A2-Herren: China-Reise endet mit Niederlage25. Juli 2014

Die deutsche A2-Herren-Nationalmannschaft hat sich mit einer Niederlage von ihrer China-Reise verabschiedet, nimmt aber eine Menge an neuen und positiven Erfahrungen mit. Gegen Serbien, die man im ersten Turnier in Kunshan noch hatte schlagen können, reichten heute die Kräfte nicht mehr aus. Am Ende musste sich die Mannschaft von Bundestrainer Henrik Rödl mit 61:77 (7:21, 19:19, 12:24, 23:13) vor gut besuchten Rängen in Harbin geschlagen geben. Bester Werfer der deutschen Auswahl war Maurice Pluskota (15 Punkte). Damit gehen zwei intensive Wochen in China zu Ende. Mit einem dritten und einem vierten Platz bei den Turnieren in Kunshan und Harbin und starken Gegnern kann die Mannschaft durchaus zufrieden sein, zumal einige fest eingeplante Spieler derzeit in der Nationalmannschaft spielen. Gegen Ende der Reise merkte man dem Team die Belastung an. Die A2-Nationalmannschaft wird morgen bereits in die Heimat zurückfliegen.

Gegen Montenegro schickten Henrik Rödl und Co-Trainer Kay Blümel zunächst Mathis Mönninghoff, David Brembley, Joshiko Saibou, Maurice Pluskota (Foto) und den wieder genesenen Stefan Schmidt  ins Rennen. Wie am Vortag gegen China tat sich das DBB-Team sehr schwer, ins Spiel zu finden. Es fehlte die nötige Energie, gegen lebendige Serben dagegenzuhalten. Auch in der Reboundarbeit, im bisherigen Turnierverlauf oftmals eine Stärke der deutschen Mannschaft, fehlte es an der nötigen Konsequenz. Dazu kamen ein paar unnötige Ballverluste und so ging das erste Viertel mit 7:21 deutlich an Serbien. Den zweiten Spielabschnitt konnten die ING-DiBa-Korbjäger ausgeglichen gestalten und besannen sich auf ihre Stärken. Besonders in der Offensive nutzte man die sich bietenden Chancen. Mit 26:40 ging es in die Halbzeitpause.

Nach der Pause hatte die DBB-Auswahl erneut den Rhythmus verloren und musste mit ansehen, wie Serbien Punkt um Punkt davonzog. Auch kleine taktische Veränderungen brachten keinen langfristigen Erfolg. Mit 38:64 ging es in den letzten Spielabschnitt, in dem das Trainerteam nochmal an den Einsatzwillen und Kampfgeist der Mannschaft appellierte. Mit Erfolg! Das DBB-Team zeigte nochmal guten Basketball und hatte endlich auch das nötige Glück bei einigen Würfen. Zwar nahmen die Serben einen Gang raus, doch Deutschland ließ ihnen nicht mehr den Raum und verteidigte mit der nötigen Leidenschaft und Kosequenz. So konnten sie den Rückstand am Ende auf unter 20 Punkte reduzieren und verloren mit 61:77.

“Leider haben wir heute da weitergemacht, wo wir gegen China aufgehört haben. Wir waren immer einen Schritt zu spät, bei den Rebounds, in der Defense und haben einige Chancen vorne liegenlassen. Auch in den Auszeiten konnten wir nicht für die nötige Energie sorgen und dann wurde es immer schwieriger. Im dritten Viertel ging der Rückstand dann auf die 30 zu und so war die Devise: Im letzten Viertel nochmal alles zeigen, mit Herz spielen und uns ordentlich verabschieden. Das hat die Mannschaft dann auch nochmal geschafft und das muss man ihr hoch anrechnen”, beschrieb Kay Blümel das heutige Spiel. “Leider haben wir uns in den letzten beiden Spielen unter Wert verkauft. Das ist schade.” Das Trainerteam um Bundestrainer Henrik Rödl und Co-Trainer Blümel zog dennoch ein positives Fazit der Turnierreise nach China: “Insgesamt müssen wir ein positives Fazit ziehen. Wir haben vier richtig gute Spiele gezeigt und es den A1-Teams der anderen Nationen richtig schwer gemacht. Für die Spieler war es eine wertvolle Erfahrung, so viel Zeit im Team zu verbringen und sechs Spiele in acht Tagen zu absolvieren. Da hat uns auch einen guten Überblick für die Universiade im nächsten Jahr gegeben; daraus können wir die nötigen Rückschlüsse ziehen. Man muss auch den Veranstaltern ein Lob aussprechen. Die Hotels waren super, der Transfer hat funktioniert, das Essen gerade in Harbin war hervorragend. Wehrmutstopfen waren die Schiedsrichterleistungen und die fehlenden Videos der Spiele. Alles in allem hat sich die Reise für uns und die Spieler aber geloht, auch wenn wir alle froh sind, morgen wieder nach Hause zu fliegen”.

 

Für Deutschland spielten:
Julian Albus (WALTER Tigers Tübingen), Hans Brase (Princeton University/USA, 10), David Brembly (medi Bayreuth, 6), Anthony Canty (TBB Trier, 2), Stephan Haukohl (rent4office Nürnberg, 11),  Mathis Mönninghoff (TBB Trier, 4), Maurice Pluskota (Basketball Löwen Braunschweig, 15), Joshiko Saibou (Gießen 46ers, 1), Stefan Schmidt (TBB Trier, 2), Michael Wenzl (Artland Dragons), Andreas Wenzl (TBB Trier, 4), Achmadschah Zazai (Basketball Löwen Braunschweig, 6).

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