Basketball-WM: Topfavoriten halten sich schadlos5. September 2014

Seit vergangenem Sonntag richten sich die Augen der Basketball-Welt nach Spanien auf den FIBA World Cup. Die Gruppenphase, in der je sechs Teams im Jeder-gegen-Jeden-Modus aufeinandertrafen, ist nun gespielt. Aus vier Gruppen qualifizierten sich jeweils die vier bestplatzierten Mannschaften für die Achtelfinalduelle, die ab kommenden Samstag ausgespielt werden. Große Überraschungen blieben bislang aus, die großen Turnierfavoriten aus den USA und Spanien stehen wie auch Griechenland ungeschlagen in der Runde der letzten 16.

In der Gruppe A zog Spanien einsam seine Kreise. Mit dem Iran und Ägypten erwischte man die vermeintlich leichtesten Gegner zu Beginn des Turniers. Angeführt von einem Pau Gasol (Foto links) in Topform ließen die Spanier den Underdogs keine Chance (90:60 vs. Iran, 91:54 vs. Ägypten) und zeigten am dritten Spieltag auch den gut gestarteten Brasilianern ihre Grenzen auf (82:63). Mit Frankreich und Serbien warteten noch zwei Topteams auf die Gastgeber, die aber ebenfalls keine Mittel gegen den Weltmeister von 2006 fanden. In einem spannenden Kampf um Platz 2 sicherte sich letztlich Brasilien die beste Ausgangsposition unter den Verfolgern, weil die direkten Duelle gegen Frankreich und Serbien gewonnen wurden. Auf dem dritten Rang folgt Frankreich, das sich mit einem Sieg über den Iran am letzten Vorrundenspieltag noch vor das Team aus Serbien setzte, das sich den letzten Achtelfinalplatz der Gruppe A sicherte.

Griechenland, Argentinien und Kroatien sind als Favoriten in die Gruppe B gestartet. Die ersteren beiden Teams zogen letztlich ungefährdet und vorzeitig in die Zwischenrunde ein, Kroatien hingegen musste am letzten Spieltag zu einem “Endspiel” gegen Puerto Rico antreten.Letztlich sicherten sich die Kroaten mit einem Sieg aber das Achtelfinalticket – durch die abschließende Niederlage der Argentinier gegen Griechenland sogar als Gruppenzweiter. Attraktion der Gruppe war allerdings ein anderes Team: Erstmals seit über 30 Jahren nahmen die Phillipinen wieder an einer Basketball-Weltmeisterschaft teil. Die Außenseiter hielten erstaunlicherweise in jedem Spiel lange Zeit hervorragend mit, zwangen Kroatien zum Turnierbeginn sogar in die Overtime und belohnten sich schließlich im letzten Spiel gegen Senegal mit dem ersten und einzigen Turniersieg.  An Senegals Qualifikation für das Achtelfinale änderte aber auch die Niederlage gegen den Außenseiter nichts mehr. Mit Gastgeber Spanien wartet aber nun eine Herkulesaufgabe.

US-Team macht kurzen Prozess

Die Gruppe C wurde erwartungsgemäß von Topfavorit USA dominiert. Der Titelverteidiger setzte gleich zu Beginn beim 114:55-Sieg gegen Finnland ein deutliches Zeichen und blieb auch während der restlichen Gruppenphase ungefährdet: Gegen die Türkei, die sich schon gegen Neuseeland schwer tat, gab es einen 98:77-Erfolg , gegen Neuseeland gewannen die US-Amerikaner mit 98:71 und waren damit vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Auch in den beiden verbliebenen Gruppenspielen hielten sich die USA, dessen Topscorer in der Vorrunde der junge Anthony Davis (Foto rechts) war, schadlos. Hinter dem Team von Headcoach Mike Krzyzewski entwickelte sich aber eine wahre Nervenschlacht. Am vierten Spieltag standen die Türken  kurz vor dem KO. Im (vor)entscheidenden Duell gegen Finnland am vorletzten Spieltag lag die Türkei zwischenzeitlich mit 17 Punkten zurück, rang die Skandinavier aber letztlich in der Overtime nieder und stellte die Weichen auf Achtelfinal-Einzug. Bitter lief das Turnier für die Ukraine: Vor dem letzten Spieltag lagen die Osteuropäer noch auf dem zweiten Platz der Gruppe, nach der abschließenden Niederlage gegen das US-Team fiel die Mannschaft aber sogar noch auf den fünften Rang zurück und verpasst damit das Achtelfinale.

In der Gruppe D ist Slowenien von Beginn an vorne weg marschiert.  Mit drei Siegen über Australien, Mexiko und Südkorea qualifizierte sich das Team vorzeitig für die nächste Runde. Im abschließenden Spiel gegen Litauen verspielten die Slowenen allerdings den Gruppensieg. Dahinter qualifizierte sich Australien ebenso vorzeitig. Mexiko, Angola und Südkorea kämpften bis zum Schluss um den letzten verbliebenen Achtelfinalplatz und damit darum, wer gegen die USA antreten darf bzw. muss. Letztlich setzten sich die Mexikaner aufgrund des gewonnen direkten Duells gegen Angola durch.

NBA-Spieler dominieren das Turnier

Die Top-Performer der Gruppenphase verdienen ihr Geld allesamt in der NBA. Der Puerto Ricaner Jose Barea, der für die Minnesota Timberwolves spielt, führt die Liste der Topscorer mit 110 Punkten (22,0 pro Spiel) vor Luis Scola (ARG, Indiana Pacers, 108 Punkte) an. Auf dem dritten Platz folgt der spanische Superstar Pau Gasol von den Chicago Bulls mit 106 Punkten. Die Rebound-Statistik wird deutlich dominiert von Andray Blatche (PHI, Brooklyn Nets, 69) vor Gorgui Dieng (SEN, Minessota Timberwolves) und Hamed Haddadi (IRA, Phoenix Suns, beide 57).

Auch wenn die großen Sensationen bislang ausgeblieben sind, haben die Ergebnisse der Gruppenphase einige hochinteressante Achtelfinal-Duelle ergeben. So erwartet die Zuschauer beim Duell USA vs. Mexiko ein hitziges Nachbarschaftsduell, in das das US-Team allerdings als großer Favorit startet. Etwas ausgeglichener, aber nicht minder hitzig dürfte der Südamerika-Klassiker werden. Argentinien kämpft gegen Brasilien um den Einzug ins Viertelfinale. Auf Gastgeber Spanien wartet mit dem Senegal eine lösbare Aufgabe, insbesondere, weil die Spanier ihre Extraklasse bereits mehrfach gezeigt haben. Außerdem kommt es in der Runde der letzten 16 zu einigen europäischen Duellen, die Spannung versprechen. So trifft Kroatien auf Spanien, Griechenland tritt gegen die Auswahl aus Serbien an. Die Türkei misst sich mit Australien, Litauen trifft auf die “Tall Blacks” aus Neuseeland und auf Slowenien wartet die Dominikanische Republik.

 

Die Achtelfinalspiele im Überblick:

USA – Mexiko

Kroatien – Frankreich

Slowenien – Dom. Republik

Spanien – Senegal

Litauen – Neuseeland

Griechenland – Serbien

Türkei – Australien

Brasilien – Argentinien

 

Alle weiteren Informationen und Statistiken zur Europameisterschaft finden Sie unter diesem Link!

 

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