6. Basketball-EM der Gehörlosen – Deutsche Damen noch sieglos3. Juli 2012

Auftaktspiel gegen Europameister
GER – SWE 30:55 (6:10, 11:18, 4:16, 9:11)

Gleich im ersten Spiel der 6. Basketball-Europameisterschaften trafen die deutschen Damen auf Titelverteidiger und Weltmeister Schweden, der klar als Favorit in die Partie ging. Trainer Roland Sovarzo hatte dem entsprechend den Taktikschwerpunkt auf harte Abwehr gelegt, um das schnelle Spiel der Schwedinnen zu unterbinden. Sein Ziel war es, den Gegner unter 60 Punkten zu halten.
Tatsächlich gelang es im ersten Viertel, mit 6:10 sogar einen Vorsprung für Deutschland heraus zu arbeiten. Offenbar hatte der Gegner nicht mit einer so starken Abwehr gerechnet. Im zweiten Viertel holten die Schwedinnen jedoch auf und lagen zur Halbzeit mit 11 Körben Vorsprung vorn.

Die Defensivtaktik von Trainer Sovarzo ging dennoch voll auf, allerdings brach die Abwehr im dritten Viertel kurzzeitig ein und mit 4:16 Punkten spielten die deutschen Damen hier ihr schwächstes Spiel. Danach fingen sie sich wieder und konnten im letzten Viertel mit 9:11 Körben Schweden erneut stark bedrängen. Das Endergebnis: 30:55. Im Angriff gab es auf deutscher Seite viel Pech bei den Korblegern und Unsicherheit unter den Spielerinnen führte zu Fehlpässen und Problemen, die größtenteils auf Nervosität des neu
zusammengestellten Teams zurück zu führen war gegenüber dem starken Auftaktgegner. Doris Klaus und Regina Sovarzo waren mit jeweils 5 Punkten stärkste Korbschützinnen. Weitere jeweils 4 Körbe erzielten Annika Atzert, Dijana Lelic, Sonja Wucher und Olivia Voelker.

Trainer Sovarzo war mit dem Spiel insgesamt zufriedener als die Sportlerinnen selbst, die ein knapperes Ergebnis für möglich gehalten hätten, wenn im Angriff kontrollierter gespielt worden wäre. Trotz Niederlage ist die Partie als guter Auftakt zu werten. Das 30:55 ist das beste Ergebnis, das die deutschen Damen bisher jemals gegen Schweden erreicht haben. Für die kommenden Spiele wird das Team auf verbesserte Taktik setzen, bissiger ins Spiel gehen, die gute Abwehrleistung noch weiter ausbauen und kontrollierter in den Angriff gehen.

Knappe Niederlage gegen Italien
ITA – GER 43:41 (15:8, 13:7, 7:13, 6:15)

Im zweiten Spiel des Turniers traf Deutschland auf Italien. Bei der EM 2008 hatten die Italiener keine Damen-Mannschaft gemeldet, so dass das DGS-Team über wenig Vorinformation verfügte. Als Taktik hatte Trainer Roland Sovarzo dieses Mal schnelles Spiel, Würfe von außen und wie schon im Spiel gegen Schweden eine starke Defense vorgegeben. Es gelang den deutschen Damen zunächst kontinuierlich einen beachtlichen Vorsprung aufzubauen, so dass es zur Halbzeit 28:15 stand.

In der zweiten Spielhälfte gingen die stark bedrängten Italienerinnen hart ins Spiel. Viele Fouls, Fehlentscheidungen von Seiten der Schiedsrichter und verletzungsbedingtes Ausscheiden von Doris Klaus kurz nach der Pause führten zu Hektik im deutschen Team und
die Führung konnte nicht weiter Ausgebaut werden. Punktverluste im dritten und vierten Viertel ließen den Vorsprung weiter zusammenschrumpfen. Die Trefferquote war auf beiden Seiten gering, doch die Italienerinnen nutzten Fehler in der deutschen Abwehr für 4 von den insgesamt 6 Dreiern. Am Ende verloren die deutschen Damen knapp mit 43:41. Angesichts der guten ersten Halbzeit ein mehr als ärgerliches Ergebnis.

Die DGS-Mannschaft war enttäuscht von Ihrer Wurfquote und vielen Ballverlusten, führte das Kippen des Spiels aber auch auf die Schiedsrichterleistung zurück, die für ein hochkarätiges Turnier ungenügend war. Beste Trefferquote im deutschen Team hatte Annika Atzert mit 11 Körben gefolgt von Dijana Lelic mit 10 Treffern und Franziska Müller mit 9.

Deutsche Damen chancenlos
LTU – GER 85:18 (19:5, 18:7, 27:2, 21:4)

Im Spiel gegen den amtierenden Vize-Europameister Litauen waren die deutschen Damen von Anfang an chancenlos. Die Litauerinnen spielten auf jeder Position besser und zeigten gegenüber den letzten Europameisterschaften 2008 noch eine erhebliche Leistungssteigerung. Nach Einschätzung von Roland Sovarzo könnten Sie dieses Mal den Titel holen. Im ersten Viertel versuchte das deutsche Team noch gegen zu halten, dann zeigte sich, dass der Gegner übermächtig war und auch die bisher gute Abwehr der Deutschen nicht standhalten konnte. Zu schwach im Angriff, zu viele Ballverluste, überforderte Aufbauspielerinnen war die Bilanz auf deutscher Seite. Die faire Partie ging verdient an Litauen.

Der nächste Gegner in diesem Turnier wird Weißrussland sein. Trainer Sovarzo betont, dass es ein wichtiges Spiel wird, in dem unbedingt die Taktik umgesetzt und ein gutes Zusammenspiel gezeigt werden muss. Bleibt zu hoffen, dass es dieses Mal für einen Sieg reicht.

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