Bericht zum Girls-Camp der FIBA15. September 2009

Tolle Zeit in Postojna, Slowenien – Christine Hellkötter, Simone Koch (Trainerinnen) und Lena Rebac und Anneke Schlüter (Spielerinnen) vertreten Deutschland

We are basketball. Das Motto der FIBA ist auf T-shirts von U15-Spielerinnen und Coaches aus 22 europäischen Nationen, im Hotel, in allen Hallen, einfach überall.

Und es stimmt: beim 3. internationalen Girls-Camp der FIBA in Postojna/Slowenien wird dieses Motto gelebt. Das Niveau der Spielerinnen ist beeindruckend. So viele High Potentials in einer Halle habe ich noch nirgendwo gesehen. Die Trainingsatmosphäre ist insgesamt geprägt von dem Willen jeder Einzelnen, so viel wie möglich zu lernen, sich zu verbessern. Das ist mit Sicherheit im Ergebnis allen gelungen. Auch für Einige, die in ihren Ländern die Stars ihrer Altersgruppe sind, war es sicherlich eine wegweisende Erfahrung, im internationalen Vergleich ihre Grenzen zu entdecken.

Ich trainiere die Spielerinnen gemeinsam mit 4 Trainer/innen aus Schweden, Dänemark, Rumänien und Polen unter der Anleitung jeweils eines Headcoaches an verschiedenen Stationen. Die 10 Mädchen meiner Trainingsgruppe kommen aus 10 verschiedenen Nationen. Da nicht alle Englisch verstehen, reden wir mit Händen und Füßen, in Basketballsprache eben. Diese Erfahrung setzt sich beim Spiel fort. Ich coache gemeinsam mit Trainern aus Schottland, Andorra und Slowenien Spielerinnen aus ganz Europa, einige ohne Englischkenntnisse. Beim ersten Spiel verhindern Sprachbarrieren, dass sie innerhalb der ersten fünf Minuten des Spiels überhaupt alle eine Gegenspielerin haben. Gemeinsam entdecken wir aber schnell, wie wir jede einzelne Spielerin erreichen können und es klappt ab sofort besser.

Die Besonderheit des Camps liegt sicherlich darin, dass alle mit allen und für alle arbeiten. Es gibt nicht wie bei Freundschaftsspielen oder Meisterschaften „meine Nation“ oder „meine Spielerinnen“, sondern alle Coaches trainieren mit allen Spielerinnen. Dies schafft eine Verbundenheit, die nationale Identitäten, Lebensbedingungen, aber auch finanzielle Hintergründe schnell verschwimmen und verschwinden läßt. Was zählt ist allein Basketball.

Bei gemeinsamen Ausflügen ans Meer und in die Tropfsteinhöhle, aber vor allem in gemütlicher Runde am Abend habe ich eine Menge Freunde gefunden und Kontakte geknüpft, die hoffentlich lange halten werden. Uns allen gemeinsam ist schließlich die Verbundenheit zu dieser Sportart, der wir alle einen beträchtlichen Teil unseres Lebens widmen und die uns über alle Grenzen und Sprachen hinweg verbindet.

Es war eine tolle Erfahrung, für fünf Tage ein Teil dieses Camps zu sein.

(Text Christine Hellkötter)

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