Theoretische Chance für U18-Jungen bleibt18. August 2012

Die deutsche U18-Nationalmannschaft hat ihr wohl entscheidendes Spiel im Kampf um den Verbleib in der A-Division verloren. Gegen Frankreich setzte sich das DBB-Team von Bundestrainer Kay Blümel zwar mit 60:57 (23:10, 5:14, 8:15, 24:18) durch, da Deutschland aber im Hinspiel mit 51:57 unterlag, ist der Abstieg so gut wie besiegelt. Wenn Frankreich Morgen gegen Polen verliert und Deutschland gegen Dänemark gewinnt, könnte der Absteig noch vermieden werden. Paul Zipser war mit 18 Punkten bester Werfer für Deutschland.

Deutschland begann mit Ismet Akpinar, Malik Müller, Paul Zipser, Maximilian Ugrai und Gavin Schilling. Bundestrainer Blümel musste seine Mannschaft leicht umbauen, da David Taylor und Dominic Lockhart mit Blessuren aus dem gestrigen Spiel gegen die Polen. Das DBB-Team startete aber stark in die Partie: Mueller setzte zunächst Zipser, dann Schilling in Szene und erspielte Deutschland so eine schnelle Führung. Ugrai rechtfertigte seine Berufung in die Starting Five mit sieben Punkten zum 11:4 (5. Min). Die ING-DiBa-Korbjaeger liessen den Franzosen wenig Freiraum, sodass sie offensiv kaum zur Entfaltung kamen. Robin Jorch traf nach der Auszeit der Franzosen zum 14:6, im Gegenzug vergab die Equipe Tricolore aus der Distanz und Deutschland vollendete über Taylor den Fast-Break zur zweistelligen Führung (16:6). Nach starken zehn Minuten lag die Mannschaft von Kay Blümel mit 23:10 in Führung.

Im zweiten Spielabschnitt wurden die Franzosen immer stärker und brachten das DBB-Team zunehmend in Bedrängnis. Deutschland hatte nun Probleme, im Angriff zu punkten und so konnte Frankreich das Spiel suksessive verkürzen. Blümel versuchte, den Spielfluss der französischen Auswahl mit einer Auszeit zu stoppen und gleichzeitig seiner Mannschaft wieder das Selbstbewusstsein aus dem ersten Viertel zu geben; doch der Endspiel-Krimi nagte an den Nerven der deutschen Spieler. Nach Dallos Punkten zum Ende der ersten Halbzeit lag Deutschland nur noch mit 28:24 in Führung – ein Spielstand mit dem der Abstieg für das DBB-Team besiegelt wäre.

Zu Beginn des dritten Viertels verkürzte Frankreich das Spiel weiter, Thiemann und Zipser trafen jedoch zum 34:26 (22. Min.). Es blieb jedoch eine Zitterpartie: beiden Mannschaften war die immense Bedeutung der Begegnung in nahezu jedem Angriff anzumerken. Frankreich wurde von Jaiteh getragen (14 von 26 Punkten), während bei Deutschland Ugrai, Taylor, Zipser und Thiemann offensiv viel Verantwortung trugen. Frankreich eroberte sich Mitte des dritten Viertels das Momentum und verkürzte nach sechs Punkten in Serie auf 34:33  (28. Min.). Senes Punkte von der Freiwurflinie drehten dann die Partie komplett; ehe Taylor nach langer Durststrecke erstmals wieder für Deutschland traf. Die Partie blieb aber vor Beginn der letzten zehn Minuten auf Messers Schneide (36:39).

Deutschland musste im Schlussviertel alles riskieren; Zipsers Dreipunktewurf zum 39:39-Ausgleich war da das richtige Zeichen. Lockhart eroberte in der nervenaufreibenden Begegnung die Führung zurück, doch Senes Dreipunktewurf zum erneuten Führungswechsel traf die aufopferungsvoll kämpfenden ING-DiBa-Korbjäger mitten ins Herz (41:42, 33. Min.). Deutschland lief aber nun nicht nur dem Rückstand hinterher; mit der Hypothek belastet, dass nur ein Sieg mit mindestens sechs Punkten Differenz den Klassenerhalt sichern würde. Frankreich traf aber nun hervorragend und baute seinerseits die Führung aus (43:47, 35. Min.). Zipser und Akpinar verkürzten knapp drei Minuten vor Spielende noch einmal auf 47:49 und nun zeigte Frankreich Nerven und verlor den Ball. Zipser schaffte zunächst den 49:49-Ausgleich, dann trafen Zipser und Thiemann von von der Linie zum 51:49, Jorch legte zum 53:49 nach, doch auch Sene traf für Frankreich. Beim Stand von 53:51 mit 53 Sekunden auf der Uhr nahm Bundestrainer Blümel eine letzte Auszeit. Müller und Zipser trafen zum 57:52, dann musste Zipser mit seinem fünten persönlichen Foul auf der Bank Platz nehmen. Thiemann traf zum 59:54; alles sprach für Frankreich. Senes Punkte von der Freiwurflinie besiegelten wohl den bitteren Abstieg der deutschen Mannschaft, auch wenn Deutschland am Ende mit 60:57 gewann.

“Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen; es war – wie immer gegen Frankreich – ein ganz enges, umkämpftes Spiel. Wir haben alles gegeben und gekämpft, am Ende haben Nuancen entschieden. Die letzten Freiwürfe der Franzosen haben auf dem Ring getanzt, doch es es müßig darüber zu spekulieren, was passiert wäre, wenn sie nicht reingefallen wären. Wir müssen morgen gegen Dänemark gewinnen und darauf hoffen, dass Frankreich verliert”, so Bundestrainer Kay Blümel nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
David Taylor (TSV Breitengüßbach, 10), Ismet Akpinar (BC Hamburg / Piraten Hamburg, 2), Dominik Lockhart (VfB 1900 Gießen Pointers, 4), Mauricio Marin (FC Bayern München), Gavin Schilling (LA Salle Institute Chicago, 2), Stefan Wess (UBC Münster), Maximilian Ugrai (Würzburg Baskets Akademie, 7), Paul Zipser (USC Heidelberg, 18), Malik Müller (TuS Urspringschule, 2), Robin Jorch (RSV Eintracht / IBBA Berlin, 6), Daniel Mayr (Science City Jena), Johannes Thiemann (TSV Breitengüßbach, 9).

Das abschließende Spiel der Relegation:
Sonntag, 19. August 2012, Deutschland – Dänemark, 12.30 Uhr (deutscher Zeit)

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