AUS – RUS: Russland kämpft den Meister nieder / Russia wrestles down champs7. April 2012

Das erste Spiel der Gruppe D sollte ein wahrer Krimi werden. In einer unheimlich kampfbetonten Partie zwischen Australien und Russland musste sich der amtierende Gewinner des Albert Schweitzer Turniers mit 57:59 (7:11, 20:18, 10:15, 20:15) geschlagen geben. Zum Matchwinner avancierte auf Siegerseite der wurfgewaltige Mikhail Kulagin (22 Punkte), der 0,8 Sekunden vor Schluss an der Freiwurflinie für den Endstand sorgte.

Der amtierende AST-Meister versuchte die Partie über die typisch australische Verteidigung zu kontrollieren, was in den ersten Minuten auch hervorragend funktionierte. Es dauerte immerhin über drei Minuten, ehe Russland der erste Feldkorb gelang (4:4, 4. Minute). Während die Osteuropäer zumindest allmählich zu einer Art Offensiv-Rhythmus fanden, ging bei der Truppe von Cheftrainer Damian Cotter in der Vorwärtsbewegung fast gar nichts (7:11, 10. Minute). Im zweiten Viertel kam es noch schlimmer, als Russland in der eigenen Hälfte nach konsequenter durchgriff und die Schotten dichtmachte. Schnell wuchs der Vorsprung in den zweistelligen Bereich (11:24, 15. Minute). Dann allerdings zeigte der Champ sein wahres, sein kämpferisches Gesicht. Mit einem 16:2-Lauf – in dem den Russen lediglich Freiwurftreffer vergönnt waren – übernahm Australien zunächst die Führung (27:26, 19. Minute), kassierte kurz vor der Pause aber noch einen Dreier (27:29).

Das dritte Viertel passte in seinem Verlauf zum bisherigen Spiel. Russland setzte sich zunächst ab (29:40, 25. Minute), konnte den Schwung aber nicht über den gesamten Abschnitt halten und kassierte vor der kurzen Pause erneut einen kleinen Lauf, der Australien mit Selbstvertrauen versorgte (37:44, 30. Minute). Es blieb weiter spannend, denn die Jungspunde vom ozeanischen Kontinent ließen sich einfach nicht abschütteln, sondern holten vielmehr Punkt um Punkt auf (45:50, 35. Minute). Es lief auf eine spannende Schlussphase hinaus, in der das Spiel auf des Messers Schneide stand und in beide Richtungen kippen konnte (52:56, 39. Minute). Bei einer Minute verbleibender Restspielzeit versenkte Australien zwei Freiwürfe zum 54:56-Anschluss, was Russlands Trainer Alexandr Chernov zu einer taktischen Auszeit zwang.Russland antwortete über den stark aufspielenden Mikhail Kulagin, der sich Eins-gegen-Eins durchsetzte und per Korbleger vollstreckte (54:58, 40. Minute). Dem Meister blieben noch 31 Sekunden, um die Wende herbei zu führen oder zumindest eine Verlängerung zu erzwingen. Der Ball landete schließlich in den Händen von Michael Rowley, der aus der rechten Ecke Maß nahm und eiskalt einnetzte (57:58). Australien musste taktisch foulen und schickte Kulagin an die Linie, der den ersten Bonus verwandelte und den zweiten Wurf taktisch klug auf den Ring setzte, was bei 0,8 Sekunden auf der Uhr den Sieg bedeutete.

AUS – RUS: Russia wrestles down champs

The first game in group D play turned out to be a stunner. In an intense clash of Australia and Russia the 2010 champs came up just short 57-59 (7-11, 20-18, 10-15, 20.15). Hot-handed guard Mikhail Kulagin (22 points) put the nails in the coffin from the free throw line with 0.8 seconds to go to secure the Europeans‘ win.

The reigning AST champs tried to gain control through hard-nosed, rough and honest defense – which went well into Australia‘s favor for over three minutes, before Russia hit its first field goal (4-4, 4.). While the Europeans finally got some kind of offensive rhythm going, nothing really kicked in for head coach Damian Cotter‘s troops (7-10, 10.). In the second period things went even worse, as Russia shut it down to extend its lead into double digits (11-24, 15.). From that point on the 2010 bests showed their real game face, taking over the game with a 16-2 spurt (27-26, 19.), before getting hit by an opposing trey to end the first half (27-29).

The third period almost was an exact copy of what had happened thus far. Russia extended the lead  to double digits (29-40, 25.), but could not keep the pace up for the entire frame (37-44, 30.). The game remained exciting and close as well, as Australia hung on to erase the deficit possession by possession (45-50, 35.). The stage was set for a thrilling ending that became a reality after the champs nailed two freebies to make it 54-56 with one minute to go. Mikhail Kulagin answered right back with a lefty scoop to put his colors up by four once more (54-58). Australia had 31 seconds left to turn things around or let overtime become a reality. After one missed shot and an offensive rebound it was Michael Rowley who netted a corner three (57-58), before Australia sent Kulagin to the line. The russian connected on the first, then missed the second bonus intentionally to seal the deal 0.8 seconds before the end of regulation.

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