Beispielloses Projekt der ING-DiBa und des DBB zieht positive Bilanz20. Juni 2005

„grab the ball“: 23.000 neue Lederbasketbälle für Basketball-Deutschland

Einen Tag vor Heiligabend, „grab the ball“ ist zu Gast beim Nachwuchstraining des TV Langen. Auf das Spielfeld schreitet ein Weihnachtsmann, er ist 2,07 Meter groß und trägt Turnschuhe. Ohne viele Worte kramt er zehn nagelneue Bälle aus einem großen Sack, die Kinder sind begeistert. „Wir haben dringend neue Bälle gebraucht, weil wir so viele neue Mannschaften haben“, jubelt die 9-jährige Pia und dribbelt von dannen.

Seit dem Dezember 2004 begeistert das Projekt „grab the ball“ – initiiert von der  ING-DiBa und dem Deutschen Basketball Bund (DBB) – ganz Basketball-Deutschland. Mittlerweile sind fast alle der 2.300 Basketball-Klubs in Deutschland, darunter 140 Rollstuhlsportvereine, mit den zehn zum Spielbetrieb zugelassenen Bällen Marken-Bällen beliefert worden – und das  kostenfrei. Nur einige wenige Vereine haben bislang die notwenige Anmeldung versäumt. Gut, dass das Projektbüro der BWA diese Vereine persönlich auf die einzigartige Aktion hingewiesen hat. Bis zum Abschluss von „grab the ball“ Ende Juni wird also auch der letzte Vereinsverantwortliche seinen Spielern neue Bälle präsentieren können.


„Große“ wie DBB-Präsident Roland Geggus, Nationalspieler Pascal Roller und DSB-Präsident Manfred von Richthofen (v.li.) finden „grab the ball“ ebenso gut wie…….
Foto: DBB

Bälle als Grundwerkzeug
Denn Basketballer ohne Bälle sind bekanntermaßen wie Vögel ohne Flügel. „Als ich 1961 in meinen Dorfverein angefangen habe“, blickt DBB-Präsident Roland Geggus zurück, „hatten wir ganze drei Bälle. Einer davon war der Spielball, den durften wir nie zum Üben benutzen.“ Auch heute stehen in vielen kleinen Vereinen nicht genügend Bälle für ein anständiges Training zur Verfügung, etliche Klubs müssen auf Exemplare aus Gummi zurückgreifen. Eine unbefriedigende Situation, vor allem für den Nachwuchs: „Wenn der Ball schlecht ist, macht es keinen Spaß zu trainieren“, weiß auch Nationaltrainer Dirk Bauermann.

Genau da setzt das Konzept von „grab the ball“ an und leistet mit den 23.000 neuen Bällen Unterstützung und Förderung für den Nachwuchs in ganz Deutschland. „Der Verein kann die durch die Aktion eingesparten Ressourcen in weitere Projekte für den Nachwuchs investieren“, sagt Michael Multinu von der Marketing-Abteilung der ING-DiBa.

Warum aber das nachhaltige Engagement für die Basis?  „Für uns war es wichtig, nicht nur die Premium-Produkte Dirk Nowitzki und Nationalmannschaft zu unterstützen“, erklärt Multinu, „sondern auch dort anzusetzen, wo die großen Sponsoren eher weniger zu finden sind. Mit wachsender Bekanntheit und Dynamik eines Unternehmens wächst auch die soziale Verantwortung“. Mehr als eine Million Euro ist der Direktbank diese Maßnahme wert.


……etwas „Kleinere“ und ……
Foto: DBB

Dankbarkeit und Kreativität der Basis
Alle Vereine waren aufgerufen, ihr Ballpräsent und das Projekt in der lokalen Presse und in den Vereinsmedien zu platzieren und die Übergabe des Ballpaketes originell zu inszenieren. Als zusätzlichen Ansporn spendiert die ING-DiBa insgesamt 10.000 Euro für die drei besten Ideen. Der Sieger des „grab the prize“-Vereinswettbewerbs darf sich auf satte 5.000 Euro für die Vereinskasse freuen. (Nach dem Bundestag des DBB Ende Juni werden die Gewinner bekannt gegeben.)

Die Resonanz ist beeindruckend: Basketball-Deutschland hat sich äußerst dankbar und kreativ gezeigt, im Projektbüro stapeln sich die Danksagungen  und Wettbewerbsbeiträge. Bislang wurden unter anderem kurze (Spiel-) Filme in Eigenregie gedreht, Foto-Shootings und Pressekonferenzen veranstaltet oder auch Jugendcamps, Kindertage und Nachwuchsturniere und Spektakuläres wie Fallschirmspringen und Marathon-Basketball organisiert.

Zu den oft und gern gesehenen Gästen gehörten Bundesliga- und Nationalmannschaftsakteure, Trainer, Cheerleader, Maskottchen, Journalisten, Funktionäre und manchmal wie in Langen auch ein Weihnachtsmann. Die Vielseitigkeit der zahlreichen Aktionen brachten das Projekt über den gesamten Zeitraum immer wieder in Zeitungen, Hörfunk und Fernsehen.


….. ganz Kleine!
Foto: DBB

ING-DiBa: Glücksfall für den DBB
Für DBB-Präsident Roland Geggus ist der gemeinnützige Ansatz von “grab the ball“ eine „in der Welt des Sport-Sponsorings einzigartige Neuheit“, ein Glücksfall für den DBB.  „Die Verbindung der Spitzensportförderung mit der Breitensportförderung ist der Wunschtraum vieler Verbände“, bemerkt Manfred von Richthofen, Präsident des Deutschen Sportbundes bereits zum Projektbeginn im Dezember 2004. Tatsächlich hat es eine ähnlich umfassende und konsequente Förderung der Basis einer Sportart bisher noch nicht gegeben.

Umso erfreulicher ist es da, dass die Zusammenarbeit von ING-DiBa und DBB fortgesetzt wird und weitere Projekte in Arbeit sind. So wird es auch in diesem Jahr zu den Länderspielen der Nationalmannschaft in Münster, Braunschweig und Hamburg wieder ING-DiBa  Junior Camps für den Nachwuchs geben. „Die Jugendarbeit bildet das Fundament für kommende Sportgenerationen“, sagt Michael Multinu von der ING-DiBa. Weiter so.  

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