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Stipo Papic:
Der Vorzeige-Athlet muss seine Chance endlich nutzen
Nach einer unglücklichen Saison bei ALBA Berlin, in der der Forward Stipo Papic (geb. 20.11.1978) zwar wieder Deutscher Meister und Pokalsieger wurde, aber im Jahr 2002 von ALBA-Trainer Emir Mutapcic kaum noch eingesetzt wurde, trauten viele Experten ihm nicht mehr den Sprung in das WM-Aufgebot von Trainer Henrik Dettmann zu. Doch der 205cm große Papic brachte sich durch gute Leistungen mit dem A2-Nationalteam auf deren Länderspielreise im Juni 2002 wieder ins Gespräch und wurde von Trainer Dettmann ins vorläufige 18 Spieler umfassende DBB-Aufgebot berufen.
Letztlich reichte es aber nicht, um beim endgültigen zwölfköpfigen Kader für die Weltmeisterschaft dabei zu sein. Im Sommer 2002 wechselte der Vorzeige-Athlet Papic von der Spree an den Main zu den Opel Skyliners, in der Hoffnung, sich dort mit guten Leistungen bei Henrik Dettmann für die Nationalmannschaft empfehlen zu können. Nach einer Saison in Frankfurt zog es ihn weiter an den Rhein. In dieser Saison spielt er für Rheinenergie Köln durchschnittlich 16,5 Minuten und kann dabei 3,4 Rebounds und 6,8 Punkte bei 60 Prozentiger Trefferquote aus dem Feld verbuchen. Leider verhindern immer wieder kleine Verletzungen den endgültigen Durchbruch von Stipo Papic. Dennoch gehört der 25-jährige momentan zum erweiterten Kader der A-Nationalmannschaft.

Im Herbst 1999 tauchte Stipo Papic fast aus dem Nichts in der deutschen A-Nationalmannschaft auf und überraschte und überzeugte zugleich die gesamte Expertenschar mit seinen couragierten Auftritten im 5 Nations Cup. Auch auf der USA-Reise der DBB-Auswahl im Sommer 2000 zählte Papic zu den bestimmenden Kräften. Seine ?unglaubliche? Athletik und Unbekümmertheit machten ihn zu einer festen Größe im DBB-Team. Bei der Europameisterschaft 2001 in der Türkei gehörte Papic zum DBB-Kader, kam aber beim grandiosen Abschneiden (4.Platz) nur zu Kurzeinsätzen. Erste Basketballschritte machte der in Berlin geborene Korbjäger beim ASV Berlin in der Regionalliga. Wie die meisten Berliner Talente landete er dann 1996 auch beim TuS Lichterfelde in der 2. Bundesliga und somit per Doppellizenz bei ALBA Berlin. Sechs deutsche Meisterschaften und zwei Pokalsiege hat Stipo Papic mittlerweile gesammelt. Mit seiner Jugend jedoch stehen dem Power Forward die besten Basketballjahre noch bevor. In 30 Einsätzen für die DBB-Auswahl erzielte Papic bis jetzt 3,63 Punkte pro Spiel (109 gesamt).

Stand: 25.02.2004