Bewerbungs-Gemeinschaft um Deutschland und Frankreich zieht Bewerbung um EuroBasket 2015 zurück14. Dezember 2011

Immense Bedenken ob der fehlenden Professionalität und Transparenz machen Weiterführung der Bewerbung unmöglich

Der Deutsche Basketball Bund (DBB) zieht gemeinsam mit seinen Partnern Frankreich, Italien und Kroatien die Bewerbung um die Ausrichtung der EuroBasket 2015 mit sofortiger Wirkung zurück. Grund dafür sind immense Zweifel ob des professionellen Bewerbungsverfahrens und mangelnde Transparenz des zuständigen europäischen Verbandes, FIBA Europe. Vor dem Hintergrund der Förderung des DBB und seiner Bewerbungspartner durch Bund, Länder und Kommunen, sowie der Mitgliedschaft in Sportfachorganisationen wie dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) obliegt der DBB einer professionellen aber auch einer ethischen Verantwortung. „Schweren Herzens ziehen wir uns aus dem für uns aussichtsreichen Bewerbungs-Prozess zurück“, erklärten DBB-Präsident Ingo Weiss (Foto) und seine Amtskollegen Jean-Pierre Siutat, Dino Meneghin und Danko Radic. „Wir sind den in der Sportwelt fest verankerten Werten wie good governance, compliance und transparency verpflichtet und legen sie unserem Handeln zu Grunde. Der Deutsche Basketball Bund steht in der Verantwortung, seriöse Entscheidungen zu treffen, da sie unter anderem öffentliche Mittel und Mitgliedsbeiträge betreffen. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und wir nehmen sie durch diese Entscheidung konsequent wahr.“

Konkret kam es im Zuge des Bewerbungsprozesses zu einseitigen vertraglichen Regelungen, die nicht mit professionellen Standards und seriöser Arbeitsweise konform sind. Im Zuge dessen bestehen unüberbrückbare Differenzen zwischen der Ausrichter-Gemeinschaft und FIBA Europe über die seriöse Platzierung des geforderten FIBA Europe Official Partners, der dem Ausrichter zur Refinanzierung dienen soll. Dieses Sponsoren-Paket sollte bereits vor der eigentlichen Vergabe am Markt platziert werden, ohne dass die Rechtefrage verbindlich geklärt ist. Die derzeitige Regelung, die ein finanzielles Volumen von vier Millionen Euro umfasst und auch den eigentlichen Vermarkter der Basketball-Europameisterschaften, den Weltverband FIBA betrifft, entbehrt jeglicher professionellen Grundlage.

Auf Grund der Faktenlage und nach reiflicher Überlegung haben die vier Präsidenten der Ausrichter-Gemeinschaft nun einstimmig beschlossen, aus dem Verfahren, noch vor der endgültigen Wahl am kommenden Sonntag, auszusteigen. Ingo Weiss stellte klar: „Unsere Philosophie basiert auf Verlässlichkeit, Vertrauen und Ehrlichkeit. Diese Werte sind für uns unumstößlich. Derzeit ist die Zusammenarbeit mit der FIBA Europe auf Grundlage dieser Werte allerdings nicht möglich.“

Weiss betonte indes, dass sich der Deutsche Basketball Bund weiter intensiv um die Austragung eines internationalen Großereignisses bemühen will. „Es ist aber elementar wichtig, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen und eine transparente Arbeitsweise gewährleistet ist.“

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