50. DBB-Bundestag eröffnet15. Juni 2013

Der 50. Bundestag des Deutschen Basketball Bundes in Bremerhaven ist eröffnet. Das Jubiläum wird mit den rund 100 Delegierten aus den 16 Landesverbänden und aus den Bundesligen sowie mit einigen Gästen noch bis zum morgigen Sonntag gefeiert, wenn die Anträge abgestimmt werden.

Das bis 2014 gewählte Präsidium des Deutschen Basketball Bundes (Präsident Ingo Weiss und fünf Vizepräsidenten) legte ein Jahr vor dem nächsten Wahl-Bundestag in Dresden Rechenschaft ab und präsentierte die Bilanz der einzelnen Ressorts. Die Delegierten aus den Landesverbänden und Ligen beschäftigen sich zudem mit Anträgen zur Satzung, Spielordnung, Lehr- und Trainerordnung und Finanzordnung.

Nach einem kurzen Einspielfilm eröffnete Ingo Weiss (Foto links) offiziell den Bundestag. In seinen Eingangsworten blickte der DBB-Präsident auf den Sommer mit den Nationalmannschaften voraus und sprach u.a. über den Umbruch in der Herren-Nationalmannschaft. Der historische Basketball-Standort Bremerhaven sei ein idealer Austragungsort für den Bundestag. Ingo Weiss begrüßte die Ehrengäste sowie den Ehrenpräsident Manfred Ströher und die Ehrenmitglieder Prof. Walther Tröger und Heinz-Michael Sendzik, die sich anschließend ebenfalls mit Grußworten an die Bundestagsdelegierten wandten.

Zuvor gab es noch eine emotionale Totenehrung, in der Weiss stellvertretend für die Verstorbenen an das ehemalige Präsidiumsmitglied des DBB, Emil Sadowsky, an die ehemalige DBB-Mitarbeiterin Sieglinde Robbenmenke und an den ehemaligen Bundestrainer Dr. Miloslav Kriz erinnerte.

Grußworte der Ehrengäste

Holger Münch (2. v. li.), Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport bei der Freien und Hansestadt Bremen, sprach von einer “gesunden Konkurrenz” der Städte Bremen und Bremerhaven, die gut übertragbar auf den Sport und den Basketball sei. Münch überbrachte die Grüße vom für den Sport zuständigen Senator Ulrich Mäurer. Der DBB habe in seiner bewegten Geschichte immer “den richtigen Abzweig” genommen. “Der Basketballsport hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung in der Region Bremen und Bremerhaven gewonnen”, wusste der Staatsrat zu berichten. Zunehmend rücke auch das gesellschaftliche Engagement des Basketballs in den Fokus. Themen wie Integration, Inklusion oder Ganztagsschule spielen eine immer größere Rolle, dies werde beim DBB berücksichtigt. Das Projekt “Engagier Dich” zur Förderung des Ehrenamtes gehe da genau in die richtige Richtung. Abschließend dankte Münch den Anwesenden für ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement. Die Politik sei es ihnen schuldig für gute Rahmenbedingungen zu sorgen.

Helke Behrendt (Mitte), Vizepräsidentin des Landesportbundes Bremen, überbrachte die herzlichen Grüße des LSB-Präsidiums. Sie habe Emil Sadowsky und Paul Pätzel kennengelernt und sei durch die beiden geprägt worden. “Basketball ist ein ganz besonderer Sport und ich hoffe, dass die Entwicklung weiter so positiv verläuft”, sagte Behrendt, wünschte dem Bundestag einen erfolgreichen Verlauf und viel Erfolg für die Herren-Europameisterschaft.

Thorsten Neuhoff (2. v. re.), Stadtrat für Sport und Freizeit der Stadt Bremerhaven, entschuldigte den Oberbürgermeister des Stadt Bremerhaven. Die Bremerhavener seien stolz auf ihre Stadt, der Wandel sei eng verbunden mit dem Basketball verbunden. Der Stadtrat blickte auf die Bremerhavener Basketballgeschichte zurück und sprach die jüngsten Erfolge u.a. der Eisbären Bremerhaven an. Mitte der 90er Jahre gab es eine große Krise in Bremerhaven, seitdem sei aber eine mittlerweile sehr gute Infrastruktur entstanden. Die “neue Welt” im Hafen von Bremerhaven sei jetzt die Keimzelle der Stadt. Täglich sei es – ähnlich wie im Basketball – eine große Herausforderung sich dem Wandel zu stellen. “Wir sind stolz auf das, was Bremerhaven auch im Basketball erreicht und zu bieten hat”, so Neuhoff. “Seien Sie unser Botschafter”, appellierte er abschließend an die Delegierten.

Andreas Messer (rechts), Präsident des Bremer Basketball-Verbandes, hieß den DBB-Bundestag ebenfalls herzlich willkommen. Die “schöne Küstenstadt Bremerhaven” biete eine ganze Menge, dort seien zusammen mit Bremen viele große und bedeutende Unternehmen ansässig. Er erinnerte an die “Bremer Beschlüsse” (Verselbständigung der Bundesliga Herren) und sprach davon, dass es immer nur ein Ziel gebe: die Förderung des Basketballs. “Dankbar schaue ich rückwärts auf die Geschichte der Bundestage, die mir unvergessliche, demokratische Erinnerungen geschenkt hat”, so der LV-Präsident weiter. Er schaue “mutig vorwärts” auf die anstehenden Aufgaben. Die Demokratie sei leider in Europa nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Man müsse daher verbindlich, verlässlich und vertrauensvoll arbeiten. Der Dank von Andreas Messer galt allen, die im Basketball Engagement zeigen.

DBB-Präsident Ingo Weiss ergänzt seinen Bericht

Ingo Weiss ergänzte seinen schriftlichen Bericht um einige Anmerkungen zum “großen Umbruch im Damenbereich”. Dort seien auf allen Ebenen große Anstrengungen notwendig, um die deutsche Damenbasketball-Nationalmannschaft wieder in die Lage zu versetzen regelmäßig an EM-Endrunden teilzunehmen. Der DBB-Präsident schloss einige Bemerkungen zu den Jugend-Nationalmannschaften an. Die makellose EM-Qualifikation der DBB-Herren sei sehr erfreulich und nicht zuletzt auch auf Svetislav Pesic zurückzuführen. Der Umbruch zum neuen Bundestrainer Frank Menz sei überraschend gekommen, allerdings mittelfristig geplant gewesen. Man werde nicht “über ihn herfallen”, wenn es bei der EM nicht so laufen sollte. Die Vorbereitungen des Albert Schweitzer Turnieres 2014 laufen auf Hochtouren, das Turnier sei über zehn Jahre in Mannheim gesichert.

“Die Rollstuhlbasketball-EM steht vor der Tür und wird ein tolles Erlebnis sein. Unser Hauptsponsor ING-DiBa hat sich dort sehr engagiert”, berichtete der DBB-Präsident, der mit einem Blick auf die neuen Sponsoren PEAK und ERGO fortfuhr. Auch das neue Projekt “Engagier Dich!” erwähnte Weiss und nannte es “sehr wichtig für die Mitgliederentwicklung und für den Zusammenhalt”. Je mehr “Botschafter” man habe, desto mehr profitiere die Sportart Basketbal und der DBB. Einen großen Dank richtete der DBB-Chef auch an die Bundesligen, mit denen es eine gute Diskussionskultur gebe. Die Ziele seien generell gleich. Man könne stolz auf den Basketball sei, in dem keine öffentlichen Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden. Man sei “gut aufgestellt!”

Abschließend sprach Weiss noch den Deutschen Olympischen Sportbund an, bei dem es momentan zwei Hauptthemen gibt: die neue Eingruppierung der Verbände und die aktuelle Personaldiskussion. Bei den Damen sei man in Gruppe E, bei den Herren in Gruppe D eingestuft. Dies sei mit finanziellen Verlusten verbunden. Daher sei weiter, auch auf der Ebene der Landessportbünde, großes Engagement von allen Seiten gefragt. Der DBB unterstütze Dr. Thomas Bach bei seiner Bewerbung um das Amt des IOC-Präsidenten. Die Nachfolgediskussion werde anschließend geführt. Es werde eine sehr positive Lösung für den deutschen Sport geben. Am 4. Oktober werde zudem über eine weitere Winter-Olympia-Bewerbung entschieden.

Im weiteren Verlauf der Tagesordnung wurde das Präsidium des DBB einstimmig entlastet. Zum 2. Mal nach 1959 findet ein Bundestag des Deutschen Basketball Bundes in Bremerhaven statt, zum vierten Mal auf dem Gebiet des Bremer Basketball-Verbandes (1985 und 1997 in Bremen).

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