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Robert Maras:
Der Rebound ist sein Metier
Videos: Robert Maras im Interview und in Aktion



Seine Karriere begann Robert Maras 1996 in der 2. Bundesliga Süd beim USC Freiburg. Der in Freiburg geborene Sohn kroatischer Eltern stieg mit dem USC in die 1. Bundesliga auf, wechselte 1998 nach einem Jahr aber zum Deutschen Meister ALBA Berlin bzw. zu dessen Kooperationspartner TuS Lichterfelde. Mit einer Doppellizenz ausgestattet wusste man lange Zeit nicht genau, ob der Center nun zur ersten Mannschaft von ALBA oder von Lichterfelde gehörte. Nur selten konnte er seine Fähigkeiten im Starensemble der Albatrosse unter Beweis stellen. Hinzu kamen zahlreiche kleinere und größere Verletzungen, so dass die Zeit von Robert Maras in Berlin unter keinem allzu guten "Basketball-Stern" stand.

Der für seine Körperlänge sehr bewegliche Center sorgte im Sommer 2001 mit der A2-Nationalmannschaft bei der Universiade in Peking für Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt dank seiner überragenden Präsenz unter den Körben gelang dem deutschen Team ein sehr guter 4. Platz. Nachdem Robert Maras schon mehrfach auf dem Sprung in die Stammformation der A-Nationalmannschaft stand, war er im Jahr 2002 bei der Weltmeisterschaft in Indianapolis dabei.

Zuvor hatte sich Maras bei zwei Vorbereitungscamps einen Platz im Summerleague-Team der Dallas Mavericks erkämpft. Bei seiner ersten WM-Teilnahme spielte er zwar nicht viel (in fünf Spielen kam er lediglich 35 Minuten zum Einsatz), machte seine Sache aber in der kurzen Spielzeit gut (24 Punkte, das bedeutet 4,8 Punkte pro Spiel) gut. Nach der Europameisterschaft 2003 in Schweden, wo er auch zum deutschen Kader gehörte, kann er mittlerweile 62 Länderspiele vorweisen, in denen er 213 Punkte erzielte.

Im Jahr 2000 wechselte Maras von ALBA zu den Opel Skyliners, bei denen sich Maras schnell eine wichtige Rolle erkämpfte. Er profitierte immens von der gesteigerten Spielzeit, in dieser Saison war er mit knapp sieben Rebounds im Schnitt einer der besten deutschen Rebounder in der BBL. Mittlerweile sind sich sowohl der ehemalige Vereinscoach Gordon Herbert als auch der ehemalige Bundestrainer Henrik Dettmann einig: Dem jungen Center gehört die Zukunft, wenn er kontinuierlich weiter an sich arbeitet. Leider erlitt der Leistungsträger der Opel Skyliners zu Beginn der Saison 2004/05 einen Kreuzbandriss, der ihn weit in seiner Leistungsentwicklung zurückgeworfen hat. Bis zu den Play-Offs war seine Verletzung leider immer noch nicht auskuriert, so dass er die Deutsche Meisterschaft seiner Skyliners nur von der Bank aus erleben konnte.
Auch auf eine Teilnahme in der Nationalmannschaft musste er im Sommer 2004 verletzungsbedingt verzichten.

Maras verlängerte seinen Vertrag bei den Skyliners für zwei Jahre, doch mitten in der Saison 2004/05 wechselte er zum spanischen Erstligisten Caja San Fernando Sevilla. „Ich sehe in Spanien für mich eine große Chance. Der Abschied fällt mir schwer, aber ich denke, dass es für mich das beste ist“, begründete Robert Maras seine Entscheidung. Er wird es nicht bereut haben. Zwar schrumpften seine Spielanteile in Spanien auf durchschnittlich drei Minuten, dennoch hinterließ er einen bleibenden Eindruck: 5,5 Punkte erzielte der Center.
Maras wechselte dann innerhalb Spaniens nach Palma Aqua Magica und räumte auch dort in gewohnter Manier die Bretter ab.

Bei der Europameisterschaft in Serbien und Montenegro 2005 brachte er seine neugewonnene internationale Erfahrung mit ein und ist auf der Centerposition eine echte Option für Bundestrainer Dirk Bauermann. Er erzielte im Durchschnitt 3 Punkte und vor allem im wichtigen Spiel gegen die Türkei traf er entscheidende Würfe. Er zählt somit zu den Helden von Belgrad und darf sich mit der Silbermedaille schmücken. Bei der Weltmeisterschaft 2006 wurde er von Bundestrainer Dirk Bauermann allerdings nicht berücksichtigt.

Zu Beginn der Saison 2006/2007 wechselte er wieder zurück in die deutsche Heimat und läuft seitdem für die Gießen 46ers auf. Obwohl er dort sehr ordentliche Leistungen brachte, kämpfte das Team gegen den Abstieg und konnte sich am Ende mit dem 16. Platz in der Liga halten. Maras kam in der vergangenen Saison auf durchschnittlich 9,0 Punkte und 6,6 Rebounds.

In dieser Saison stellt sich Robert Maras noch einmal der internationalen Herausforderung und unterschrieb bei Egaleo Athen.


Stand: 13.11.2007