Alter schützt vor Basketball nicht7. August 2005

3. Ehemaligen-Treffen der Ü70

Am kommenden Wochenende heißt es für einige nimmermüde Basketballurgesteine wieder einmal: Die Turnschuhe von den Wandnägeln geholt, Wechselsocken und Extraschlüpfer eingepackt und flugs hineingeschlüpft ins schillernde DBB-Basketballtrikot. Am 10./11. September wird in Hamburg das 3. Ehemaligen-Treffen der Ü70 stattfinden, dessen Höhepunkt am Sonntag ein Länderspiel gegen eine entsprechend ebenso reife Delegation aus Finnland sein wird. Nachdem man in den letzten Jahren in Göttingen und Braunschweig sehr gute Erfahrungen mit den dortigen Veranstaltungen gemacht hatte, darf man sich nun auf ein harmonisches „Basketball-Revival“ in der schönen Stadt an der Elbe einstellen.

Wenn sich bei einer Mannschaft von Erfahrung sprechen lässt, dann wohl an dieser Stelle: Bei den deutschen Vertretern hat keiner nach dem Jahr 1935 das Licht der Welt erblickt; viele von ihnen spielen schon seit über fünfzig Jahren Basketball, wobei einige sich schon in zahlreichen Länderspielen auszeichnen konnten. Während die Avantgarde des zeitgenössischen Basketballs ihren Spielstil eher in ausufernden Verrenkungen sucht, scheinbar eine neue Ära des verschnörkelten Jugendstils kreierend, werden die Zuschauer des Ü70-Spiels noch die traditionelle Schule dieser Sportart bewundern können. Sicherlich ein Schauplatz bei dem man altbewehrte Hakenwürfe, abgezockte Ballstafetten und ausgefuchste Wurffinten nach klassischer Ausbildung bewundern kann. Der ein oder andere Frischling könnte sich dabei bedenkenlos einige Notizen machen und sein Spiel um einige effiziente Bewegungen bereichern. Als besonderes Bonbon dürfen sich die Teilnehmer zusätzlich auf ein gut ausgestaltetes Rahmenprogramm freuen, in dem nicht nur die schönsten Ecken Hamburgs erkundet werden sollen. Neben dem kleinen Turnier, in dessen Zentrum erstmalig eine internationale Auswahl ein Freundschaftsspiel gegen deutsche Vertreter spielen wird, dürfte wohl am Samstagabend einer der Höhepunkte erreicht werden. Bei einem gemütlichem Abend im Sportlerheim Bickbargen können zur nächtlichen Brotzeit nicht nur sämtliche Spielzüge der Basketballhistorie diskutiert werden, auch die Taktik für das am Sonntag stattfindende Duell gegen die finnischen Gäste will besprochen werden. Also nach dem Fachsimpeln rasch ein paar Schlücke „Schlummifix“ gegönnt, um am nächsten Tag wohlausgeruht den Freundschaftsvergleich antreten zu können. (Zu sehen ist dieses Event am Sonntag, den 11.09.05 um 10 Uhr in der Sporthalle der Grundschule Bickbargen in: Bickbargen 115, Halstenbeck.)
Nach dem Duschen dürfen sich die „alten Hasen“ dann gemeinsam ihre jüngeren Pendants beim Länderspiel der deutschen A-Nationalmannschaft gegen Bosnien Herzegowina ansehen.

“Diese Initiative stößt auf ein außerordentlich großes Echo. Es ist nicht nur die Zusammenkunft der Gründergeneration des Basketballs, sondern ein Treffen aller und eine Plattform für diejenigen, die etwas über die Geschichte dieses Sports lernen wollen“ betont DBB-Vizepräsident Heinz-Michael Sendzik voller Vorfreude. Er selbst hat es sich für die Zukunft zur Aufgabe gemacht, mit möglichst vielen Zeitzeugen zu sprechen, um nicht nur die Anfänge des Basketballsports, sondern auch die sportlichen Ereignisse in beiden deutschen Staaten während der langjährigen Teilung für die Nachwelt zu bewahren, denn „da liegt sicherlich noch die eine oder andere interessante Geschichte im Verborgenen“.

Auf die Hansestadt wartet im nächsten Jahr schon das nächste Großereignis. Hans-Jürgen Duchstein, Koordinator des diesjährigen Treffens der Ü70, wird dann das Maxibasketballturnier in Hamburg organisieren, bei dem die Titel des  4. European Championship vergeben werden. Auch hier darf man sich nicht nur auf hochklassigen Basketballsport, sondern auch wieder auf einen Hauch gelebter Historie freuen.

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