Bundesjugendlager 2012 steht in den Startlöchern20. September 2012

Das neue und vor allem junge Gesicht der deutschen Basketball-Nationalmannschaft hat bei der diesjährigen Europameisterschafts-Qualifikation ganz Deutschland „verzückt“. Bundestrainer Svetislav Pesic wird zudem nicht müde die Wichtigkeit der Jugendarbeit zu betonen. Einen besonders hohen Stellenwert hat in diesem Zusammenhang das jährliche Bundesjugendlager (BJL), das regelmäßig kurz vor Saisonbeginn am Olympiastützpunkt Heidelberg ausgetragen wird. Der Deutsche Basketball Bund und seine Landesverbände sichten beim BJL stets vielversprechende junge Basketballer/innen.

Stefan Raid, DBB-Vizepräsident Jugend, blickt mit Vorfreude auf das anstehende Bundesjugendlager voraus: „ Ich freue mich sehr über die anstehende Leistungsschau und ich bin mir sicher, dass wir wieder viele durch die Landesverbände sehr gut vorbereitete Talente zu sehen bekommen.“

Die größten Talente des Jahrgangs 1998 präsentieren sich den Bundestrainern vom dritten bis zum sechsten Oktober in 16 Teams (acht Jungen- und acht Mädchen-Mannschaften). In diesem Jahr übernehmen bei den Jungen Kay Blümel, Frank Menz und Harald Stein sowie bei den Mädchen Alexandra Maerz, Birte Schaake und Harald Janson die Sichtung und spätere Ernennung der Teilnehmer für das Leistungscamp, der Vorstufe zu den U15-Nationalmannschaften.

Gesichtet werden in jedem Jahr knapp 50 Talente, von denen es später einige in die Nationalmannschaften schaffen. Allerdings soll sich keiner der Teilnehmer eine Nichtnominierung zu sehr zu Herzen nehmen, weiß Bundestrainer Kay Blümel: „Die Dichte an Talenten nimmt jedes Jahr weiter zu. Vor einigen Jahren mussten wir noch überlegen, wen wir mitnehmen wollen, jetzt stellt sich die Frage, wen lassen wir zu Hause. Dabei kann ich mich auch nicht davon frei sprechen, das ein oder andere Talent übersehen oder nicht erkannt zu haben. Dafür haben wir aber noch andere Maßnahmen, um weitere Talente zu entdecken.“

Zudem lobt Bundestrainer Kay Blümel die Arbeit an der Basis: „Die Arbeit in den Vereinen ist deutlich professioneller geworden, die jungen Spieler werden jetzt besser trainiert. Gemeinsam mit den Landesverbänden herrscht eine tolle Zusammenarbeit, um die bestmögliche Förderung der Kinder zu ermöglichen. Herauszuheben ist in dieser Hinsicht auch das gemeinsame Projekt des Deutschen Basketball Bundes und der ING-DiBa, Talente mit Perspektive, das uns Bundestrainern einen ersten Eindruck von den Talenten eines Jahrgangs bietet.“

Bei den Mädchen ist die Entwicklung ähnlich gut, wie Bundestrainerin Alex Maerz erzählt, im gleichen Atemzug aber anfügt: „Wir sind im weiblichen Bereich noch nicht dort, wo der männliche Bereich sich befindet, der eingeschlagene Weg ist aber der richtige. Die Vereine haben erkannt, dass die Förderung und Verbesserung der Mädchen wichtiger ist als ein eventueller erster oder zweiter Platz am Ende der Saison.“ Nicht nominierte Mädchen dürfen ebenfalls nicht die Hoffnung verlieren. „Dieses Event hat natürlich eine enorme Wichtigkeit bei den Kids und Einige denken, wenn sie nicht ihre beste Leistung zeigen, haben sie keine Chance mehr. Doch wer gut ist, wird es auch schaffen. Unser Sichtungsnetz ist im Laufe der Jahre immer engmaschiger geworden, und durch die WNBL, Talente mit Perspektive und die LV-Turniere gibt es viele weitere Möglichkeiten auf sich aufmerksam zu machen“, fährt Alex Maerz fort.

Je acht regionale Teams der Landesverbände (Westdeutscher Basketball Verband, Hessen, SB Südwest, SG Nord, SG Berlin/Brandenburg, Bayern, SG Niedersachsen/Bremen und Mitteldeutsche Auswahl) bei den Jungen und Mädchen treten beim Bundesjugendlager gegeneinander an. Dabei kommt es in erster Linie nicht darauf an, welches Team die meisten Spiele gewinnt. Bei den Bundestrainern stehen das gezeigte Talent und die damit verbundene Perspektive der Spieler/innen im Vordergrund.

Neben den Spielen der Landesverbandsauswahlen wurde ein attraktives Rahmenprogramm gestrickt. Vor allem die Eltern der Kinder erhalten am 4. Oktober um 19.30 Uhr erstmals die Gelegenheit, bei einer Informationsveranstaltung des DBB einen detaillierten Einblick in das Programm des Deutschen Basketball Bundes zu erlangen. Dort wird den Erziehungsberechtigten vermittelt und anschaulich dargelegt, was gegebenenfalls in den nächsten Jahren auf sie und ihre Kinder zukommt.

Darüber hinaus wird die NADA zwei Tage mit einem Stand vor Ort sein, um sich dort zu präsentieren, über das Anti-Doping-Programm zu berichten und jederzeit Frage und Antwort zu leisten. Zusätzlich finden auch in diesem Jahr wieder eine Jugendspielleiter- und Jugendausschusssitzung statt. Gekrönt wird das Bundesjugendlager am Samstag mit der finalen Bekanntgabe der Teilnehmer für die beiden Leistungscamps.

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