Ü45 Herren: DM 201015. Juni 2010

Charlottenburg im vierten Anlauf souveräner Sieger

Von Bertram Wagner

Bamberg/Breitengüßbach 2010 – Endlich geschafft! Dritter, Dritter, Zweiter und nun der „große Wurf“ bei den diesjährigen Bundesbestenspielen AK Ü45 für den DBV Charlottenburg, der bei der vierten Austragung dieser Titelkämpfe verdient den Sieg aus dem Frankenland an die Spree holte. Die Berliner beherrschten mit sechs Siegen in Folge die Szenerie und ließen sich auch im Finale gegen BG Magdeburg nicht aus der Erfolgsspur bringen.

Zum dritten Mal in Folge unter den besten Drei! Die Senioren IV-Basketballer des Veranstalters TSV Breitengüßbach bewiesen mit fünf Siegen ihre Spielstärke, fanden jedoch im Halbfinale (28:34) gegen den späteren Titelträger DBV Charlottenburg im wahrsten Sinne des Wortes ihren Meister. Das „kleine Finale“ gewann der TSV gegen den Erzrivalen aus Rosenheim mit 52:42 Punkten.
Auf dem Spielfeld musste der Veranstalter eine entscheidende Niederlage hinnehmen, abseits des Parketts jedoch präsentierte sich der TSVB als Meister in der Organisation dieses 16er-Feldes. DBB-Koordinator Helmut Keil (Münster) lobte zurecht das Kooperationsteam-Team Breitengüßbach/Baunach mit Hans-Jürgen Uch und Jochen Hirmke an der Spitze über den Schellenkönig. 49 Begegnungen – mit einer Nettospielzeit von 16:30 Stunden – an zwei Tagen verliefen ebenso reibungslos wie die „Players Night“ mit über 200 Personen im „Cafe Luitpold“.

Im Finale brannten die Breitengüßbach-Bezwinger aus Berlin ein Basketball-Feuerwerk ab, das mit „Altherren-Sport“ überhaupt nichts zu tun hatte. Dem Team aus Sachsen-Anhalt, das bereits sich in der Vorrunde an Charlottenburg die Zähne ausbiss (29:42), wurde vor der Pause vor Augen geführt, dass die Frage nach dem Gewinner schnell beantwortet ist. 39:22 zur Halbzeit – die Berliner erzielten vor der Pause fünf, anschließend noch einmal vier Dreier. John Dronsella, Andreas Wosnitzka und Thorsten Le Maire trafen sicher von jenseits der Dreier-Linie. Magdeburg mit einem überragenden Fred Thieme, dessen Pässe für Szenenapplaus sorgten, konnte nach der Pause besser mithalten, da der Sieger einen Gang zurückschaltete. Das 74:58-Endergebnis spricht eine deutliche Sprache. Dronsella, Wadehn und Co. wurden in der Graf-Stauffenberg-Halle mit „Standing Ovations“ begeistert gefeiert!

Dass der Titelträger DJK Köln-Nord diesmal nur auf Rang 8 landete, lässt sich leicht erklären. Das Trio Pappert/Körner/Zander fehlte verletzungsbedingt und so musste Köln nach einer erfolgreichen Vorrunde im zweiten Turnierabschnitt kleinere Brötchen backen.

Den TSV-lern geisterte immer noch, auch dem Sieg im „kleinen Finale“ gegen SB Rosenheim, die ärgerliche Niederlage am Vormittag des zweiten Turnier-Tages im Kopf herum. „Mit unserem Halbfeldspiel bekamen wir kaum freie Würfe, wir hätten schneller spielen müssen, zudem hatten wir zu viele Einzelaktionen„ (Ex-Nationalspieler Armin Andres), „Wir kamen einfach nicht ins Laufen, waren nicht wach genug und machten viele technische Fehler ( Organisator Hans-Jürgen Uch)“ – lautete die Ursachenforschung für die Niederlage des TSV. Charlottenburg war einfach besser und zog verdient ins Finale ein.

Fazit: Sportlich und organisatorisch lief bei dieser Großveranstaltung alles wie ein Schweizer Uhrwerk ab! Die Titelkämpfe 2010 werden positiv in Erinnerung bleiben!

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