Bundesbestenspiele 2006 der Ü48 Damen in Bad Säckingen29. Juni 2006

Die Körbe bleiben in Reichweite

Der TSV Bayer Leverkusen ist Deutscher Meister, nicht im Fußball, aber dafür beim Basketball der Frauen in der Altersklasse Ü48. In einer Spielgemeinschaft mit dem ACT Kassel setzten sich die Korbjägerinnen aus Leverkusen am vergangenen Wochenende in der Badmattenhalle gegen acht andere Teams aus ganz Deutschland durch.

Das Turnier war einer der Höhepunkte zum 125-jährigen Bestehen des TV Bad Säckingen, Verena Lüpke vom TV hatte das Turnier nach Bad Säckingen geholt. 125 Jahre gibt es den TV Bad Säckingen, 48 Jahre alt mussten die Teilnehmerinnen bei den Bundesbestenspielen mindestens sein.

Frauen jenseits der 48, die Basketball spielen? Vorsicht mit blöden Kommentaren, die Damen war fit wie ein Turnschuh, da wäre mach jüngerer nicht mitgekommen. Tempo und Technik waren teilweise wirklich vom feinsten. „Die Bewegungen sind noch die selben, aber es geht schon alles ein wenig langsamer“, so Verena Lüpke, die vor 30 Jahren in Offenbach spielte. Einige Spielerinnen hätten nachgefragt, ob ein Sauerstoffzelt vorhanden sei, wirklich gebraucht hat das aber keine der Akteurinnen.

Eine ganze Reihe ehemaliger Bundesliga- und Nationalspielerinnen war zu den Bundesbestenspielen nach Bad Säckingen gekommen, das erklärt das hohe Niveau, das auch Bürgermeister Martin Weisbrodt beeindruckte. „Das wäre auch als Ü 38-Meisterschaft durchgegangen“, schmeichelte Weisbrodt den Damen in einer kurzen Ansprache nach dem Turnier.

Neun Teams waren aus ganz Deutschland an den Hochrhein gekommen, um ihre Meisterschaft auszuspielen. Der TV Grafenberg, der MTSV Schwabing, München Basket, dis SG TSV Bayer 04 Leverkusen/ACT Kassel, die SG Frankfurt/Hanau, der TuS Bad Aibling, die SG EOSC Offenbach/TV Bad Säckingen, der DBC Berlin und der SCAL Hamburg kämpften in jeweils drei Gruppen um den Gruppensieg.

Die drei Gruppensieger spielten den Turniersieg ebenfalls in einer Gruppe unter sich aus. Das waren der TuS Bad Aibling, der TV Grafenberg und die Spielgemeinschaft aus Leverkusen und Kassel. Nachdem die Spielerinnen aus Grafenberg und Leverkusen jeweils gegen den TuS Bad Aibling gewonnen hatten, wurde ihr Aufeinandertreffen zu einem echten Endspiel. Schnell zogen die Spielerinnen von Bayer 04 in Halbzeit zwei davon und machten deutlich, dass nur sie für den Titel in Frage kommen. Wer zu einer Meisterschaft antritt, will auch gewinnen.

Dennoch war es vor allem ein schönes Wochenende für die Spielerinnen, die sich alle sehr wohl fühlten in Bad Säckingen. „Ich habe nur positive Reaktionen bekommen,” so Verena Lüpke nach dem Turnier.

Bericht in der „Badischen Zeitung“ am 2. Mai 2006

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