Brasilien und die Maxi-Basketball Weltmeisterschaft 2011 – ein tolles Erlebnis und ein Supererfolg für unsere Damen Ü4529. August 2011

Wer hätte das gedacht: im Vorfeld als chancenreicher Außenseiter gehandelt avancierte unsere Damenmannschaft Ü45 zum Hoffnungsträger des gesamten deutschen Teams. Mit großartigem Tempospiel rasten unsere acht Damen durch die Vorrunde und besiegten alle Gegner eindrucksvoll. Vier Siege (gegen Brasilien B 52:23, gegen Honduras 73:39, gegen Russland/Spartak Moskau 63:38 und gegen Tschechien 84:41) führten unsere Damen ins Halbfinale, und jetzt galt es Farbe zu bekennen. Ein aufregendes Spiel mit wechselnder Führung stand fast immer auf der Kippe, und neben der wie schon in der Vorrunde großartig aufspielenden Tessa Winter war Marzena Carneczka die Spielerin der letzten Minuten. Mit zwei Dreiern wurde ein knapper, aber verdienter Sieg über Estland (45:41) erkämpft, und das Finale war erreicht. Hier warteten alte Bekannte, nämlich die Russinnen von Dynamo Novosibirsk. Leider erwiesen sich die Russinnen wiederum als zu stark (vielleicht zum letzten Mal), aber der Abstand dieser beiden Mannschaften wird immer geringer, denn unsere Mädels unterlagen nach großem Kampf nur mit 52:45. Herzlichen Glückwunsch an unsere acht Mädels: Doro Kern, Ulla Braune, Heike Schönau, Steffi Buchta, Claudia Impekoven, Susanne Alte und die schon erwähnten Marzena Carneczka und Tessa Winter (mit insgesamt 93 Punkten auch unter den besten 20 Korbjägerinnen des gesamten Turniers).

Die Damen 50+ hatten diesmal ein wenig Pech. Nach zwei Siegen in Vorrunde (gegen mit Brasilien B 38:33 und Slowenien 37:19) winkte schon wieder eine Medaille, aber dann folgten zwei unglückliche, äußerst knappe Niederlagen gegen Tschechien 50:54 n.V. und noch mal gegen Brasilien B mit 46:47, so dass deutschen Mädels diesmal nur mit dem 6. Platz zufrieden sein mussten.

Nun zu den Herren: Unsere 40+ Mannschaft war, wie eigentlich schon im Vorfeld erwartet, die deutsche Mannschaft, die sich mit dem sehr guten 5.Platz am besten von allen Männermannschaften platzierte. Leider traf die Prognose über die Chancen unserer Mannschaft voll zu, Litauen (der spätere Bronzemedaillengewinner) erwies sich bei der 63:70 Niederlage in der Gruppenphase als zu stark, so dass uns die Siege über Uruguay (81:53) und Venezuela (86:40) nur auf Platz 2 der Gruppe führten. Dadurch wartete in der Zwischenrunde der spätere Weltmeister Brasilien auf unsere Jungs. Nach großem Kampf gab es leider eine 74:87 Niederlage, und damit war nur noch Platz 5 möglich, der durch den 107:91 Sieg über Argentinien auch erreicht wurde. Danach wartete aber für den besten Spieler unserer Mannschaft noch ein große Überraschung und eine große Ehre: Dean Jenko wurde als bester Korbjäger der gesamten Weltmeisterschaft mit einem großen Pokal ausgezeichnet. Er erzielte in fünf Spielen 145 Punkte, was einem Schnitt von 29 Punkten pro Spiel entspricht. Herzlichen Glückwunsch für diese großartige Leistung.

In der Kategorie 50+ war das Ziel für Deutschland A ebenfalls das Halbfinale, und dafür sah es nach den ersten Tagen noch sehr gut aus, denn zum Auftakt wurde in einer sehr spannenden Partie der amtierende Europameister aus Slowenien mit 55:52 geschlagen und die nächsten Spiele (gegen Peru 72:37 und Argentinien 97:35) sehr souverän gewonnen. Doch dann wartete der amtierende Weltmeister aus den USA. Und so wie in Prag waren die Amis wieder zu stark für unser Team, die Niederlage mit 64:90 war deftig und somit war nur noch Platz 5 möglich, der aber auch durch eine Niederlage gegen Puerto Rico (56:61) verspielt wurde. Der 7. Platz (85:43 gegen Brasilien B) war schon auf Grund einiger schwerer Verletzungen dann doch noch einigermaßen versöhnlich.

Das Team Hamburg, als Deutschland B angetreten, hatte ganz andere Ziele. Die Mannschaft von Thomas Reimann wollte endlich den 1. Sieg, der nach der Vorrunde (41:62 gegen Brasilien B, 39:75 gegen Tschechien B und 40:63 gegen Estland) aber noch nicht in Sicht war. Aber in den Platzierungsspielen schlug dann die große Stunde, denn es folgte nicht nur ein Sieg, sondern es wurden Argentinien mit 58:47 und Peru 57:54 besiegt. Hier war Mohammed Atya der Vater der Siege, herzlichen Glückwunsch zum 13. Platz.

Das Team 55+ hatte es sehr hart getroffen, denn der spätere Vizeweltmeister mit der Dominikanischen Republik (38:81) und Brasilien A (54:66) waren in der Vorrunde nicht zu schlagen, dann folgte endlich ein Sieg gegen Tschechien A mit 45:31, so dass wenigstens Platz 9 möglich war. Aber leider folgte eine weitere Niederlage gegen Brasilien B mit 46:59, doch zum Abschluss konnte durch ein 54:47 gegen Litauen B der 11. Platz erreicht werden.

Die Leistung der 60+ Mannschaft war leider ziemlich enttäuschend. Als Vize-Weltmeister von Prag angetreten, konnte wir aber zu keiner Phase des Turniers an unsere sehr gute Leistung von vor zwei Jahren anknüpfen. Argentinien konnte zwar ohne Probleme besiegt werden (71:25), aber schon in diesem Spiel zeigte sich, dass wir über den größten Teil des Spiels als Mannschaft nicht sehr gut funktionierten. Dies wurde noch deutlicher am zweiten Tag gegen Litauen. Eine knappe Halbzeit konnten wir noch mithalten, gerieten aber dann in einen 9-Punkte-Rückstand, den wir zu keiner Phase des Spiel egalisieren konnten. Die Niederlage mit 47:66 zeigte auch in der Höhe den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften auf. Leider konnten wir auch im 3. Gruppenspiel gegen Tschechien A unsere Leistung nicht steigern. Hier war bereits das erste Viertel das Ende aller Träume auf das Viertelfinale und damit ein Platz unter den ersten Acht. Mit schlechter Wurfleistung und falscher taktischer Einstellung lagen wir nach zehn Minuten mit 4:21 zurück, um am Ende mit 37:52 zu verlieren. Der 9. Platz war jetzt nur noch möglich, und der wurde nach Siegen über Griechenland (80:46) und die Slowakei (73:29) und der abschließenden Niederlage gegen Chile 43:52 knapp verfehlt. Der 10. Platz konnte keinen von uns zufrieden stellen, und wir müssen nach Gründen forschen, um es im nächsten Jahr in Kaunas bei der Europameisterschaft hoffentlich besser zu machen. Als Fazit gilt festzuhalten, es waren tolle Tage in Natal, und es wurden viele Rekorde aufgestellt: 161 Mannschaften mit 2.500 Teilnehmern aus 29 Ländern machten 428 Spiele und tranken bei der Players Night 1.350 Liter Bier und 500 Liter Calpirina und wir haben acht Vize-Weltmeisterinnen. Auf nach Kaunas im Juli 2012 zur Europameisterschaft.

Euer Hans-Jürgen „Ducki“ Duchstein

Fotos: Nils Grand

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