Basketball-Projekt in Namibia: Die Kleinen ganz groß23. August 2012

Seit mehreren Jahren engagiert sich der Deutsche Basketball Bund (DBB) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit einem Basketball-Projekt in Namibia. Larissa Ewerling, derzeit Praktikantin bei Frank Albin in Namibia, berichtet über eine besondere Aktion der Basketball Artist School, die die stetige Entwicklung des Projekts verdeutlicht:

Die Kinder der Basketball Artist School aus Windhoek-Katutura in Namibia waren im vergangenen Monat, binnen vier Tagen, in vielen Dörfern und Städten im Norden Namibias, um dort zu zeigen, was Basketballtraining tatsächlich bedeutet. Die Reiseziele waren beispielsweise Tsumeb in der Oshikoto Region, Ongwediwa und Oshakati in der  Oshana Region und Tsandi in der Omusati Region.

Gemeinsam mit dem Teamchef Frank Albin und den anderen beiden Trainern Pondo Nailenge und Ramah Mumba und einigen Praktikanten sammelten die BAS-Kids zunächst Spielpraxis, durch viele Spielbegegnungen mit hiesigen Basketballteams und dann führten alle ein Trainings-Camp durch. Die Besonderheit: Die BAS-Kids wurden selber zu Trainern und unterrichteten gemeinsam mit Frank Albin die Kinder des Nordens. Das Prinzip, jedem Basketball-Kind einen Trainer „auf Augenhöhe“ an die Hand zu geben, ging auf. Die Kinder aus dem Norden Namibias freuten sich am Ende der Tage über zahlreiche Erklärungen und Tipps und die BAS- Kids konnten neben enormer Spielpraxis, stolz auf sich sein, ihr eigenes Können nun auch schon qualifiziert weitergeben zu können.

Nachdem Sieg der BAS-Mädchen bei der High School League, die dem Ausflug in den Norden, in Windhoek voran gegangen war, waren auch die Jungen angespornt viel Spielpraxis zu sammeln und den Erfolgskurs der Mädchen aufzunehmen. Die gegenseitige Unterstützung, das Auftreten der BAS-Kids als Team war faszinierend und wurde von allen gegnerischen Mannschaften und allen Zuschauern gelobt. Abschließend konnten die Mädchen in Ongwediva den ersten Platz des Turnieres gewinnen und die Jungen den zweiten Platz.

Neben dem Basketball spielen wurde jedoch auch die Umgebung erkundet und die Kinder lernten viel Neues über ihr Heimatland Namibia. So trafen sich die Kinder aus Windhoek mit den Kindern aus Tsandi an einem der größten „Baobab-Trees“, sprich einem der größten Affenbrotbäume Namibias und lernten, wie diese gigantischen Bäume in der Vergangenheit bei Kriegen dienten und wie sie heute genutzt werden.

Rundum, schwärmen die neuen namibischen Basketballtalente von einer lehrreichen Tour, sowohl hinsichtlich ihres Basketballkönnens als auch hinsichtlich der Bereicherung ihres geschichtlichen und geographischen Wissens. Die Kinder sagen ein großes Danke, allen Partnern, die durch Spenden und übermäßiges Engagement Touren, wie diese möglich machen.

Auch in Zukunft werden also die BAS-Kids weiter durch verschiedene Teile des Landes ziehen, um ihr fleißig erarbeitetes, spielerisches Können zu erweitern, zu zeigen und zu vermitteln.

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