Nachlese zur Maxi-Basketball Europameisterschaft 2010 in Zagreb29. August 2010

Die Damen retten die deutsche Ehre – die Herren enden leider nur im Mittelfeld

Toller Erfolg unserer Damen Ü40: Silbermedaille nach großartigen Leistungen bei der EM in Zagreb. Eigentlich wollten Biggi Menz, Petra Gerdes, Doro Kern und Grit Lißon ihren Titel-Coup von Hamburg 2006 wiederholen, aber die Litauerinnen hatten im Endspiel etwas dagegen und holten den Titel in den Nordosten Europas.

Trotzdem war es für die Damen ein sehr gutes Turnier mit 4 Siegen und nur einer Niederlage, an dem auch Kathrin Uhrlau, Trixi Bernleithner, Stephanie Buchta, Claudia Impekoven und besonders Tessa Winter und Zsuzsanna Boksay großen Anteil hatten. Und vielleicht war es auch das große Glück, dass Frank Menz zufällig in Zagreb mit seiner Frau Urlaub machte und den Mädels den einen oder anderen Tip geben konnte.

Auch für die Ü45 und Ü50 Damen war es ein durchaus gelungenes Turnier, obwohl beide Mannschaften mit Platz 5 bzw. Platz 4 die Medaillen knapp verfehlten. Wie knapp es wirklich war, zeigen einige Einzelergebnisse. Die Ü45 Damen verloren in der Vorrunde gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Slowakei mit 41:45 nur sehr knapp und verpassten somit einen möglichen 3. Platz.

Noch enger und sehr viel unglücklicher verlief das Turnier für unsere Ü50 Damen. Nach drei Niederlagen und einem Sieg konnte trotzdem das Spiel um Platz 3 erreicht werden; aber im Spiel gegen Kroatien lief einiges schief und die beiden kroatischen Schiedsrichter waren auch nicht gerade auf unserer Seite und so endete das Spiel 54:56 gegen uns. Das war sehr bitter für unsere Damen mit dem Medaillenabonnement bei den letzten Meisterschaften. Bei der WM in Brasilien wird es bestimmt wieder besser.

Mit hohen Erwartungen nach Zagreb gereist, konnte keine der Herren–Mannschaften auch nur annähernd überzeugen. Wenn das allen ambitionierten Mannschaften passiert und die Qualität der Teams eigentlich sehr hoch ist, müssen wir nach anderen Gründen suchen, warum sich die erhofften Erfolge nicht einstellten. Sicherlich hat jede der Mannschaften einen oder mehrere spezifische Gründe für diese Ergebnisse, aber ein Grund gilt sicherlich für alle: Auch wenn wir jetzt in einigen Turnieren zusammengespielt haben – die Mannschaften haben miteinander zu wenig Spielpraxis, besonders wenn man das mit allen osteuropäischen Mannschaften vergleicht. Es genügt nicht, nur zum Turnier anzureisen und dann zu sagen „Wir werden das alles schon hinbekommen“. Die Quittung bekommt man dann sehr schnell: einen Mittelplatz – wenn auch manchmal viel Pech dabei war.

Am besten abgeschnitten hat die Mannschaft Ü40. Das kam nicht ganz unerwartet, da sich die Mannschaft von Nils Klauck an mehreren Wochenenden gut vorbereitet hatte. Trotzdem waren die Italiener (1.), die Russen und der Gastgeber Kroatien nicht zu schlagen, aber mit einem 61:56 über Griechenland wurde wenigstens der 5. Platz erreicht.

Das Team Germany 1 bei Ü50 hatte sich im Vorfeld mindestens das Halbfinale ausgerechnet. Aber die späteren Endspielteilnehmer Griechenland und Slowenien erwiesen sich als zu stark, auch wenn die Niederlagen nur knapp ausfielen. Da dann aber auch gegen Schweden nicht gewonnen werden konnte, wurde nur noch der sicherlich enttäuschende 7. Platz erreicht.

Das zweite deutsche Team wollte wenigstens einen Sieg; der wurde gegen Tschechien aber mit 39:44 knapp verpasst, so dass nach drei weiteren Niederlagen nur der 13. Platz erreicht wurde. Schade, dass in dieser Altersklasse kein Endspiel stattfand, weil die Griechen bereits abgereist waren und dadurch Slowenien kampflos Europameister wurde.

In der Kategorie Ü55 standen zwei Niederlagen auch zwei Siege gegenüber, aber die Siege kamen zu spät, so dass auch hier nur der 7.Platz mit Siegen gegen die Slowakei und gegen Tschechien erreicht wurde.

Sehr unglücklich verlief das Turnier für das Ü60-Team. Der Veranstalter hatte mit der Auslosung sicherlich keine glückliche Hand, denn es standen sich im Auftaktspiel der 2. (Deutschland) und 3. (Russland) der letzten WM in Prag gegenüber. Das deutsche Team verlor deutlich, erreichte aber nach einem deutlichen Sieg über die Ukraine dennoch das Viertelfinale gegen Litauen. Dieses sollte das Schlüsselspiel des Turniers werden, denn bei einem Sieg hätte die Mannschaft wahrscheinlich auch das Finale erreicht, da mit Finnland ein sehr leichter Halbfinalgegner wartete. Dies erreichte aber Litauen nach einem knappen 57:53 Sieg und es blieb am Ende nur Platz 6. Im Finale siegten die Russen gegen Litauen und wurden verdient Europameister.

Als Fazit bleibt dann nur eine Medaille, aber die Erkenntnis, es beim nächsten Mal etwas besser machen zu wollen. Was erwartet uns im nächsten Jahr? Die WM in Natal/Brasilien vom 24.6. bis 3.7. 2011, ein Ziel, dass sicher wieder neue Kräfte freisetzen wird, denn nach der EM ist vor der WM.

Euer Ducki

Hans-Jürgen Duchstein

Alle Ergebnisse unter:

http://www.maxibasketballzagreb2010.com/competition-schedule-results/

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