WBV mit Doppelsieg – Turnierausschluss für MVP4. Oktober 2006

3 Landesverbände machen die Medaillien unter sich aus

Vom 29.09. bis 02.10.2006 trafen sich die Landesverbände mit ihren Spieler/innen Jg. 91/jünger, um unter der Leitung von Spielleiter Sigi Eckert (Freiburg) den Lohn für jahrelanges Landesauswahltraining zu ernten und traditionell den Deutschen Meister der Landesauswahlen auszuspielen. In 4 Hallen kämpften die Spieler und Spielerinnen nicht nur um eine gute Platzierung mit ihrer Mannschaft, sondern auch um einen der 40 Plätze für das Leistungscamp im Dezember.Einige Landesverbände nahmen die Möglichkeit in Anspruch, Spielgemeinschaften zu bilden und schickten gemeinsame Mannschaften ins Rennen.

Noch vor Turnierbeginn sorgte der USC Heidelberg für ein erstes Highlight, indem er allen Beteiligten (immerhin über 400) am Bundesjugendlager am Freitagabend freien Eintritt zu seinem Bundesliga-Spiel gegen den TSV Breitengüßbach gewährte. Herzlichen Dank dafür!

Nach knapp drei Tagen und ca. 100 Spielen wurden dann die Medaillenplätze ausgespielt. Bemerkenswert war, dass sich drei Verbände alle sechs Medaillen teilten: Bayern belegte mit den Mädchen Rang 2 und den Jungen Rang 3, Hessen mit den Jungen Rang 2 und den Mädchen Rang 3. Unangefochtener Spitzenverband mit zwei jeweils deutlichen Finalsiegen war der WBV, der damit Berlin als Doppelsieger des Vorjahres ablöste.

 

Erstaunlich war, dass Jungs des WBV am Anfang des Turniers noch relativ deutlich mit 39:48 gegen Hessen verloren hatten und der Einzug ins Finale in der Halbzeit des Halbfinals mit 16 Punkten Rückstand gegen Bayern bereits in weite Ferne gerückt war.

 

Roland Geggus ließ es sich nicht nehmen, als Ehrenpräsident des DBB die Siegerehrung vorzunehmen. Er fand tröstende Worte für die Verlierer und motivierte die Jugendlichen, weiterhin hart an sich zu arbeiten. Für besondere Begeisterung bei den Jugendlichen sorgte die Teilnahme von Dirk Bauermann an der Siegerehrung.

 

Die Wertigkeit dieses Turniers wurde durch die zahlreich anwesende Verbandsprominenz unterstrichen. Jugend-Vizepräsident Dieterich konnte u.a. seine Präsidiumskollegen Geisler (Schiedsrichter/Spielbetrieb), Prof. Bösing (Lehr-/Trainerwesen) und Dr. Hilgert (Leistungssport), mehrere Landesverbands-Präsidenten, DBB-Sportdirektor Brenscheidt, DBB-Jugendsekretär Albersmeyer, alle Bundestrainer und die Spielerlegende Henning Harnisch begrüßen.

 

Überschattet wurde das Turnier durch 2 Spielabbrüche und einen Turnierausschluss. Ein Berliner Verein hatte versucht, seine nicht in der Berliner Auswahl befindlichen Spieler nach finanziellen Zuwendungen an den Landesverband Mecklenburg-Vorpommern (LV MVP) in dessen Landesauswahl antreten zu lassen. Nach einem Hinweis des DBB, dass es sich nicht um Landesauswahlspieler handelt, dies der geltenden Ausschreibung widerspricht und gütliche Einigungsversuche scheiterten, erklärte der Präsident des LV MVP, die Spieler auf jeden Fall einsetzen zu wollen. Die Mannschaft wurde daraufhin vom DBB-Vizepräsidenten Jugend Sascha Dieterich vom Turnier ausgeschlossen. Hiergegen beantragte der LV MVP durch eine Berliner Anwaltskanzlei eine einstweilige Verfügung beim DBB-Rechtsausschuss mit dem Antrag, die Mannschaft so zuzulassen, ihr hilfsweise eine Teilnahme außer Konkurrenz zu ermöglichen.

Der Rechtsausschuss ließ die Teilnahme des LV MVP an dem Turnier zu, da eine Ankündigung rechtswidrigen Verhaltens nach DBB-Ordnungen nicht bestraft werden kann, bestätigte aber den Ausschluss der Berliner Vereinsspieler. Auch eine Teilnahme außer Konkurrenz wurde vom Rechtsausschuss ausgeschlossen.

 

Trotz des Urteils reiste der LV MVP nur mit 5 Spielern seines Landesverbands und 6 Berliner Spielern an und verlangte (erfolglos) die Zulassung außer Konkurrenz. Am Nachmittag des ersten Turniertages standen zu Spielbeginn zwar 5 Spieler auf dem Feld, diese weigerten sich aber zu spielen. Nachdem die Verantwortlichen des LV MVP keinerlei erkennbare Anstalten machten, die Jugendlichen zum Spielen zu bewegen, sondern im Gegenteil ein Betreuer die Reaktionen der Beteiligten und Zuschauer filmte, brachen die Schiedsrichter das Spiel ab. Gegen diesen Spielabbruch legte der LV MVP (erfolglos) Protest ein. Wegen grober Unsportlichkeit schloss DBB-Vizepräsident Dieterich den Landesverband vom weiteren Turnierverlauf aus: „Es ist sehr bedauerlich, dass hier die Plattform des Bundesjugendlagers benutzt wird, um nicht nur auf dem Rücken der Jugendlichen aus Berlin und MVP, sondern auch der Gegner und Schiedsrichter, Streitigkeiten eines Vereins mit seinem Landesverband auszutragen. Kritik, auch harsche, an der Verbandsstruktur zu äußern, ist eine Sache, ein derartiges Verhalten vor und während dieses Turniers eine andere.“

 

Ein besonderer Dank gilt neben Sigi Eckert und Rolf Merz auch den DBB-Mitarbeiterinnen Mareike Barth und Petra Keldenich, die am Vorabend des Turniers erfuhren, dass trotz Zusage für ca. 50 Spiele keine Kampfrichter vorhanden sind und dies bravourös lösten. Herzlichen Dank auch allen, die hier kurzfristig eingesprungen sind.

Alle Ergebnisse findet man unter www.basketball-bund.net unter der Rubrik Deutsche Meisterschaft.

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