2008: DBC Berlin Pokalsiegerinnen der Ü48 Damen29. Juni 2008

“Neulinge” lösen Titelverteidigerinnen aus Leverkusen ab

„Ich freue mich, sie, liebe Spielerinnen zu den Bundesbestenspielen der Ü48 Damen in Kassel auf das Herzlichste begrüßen zu dürfen. Aber keine Angst, ich halte jetzt keine Volksrede, sondern will den Sport im Mittelpunkt stehen lassen. Nur eines vorneweg: der Begriff „Oldie“ gefällt mir überhaupt nicht, und ich denke, dass wir in den nächsten zwei Tagen guten Basketballsport sehen werden. Ich freue mich insbesondere darüber, dass die Spiele diesmal in Kassel stattfinden, und weiß, dass sie bei Ilse Kühn und ihrer Mannschaft in besten Händen sind. Allen teilnehmenden Teams wünsche ich viel Erfolg, viel Spaß und bitte um Nachsicht, wenn ich den hessischen Mannschaften etwas mehr die Daumen drücke. Aber bei allen sportlichen Ehrgeiz: lassen sie auch das Feiern nicht zu kurz kommen, das gehört auch dazu“. Mit diesen kurzen Eingangsworten begrüßte der Präsident des HBV, Michael Rüspeler, die Spielerinnen der acht an den Spielen teilnehmenden Mannschaften.

Die ACT Kassel war am 26. und 27. April 2008 Ausrichter des Turniers in den Aueparkhallen, an denen insgesamt 87 Spielerinnen der Altersklasse Ü48 Damen teilnahmen. Das Turnier war der Auftakt zu einer Reihe von sportlichen Veranstaltungen der Basketballabteilung der ACT, die in diesem Jahr ihr 55- jähriges Bestehen feiert. Vor Michael Rüspeler hatte schon Hartmut Wunderlich von der ART Düsseldorf seine Begrüßungsworte und guten Wünsche an die Teilnehmerinnen gerichtet. Wunderlich ist einer der Koordinatoren der „ Oldie “- Spiele, da diese nicht offiziell vom DBB betreut und ausgerichtet werden. Daher unterliegen die Spiele auch einer eigenen Regie und Regelauslegung. Mit dem Hinweis, „erst noch genügend Mineralwasser aus eigenen Beständen zu ordern, da die Hallenwirte ob der an diesem Tage anstehenden Aufstiegsfete der Kassel „Huskies“ ihren Focus wohl nur auf Bier und Sekt gestellt hätten“, richtete anschließend auch Ilse Kühn vom Ausrichter ACT Kassel das Wort an die Sportlerinnen. Seit 1994 als Basketball – Abteilungsleiterin der „Aelteren Cassler Turngemeinde von 1848“ im Amt, gab Kühn, die zudem noch dem Bezirk Kassel als dessen Vorsitzende vorsteht, ihrer Freude darüber Ausdruck, dass zum Jubiläum der Basketballabteilung die Ausrichtung des Turniers in diesem Jahr nach Kassel vergeben wurde. Neben dem Wunsch nach guten Spielen und einem fairen Verlauf, bedankte sich die rührige Abteilungsleiterin bei allen Helfern, den Schiedsrichtern und beim Kasseler Sportamt für die Unterstützung.

Danach streifte sie sich für ihr Team von der SG BC Wiesbaden / ACT Kassel das Trikot mit der Nummer „13“ selber über, und die Wettkämpfe konnten zeitnah beginnen. Und eines vorneweg: alle Akteurinnen legten sich mächtig ins Zeug; denn wer will schon gerne verlieren? Nehmen wir uns aber, ehe wir zu den nackten sportlichen Ergebnissen kommen, noch etwas Zeit für „das Geschehen außerhalb des Korbs“. So etwa die Aussage: „Schön, dass man zu Gegnern, mit denen man vor 20-30 Jahren noch ernsthaft und verbissen um Punkte gekämpft hat, heute locker Hallo sagen und mit ihnen unverkrampft umgehen kann“. Oder die Größenunterschiede. Da waren Korbjägerinnen auf dem Feld, die mit 1.57 Meter gegen die bis zu 1.92 Meter messenden Gegnerinnen wie im Vergleich David gegen Goliath wirkten. Indes: die mit 2.02 (!) Meter größte Spielerin konnte auf Grund von langwierigen Knieproblemen leider nicht an den Spielen teilnehmen. Wünschen wir besonders ihr für 2009 alles Gute. Auch der Altersunterschied sei hier erwähnt. Mehreren „Küken“, die mit Jahrgang 1960 so gerade in die nötige Altersstruktur passten, stand mit Gisela Spille von PSV Grünweiß Frankfurt die mit stolzen 73 Jahren älteste, immer noch aktive Spielerin gegenüber. Respekt! „Ich habe 1956 mit dem Basketball begonnen und trainiere heute noch einmal in der Woche. Den Spaß und die nötige Motivation bekomme ich dadurch, dass jüngere Spielerinnen dazu stoßen. Und so lange es Spaß macht bleibe ich dabei“, erteilte Gisela Spille bereitwillig Auskunft. Durch die allerdings dünne Trainingsbeteiligung im Sommer steht daher momentan der Tennissport im Vordergrund ihrer sportlichen Aktivitäten. Doch hierbei hat sie sich verletzt, sodass schnelles Laufen doch noch arge Probleme bereitet. „Aber sobald das in Ordnung ist, fange ich auch wieder mit dem Schwimmen an, das habe ich nämlich ein Jahr lang ganz vernachlässigt“, so die 73-jährige.

Den Abschluss des ersten Turniertages bildete dann ein geselliges Beisammensein im Kasseler „Hotel Gude“, wo neben gemeinsamem Essen die Gemütlichkeit und der Spaß im Vordergrund standen. Als Überraschung trat die Musikgruppe „Brass for fun“ auf, die die Stimmung mächtig anheizte.

Bei der Teamsprechersitzung wurden die nächsten Austragungsorte des Ü48 Turniers festgelegt. Dem turnusgemäßen Wechsel folgend, finden die Spiele 2009 beim neuen Titelträger in Berlin statt, während für 2010 Hamburg als Austragungsort festgelegt wurde.

Zum Sportlichen: Trotz der lockeren Atmosphäre unterlagen die auf zwei Feldern parallel durchgeführten Partien durchaus einem sportlichen Charakter, und wurden daher auch mit dem entsprechenden Leistungswillen und der nötigen Ernsthaftigkeit durchgeführt. Am Ende der zwei ereignisreichen, von vielen interessanten Spielen geprägten Wettkampftage, konnte sich mit dem DBC Berlin etwas überraschend ein neues Team in die Siegerliste eintragen. Nachdem der TSV Bayer 04 Leverkusen in den letzten drei Jahren den Pokal bei den Bundesbestenspielen der Altersklasse Damen Ü 48 stets mit nach Hause nehmen konnte, wurde das auch in diesem Jahr als Favorit gehandelte Werksteam, das letztlich auf Platz vier landete, erstmals durch die Hauptstädterinnen abgelöst. Der neue Titelträger bestritt das Endspiel gegen die SG Grafenberg/TG Neuss/Remscheider TV. Am Ende siegte Berlin nach spannendem Kampf mit 38:27.

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