschäftsstelle des DBB ist hervorragend, dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken.“ Das Präsidium des Deutschen Basketball Bundes wurde einstimmig entlastet. Der Bundestag wird heute mit der Beratung der Anträge in den Arbeitskreisen und morgen Vormittag im Plenum fortgesetzt.

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