Bundesjugendlager 201318. September 2013

Der Countdown zum diesjährigen Bundesjugendlager läuft. Rund zwei Wochen sind es noch, bis die vielversprechendsten Basketballtalente des Jahrgangs ´99 im Olympiastützpunkt Rhein-Neckar in Heidelberg von den Bundestrainer/innen und Landestrainer/innen gesichtet werden.

„Die Vorfreude auf das Bundesjugendlager ist riesengroß. Ich bin sehr gespannt, wie sich die großen Talente, die wir zweifellos haben, in Heidelberg präsentieren. Schon vorab gilt ein großer Dank den Landesverbänden, die in enger Zusammenarbeit mit den Bundestrainer/innen die Vorgaben der DBB-Konzeption einmal mehr hervorragend umgesetzt haben. Es lohnt sich für jeden, einmal beim Bundesjugendlager in Heidelberg vorbeizuschauen“, wirbt DBB-Vizepräsident Stefan Raid für die Leistungsschau des deutschen Basketball-Nachwuchses.

Die größten deutschen Basketballtalente präsentieren sich vom 2.-5. Oktober in 16 Teams (acht Jungen- und acht Mädchen-Mannschaften). In diesem Jahr übernehmen bei den Jungen Kay Blümel, Harald Stein und Alan Ibrahimagic  sowie bei den Mädchen Alexandra Maerz, Harald Janson und Aleks Kojic die Sichtung und spätere Ernennung der Teilnehmer für das Leistungscamp, der Vorstufe zu den U15-Nationalmannschaften.

Einschätzung des Jahrgangs ist schwierig

„Es ist wie in jedem Jahr sehr schwierig für mich eine Einschätzung des Jahrgangs vorzunehmen. Wir haben zwar alle Spieler schon gesehen, aber die Entwicklung in diesem Alter ist teilweise rasant, da kann sich viel tun. Erkennbar ist aber, dass wir eher wenig große Spieler haben, dafür aber viele richtig gute Guards, die schon relativ weit sind. Das Format des Bundesjugendlagers ist nach wie vor super, man muss nur als Trainer ganz eng am Ball bleiben, denn die Schwelle vom Kinder- zum Jugendbasketball ist ebenso wichtig wie später der Übergang vom Jugendspieler zum Profibasketballer. Da kann sich noch sehr viel zum Positiven, aber auch zum Negativen ändern“, erklärt Kay Blümel (Foto links).

Der DBB habe der Bedeutung dieses Spieleralters Rechnung getragen und eine hauptamtliche Bundestrainerstelle geschaffen, sodass es ihm künftig leichter möglich sein werde, bei Lehrgängen der Landesverbände dabei zu sein oder ganz gezielt zu Terminen zu fahren. „Dann ist es auch möglich, den Landesverbandstrainern frühzeitig Hinweise für ihre Arbeit zu geben. Grundsätzlich ist die Entwicklung in den Landesverbänden sehr erfreulich. Natürlich sind die Resultate für die LV wichtig, aber dadurch, dass die Zahl der gesichteten Spieler im Ranking berücksichtigt wird, ändert sich die Zielsetzung. Es bleibt aber ganz wichtig, dass wir bei den Spielern den Siegeswillen erkennen, dass wir beobachten können, wie sich ein Spieler in der entscheidenden Phase zum Beispiel eines Halbfinales verhält. Das gehört einfach dazu und schließt sich gegenseitig auch nicht aus“, fährt Blümel fort.

Gute Zusammenarbeit mit den Landestrainern

Ähnlich sieht es auch Alexandra Maerz (Foto rechts) für den weiblichen Bereich: „Die Zusammenarbeit mit den Landestrainern wird immer besser, die DBB-Inhalte werden immer besser transportiert. Der Dialog fruchtet jetzt“, freut sich die Bundestrainerin.

Bei den Mädchen geht man künftig mit der Sichtung wieder auf den älteren Jahrgang, Maerz erklärt, warum: „Im weiblichen Bereich sind die Förderstrukturen in diesem Alter einfach nicht gut genug. Es gibt zu wenige hauptamtliche Trainer in den Vereinen, die Landestrainer sind nicht mehr zuständig und auch vom DBB kann die Förderlücke nicht geschlossen werden. Insofern ist es sinnvoll, bei der Sichtung wieder zum U15-Jahrgang zurückzukehren, denn wir haben massive Defizite entdeckt. Daher stellen wir für den ´doppelten Jahrgang´ das diesjährige Bundesjugendlager für die Mädchen etwas um und werden mehr Training und weniger Spiele durchführen. Ich denke, dass wir ab 2015 von der neuen Regelung profitieren werden“, so Maerz weiter.

Generell sei auch zu beobachten, dass die Landesverbände „mutiger“ werden und bei der Vorsichtung mehr auf körperliche Spielerinnen achten, die noch nicht spielfertig sind. „Das ist ein guter Trend und bietet uns letztlich mehr Auswahl als früher. Man muss sich einfach etwas trauen und Spielerinnen präsentieren, die jetzt noch nicht helfen, aber eine sehr gute Perspektive haben”, sagt Maerz abschließend. Eine dominante Spielerin erwarte sie beim Bundesjugendlager nicht, aber „ein paar, die der Veranstaltung ihren Stempel aufdrücken werden“.

Talent und Perspektive der Spieler/innen stehen im Vordergrund

Je acht regionale Teams der Landesverbände (Westdeutscher Basketball Verband, Hessen, SG Südwest, SG Nord, SG Berlin/Brandenburg, Bayern, SG Niedersachsen/Bremen und Mitteldeutsche Auswahl) bei den Jungen und Mädchen treten beim Bundesjugendlager gegeneinander an. Dabei kommt es in erster Linie nicht darauf an, welches Team die meisten Spiele gewinnt. Bei den Bundestrainer/innen stehen das gezeigte Talent und die damit verbundene Perspektive der Spieler/innen im Vordergrund.

Neben den Spielen der Landesverbandsauswahlen wird erneut ein attraktives Rahmenprogramm angeboten. Für die Eltern der Kinder gibt es am Freitag Abend um 19.30 Uhr die Gelegenheit, bei einer Informationsveranstaltung des DBB einen detaillierten Einblick in das Programm des Deutschen Basketball Bundes zu erlangen Innerhalb dieser Veranstaltung informiert der DBB über die weiteren Fördermöglichkeiten der Kinder und stellt die entsprechenden Ansprechpartner vor.

Schließlich zählt auch ein Vortrag zum Thema „Anti-Doping“ zum Angebot. „Gekrönt“ wird das Bundesjugendlager am Samstag wie immer mit der finalen Bekanntgabe der Teilnehmer für die beiden Leistungscamps.

Spielplan

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