Senioren-Basketball-EM: Medaillenflut für das deutsche Team!10. Juli 2014

Es waren noch nie so viele deutsche Mannschaften (16) bei einer Senioren Basketball EM am Start, und es gab noch nie so viele Medaillen bei einer EM, wie in diesem Jahr in Ostrava!

Beginnen wir mit den erfolgreichen, nein, sehr erfolgreichen Damen!

Die Youngsters (Ü30) aus Dresden und Umgebung, mit Ihrer Spielführerin Doro Schönau, krönten Ihren Auftritt in Ostrava mit einem „Overtime-Krimi“ und einem 51:47 Sieg gegen Litauen und wurden damit verdienter Europameister, vor allen Dingen, da sie die Litauerinnen auch schon in der Vorrunde geschlagen hatten.

Bei den Ü40 Damen ging es nicht ganz so gut, zwar kamen die Damen um Carmen Bittenbinder in das Spiel um den dritten Platz, dort zogen Sie aber mit einer deutlichen
43:67 Niederlage gegen Litauen den Kürzeren, trotzdem ein guter 4.Platz.

Der totale Erfolg war das Ergebnis bei den Ü 45 Damen. Zunächst überraschte Deutschland B mit Vroni Kammerer, indem sie das Spiel um den dritten Platz erreichten, und hier setzten sie dem ganzen die Krone auf, indem sie Tschechien B mit 37:34 schlugen und die Bronzemedaille erkämpften. In dieser Altersklasse gab es natürlich einen klaren Favoriten und dies waren die letztjährigen Weltmeisterinnen um Biggi Menz und Tessa Winter, die dieser Rolle auch total gerecht wurden und alle Gegnerinnen der Vorrunde „vernaschten“ und schließlich das Finale gegen die Ukraine, nach anfänglicher harter Gegenwehr souverän mit 72:45 gewannen und somit erstmals Europameisterinnen in dieser Altersklasse wurden! Innerhalb von 12 Monaten Weltmeister und Europameister das gab es bis zu diesem Zeitpunkt noch nie!

Bei den Ü 50 Damen hingen dieses Jahr die Trauben etwas zu hoch. Doch die Mannschaft von Trainerin Ulli Ruez schlug sich achtbar aus der Affäre, nämlich mit einem 5. Platz im Spiel gegen Tschechien (54:37). Aber die Trainerin hatte noch ein zweites Team und heißes Eisen im Feuer, die Ü 55 Damen Deutschland B und diese Mannschaft, mit der überragenden Heike Schönau, Mutter von Doro (siehe Ü 30 Damen), gewannen das Spiel um Platz 3, hart umkämpft, mit 35: 31  gegen robuste Sloweninnen.

Noch besser machten es die Damen aus dem „wilden Westen“ von Susanne Herold. Sie wiederholten den Vorjahreserfolg mit dem 2. Platz auf Europaebene und wurden Vize-Europameister! Welt- und jetzt Europameister Lettland war hier (noch) zu stark für unsere „Golden“ oder sollten wir sagen „Silver Girls“? Somit haben die Damen 2 x Gold, 1 x Silber und 2 x Bronze erkämpft. Ein tolle Bilanz.

Bei den Herren waren die Erfolge etwas schwerer zu erringen, aber auch hier gab es überragende Ergebnisse. Mit großen Ambitionen waren die Ü 45 Männer ins Turnier gestartet, aber leider spielten die Nerven bei dem von Dean Jenko und Nils Becker angeführten Team mal wieder nicht mit.  Zuerst wurde gegen den späteren Vierten Tschechien ein Overtime-Krimi verzockt, dann hatten sie die Chance im Viertelfinale gegen den späteren Vize-Europameister Russland 2 Sekunden vor Schluss durch zwei Freiwürfe in Führung zu gehen, doch beide wurden verworfen und das Spiel damit auch mit 64:65 verloren. Hier war eine Medaille zum Greifen nah.

Überraschend erfolgreich startete Deutschland B mit zwei Siegen und einer Niederlage in der Gruppenphase. Nach der deutlichen Viertelfinalniederlage gegen Tschechien, standen sich Deutschland A und B im Spiel um Platz 5 gegenüber. Hier gewann das Jenko-Team deutlich mit 82:43 und sicherte sich den dann doch noch versöhnlichen 5. Platz.

Die Herren 50+ kämpften im größten Teilnehmerfeld aller Altersklassen.  Mit drei Siegen und zwei Niederlagen belegten die Mannen von Coach Rainer Greunke einen sehr guten siebten Platz. Rudi Adler aus Bayreuth und Achim Zedler aus Gießen, waren die Leistungsträger der Mannschaft. Bei den Herren + 55 waren gleich drei deutsche Mannschaften am Start. Während es für die die Mannschaften B und C hieß, nach dem olympischen Motto „dabei sein ist alles“ (Hier gab es einen aufregenden Sieg für das stark dezimierte Deutschland B gegen Deutschland C von 53:45), war der Anspruch von Deutschland A, nach dem Gewinn der letztjährigen Weltmeisterschaft, natürlich der, mindestens mit einer Medaille nach Hause zu kommen und dieser Weg sollte kein leichter werden.

Während in der Gruppe Polen. Slowenien und Tschechien noch souverän besiegt wurden, ging es im Viertelfinale gegen hoch motivierte Russen ganz heiß her. Erst in der Schlussphase konnten sich die Weltmeister aus Deutschland, die dieses Jahr von Michael Pappert verstärkt wurden,  mit 53:50  durchsetzen. Im Halbfinale gegen den letztjährigen Finalgegner Moldawien ging es noch enger zu. 14 Sekunden vor Schluss, feierten die Moldawier schon, da sie mit zwei Punkten führten, doch Rainer Greunke drehte das Match mit einem Dreipunkt Spiel zum 43:42. Im Finale gegen Polen wehrten sie Gegner zwei Viertel sehr tapfer, doch direkt nach der Halbzeit zogen die Deutschen um den überragenden John Dronsella unaufhaltsam davon und auch sie schafften den einmaligen Erfolg der Europameisterschaft mit einem 82:60 Sieg, und das ein Jahr nach der Weltmeisterschaft.

Die Damen 45+ und die Herren 55+ sind derzeit die besten Mannschaften der Welt in diesen Altersklassen, das haben sie mit diesen Erfolgen unterstrichen. Die neu formierte +60 Mannschaft von Jürgen Freybe blieb mit zwei Siegen und drei Niederlagen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und belegte einen guten achten Platz. Hier tut sich aber etwas für Zukunft, denn die Mannschaft um die Leistungsträger Heinz Schlichter und Franz Elsner will sich verstärken und unbedingt nach Orlando zur WM 2015.

Bei den + 65 Herren waren zwei deutsche Mannschaften am Start. Deutschland B von Horst Wiegard musste viel Lehrgeld zahlen und belegte nach einem Abschlusssieg über Russland mit 50:34 den achten Platz in einem Feld von neun Mannschaften. Ganz anders lief es für Deutschland A, die mit Ralph Ogden und John Ecker ihre tragenden Kräfte hatten. Nach dem souveränen Gruppensieg ging es Halbfinale gegen Russland und hier siegte die Mannschaft von Delegationsleiter Ducki Duchstein 54:44. Im Finale war dann die Ukraine zu stark für unser Team und so musste es sich mit 38:48 geschlagen geben. Die schlechte Freiwurfquote, die überharte Spielweise des Gegners und die mäßigen Schiedsrichterleistungen, das waren sicherlich Gründe für diese vermeidbare Niederlage. Trotzdem ein toller Erfolg und die zweite Medaille für die deutschen Herren in Ostrava 2014. Damit war es für diese Truppe wieder nur der 2. Platz wie bei der WM 2009 in Prag, als die fast identische Mannschaft in der Kategorie +60 die erste Silbermedaille für die deutschen Herren bei einer WM gewonnen hatte.

Insgesamt kam die deutsche Delegation damit auf 3 goldene, 2 silberne und 2 bronzene Medaillen und war damit eines der erfolgreichsten Teams der ganzen EM, nur Russland konnte mehr EM Titel gewinnen. Nachdem bei den bisherigen EM´s 10  mal Edelmetall gewonnen wurde, bei einem bisherigen Titel, kamen in diesem Jahr sieben Medaillen und davon drei Goldene dazu. Senioren Basketball oder besser Maxibasketball in Deutschland wird immer populärer und immer erfolgreicher.

2015 sehen wir uns alle wieder und das bei der WM in Orlando in den USA.
Wir freuen und schon jetzt.

Euer Uwe und Ducki
(Uwe Horn und Hans-Jürgen Duchstein)

Bildzeile
Die +55-Herren nach der Siegerehrung: v.l.n.r. Rainer Greunke, Wolfgang Ludwig, Viktor Morosowski, Matthias, Bergmann, Jörg Schulte, Holger Smit, Michael Pappert, Headcoach Ronny Heinold, Uwe Horn, Stefan Ganzer, John Dronsella.

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