DBB-Minifestival 20072. Juli 2007

Gemischte Teams mit Spaß am SpielSportfestival: Am Aulenberg trainieren Deutschlands jüngste Basketballer – SG Weiterstadt kreativer Ausrichter

„Ich will wie Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks werden“, erklärt Alexander Blaurock. Der Zehnjährige spielt seit vier Jahren Basketball bei der SG Weiterstadt, deren Basketballabteilung am Wochenende das Minifestival des Deutschen Basketballbundes (DBB) für die Jahrgänge 1996 und jünger ausrichtete. Den deutschen Nationalspieler Nowitzki, der es in die amerikanische Liga schaffte und wohl Idol für viele Nachwuchstalente ist, konnten die Teilnehmer bei einer Tombola gewinnen – natürlich aus Pappe.

Mehr als 200 Mädchen und Jungen aus dem gesamten Bundesgebiet waren angereist, von Chemnitz bis Feuerbach bei Stuttgart, begleitet von rund 50 Betreuern. „Der Witz an der Sache ist, dass die Teams bunt gemischt spielen“, erklärte Urs Lufft. In acht- bis zehnköpfigen Teams waren immer nur je zwei Spieler aus dem selben Verein. Der Abteilungsleiter Basketball der SGW fuhr fort: „Die Grundidee ist, dass die Kinder mal nicht im Verein spielen, sondern neue Freundschaften knüpfen.“

Der Vorsitzende des Fördervereins Jugendbasketball Weiterstadt, Rainer Paepcke, pflichtete bei: „Im Vordergrund steht der Spaß an der Veranstaltung, der Spaß am Spiel.“ Und so sollten am Sonntag alle Sieger sein, eine Urkunde, ein T-Shirt und einen vom DBB gesponserten Basketball erhalten.

Noch kurz vor dem Turnier hatten die Veranstalter Bedenken, ob die Kinder das Konzept des DBB akzeptieren würden – neue Mitspieler, fremde Trainer. Doch zu unrecht. Alexander Blaurock: „Es ist mal was anderes, nicht mit seinen Kumpels zu spielen. Und die Mädchen können sogar auch was“, staunte der Weiterstädter nicht schlecht.

Aus der Sporthalle der Albrecht-Dürer-Schule – neben der Dr.-Horst-Schmidt-Halle Austragungsort – dringt peppige Musik und lautes Lachen. Zwischen zwei Spielfeldern ist eine Hüpfburg aufgebaut, links und rechts davon wärmen sich die Mannschaften auf. „Noch fünf Minuten“ informiert eine Stimme über Lautsprecher. Sie gehört der vierzehnjährigen Vanessa, eine von 50 Helfern beim Minifestival. Vanessa kündigt die nächsten Spiele an: Leoparden gegen Schlangen, Adler gegen Hunde. Mit den Angaben der auswärtigen Teams zu Spielerstärken und Körpergröße hatten Lufft und sein Team die Teilnehmer in 24 Mannschaften eingeteilt und Namen aus dem Tierreich vergeben. Dazu passt auch das eigens kreierte Logo: Ein drahtiger Hund im blauen Trikot, der einen Basketball auf dem rechten Zeigefinger balanciert.

Unter den jüngsten Teilnehmern befindet sich Anja aus Chemnitz. Die quirlige Sechsjährige tollt in der Spielpause ausgelassen mit ihren Mannschaftskameraden vom Team Zebra herum. In wenigen Minuten flitzt sie wieder auf dem Platz zwischen den Körben hin und her. „Ich spiel’ einfach nur Basketball“, lässt sie verlauten. Ein ganzes Stück größer ist Teamkollege Linus (9) mit 1,50 Meter. Der Korb ist übrigens auf Erwachsenenhöhe: 3,05 Meter. „Ich versuche einfach, mich immer zu verbessern“, verrät Linus sein Motto. Und der elfjährige Robin aus Gräfenhausen findet es ganz spannend, „mal einen anderen Trainer zu haben“.

„Die Stimmung ist gut, die Organisation ist reibungslos, das Essen schmeckt – aber das ist man ja von Weiterstadt gewohnt“, grinst Trainer Tobias Knöfler aus Offenbach. Seine Mannschaft ist häufiger in Weiterstadt zu Gast. Das Besondere am Minifestival: „Der Vorteil ist, dass die Kinder sich schnell auf neue Mitspieler einstellen müssen und auch andere Autoritäten akzeptieren“, so Knöfler. Sämtliche Teilnehmer übernachteten im Oberstufentrakt und im Pavillon der Albrecht-Dürer-Schule sowie in der alten Tennishalle der SGW. Den großen logistischen Aufwand habe der DBB den Weiterstädtern zugetraut, „in Anerkennung unserer guten Jugendarbeit“, interpretierte Abteilungsleiter Lufft.

Quelle: Echo online

 

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